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Wo sind alle Interstim-Träger wegen Obstipation?

07 Jun 2015 15:29 - 07 Jun 2015 15:51 #31 von matti
Hallo Gabi,

von Korruption habe ich nirgends geschrieben, sondern von Marktgebahren. Du willst doch nicht bestreiten, dass beispielsweise Bayer für eine Platzierung von Aspirin in Blickfeldhöhe (ca. 1,5 Meter im Regal) erhebliche Nachlässe gibt. Die Platzierung in der Apotheke wird erkauft. Zudem steigt die Nachlasshöhe auch durch die Menge der Abnahme. Deshalb kann man doch durchaus hinterfragen, ob der Apotheker eine Kaufempfehlung abgibt weil dies das best wirksamste Medikament ist oder weil er das Medikament Kartonweise im Lager zum Abverkauf stehen hat. Die Firmen kaufen Präsentationsflächen in der Apotheke.

Natürlich gilt dies alles nur für frei verkäufliche Dinge. Damit macht der Apotheker aber sein Geld.

Die Blickfangdekorationen im Schaufenster der Apotheken werden zwecks Umsatzsteigerung platziert und von wem wohl bezahlt?

Ich habe einmal Kaufmann im Einzelhandel gelernt. Auf dem Gebiet der Waren- und Kundenpsychologie muss mir nun wirklich niemand etwas vormachen.

Ich muss auch gar keine Pressemitteilungen lesen, die im übrigen nach wie vor zahlreich zu finden sind, sondern kann mich auf Kassenberichte und das statistische Bundesamt beziehen. Es wird operiert auf Teufel komm raus, weil damit Geld verdient wird.

Der Griff zum Strohalm und der enorme Leidensdruck sollten nicht mit der Annahme verwechselt werden, dass der Arzt stets das Beste für den Patienten empfiehlt. Manchmal ist die Brieftasche des Arztes auch durchaus der ausschlagebende Grund für eine Therapieempfehlung. Es wäre ja auch völlig absurd, wenn es gerade in diesem Berech anderes wäre, wie bei allen anderen Dienstleistern und Händlern. Dabei will ich ja nicht bestreiten, dass auch eine teure Operation die richtige und mitunter einzig richtige Entscheidung ist. Die Privatisierung der Klinklanschaft muss zwangsläufig dazu führen. An erster Stelle steht das Wohl der Aktionäre. Wer dies bestreitet hat das System nicht durchblickt.

Warum gibt es wohl separierte Wartezonen in Arztpraxen (Privat vs. Kassen), oder gar Privatstationen in Kliniken wenn dies nichts mit Geld verdienen zu tun haben soll.

Ganz aktuell: www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehe...ck-unnoetig-100.html



Bestimmt nicht ausschließlich auf der Gedankenwelt von Verschwörungtheoretikern begründet:

www.youtube.com/results?search_query=profit+vor+patientwohl

Matti

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07 Jun 2015 16:32 #32 von Auf eigenen Wunsch gelöscht.
Hallo Matti,

Im Bereich der freiverkäuflichen Ware habe ich nie gearbeitet und auch mein Mann nicht.
Im Bereich der Neuzulassungen und der damit verbundenen wissenschaftlichen Arbeit gab und gibt es feste Regeln , die wir einhalten mussten.
Nur darüber habe ich berichtet

Jede Firma hat Ihren eigenen Apothekenaussendienst und was da gemacht wurde oder wird habe ich keine Ahnung.

Ich selbst habe vorwiegend im Neuzulassungsbereich gearbeitet, Studien betreut aber auch Workshops für Ärzte oder Patienten
organisiert und betreut.
Dabei habe ich für MS, Parkinson, chron. entz. Darmerkrankungen aber auch Diabetes gearbeitet.

Die Studien waren meist international angesetzt hatten aber deutsche Prüfzentren.

Wie gesagt, die von Dir beschriebenen Machenschaften waren bei mir nicht möglich. Ich denke auch dort sind es andere Dienstebenen,
welche die Fäden ziehen.

Und ich werde nicht behaupten( weil ich davon keine Kenntnis habe) daß Deine Aussagen falsch sind.
Ich sage nur, es gibt auch die ehrlichen in dieser Branche.

Ich selbst habe zum Glück einen Doc, der zwar sehr wissenschaftlich arbeitet, an neuen Studien mitarbeitet diese auch designt
ABER trotzdem sehr umfangreich informiert und immer für Fragen offen ist.
Auch wenn nicht sofort eine Antwort zur Verfügung steht bekomme ich immer eine, gut recherchiert mit Vor und Nachteilen
und zeitnah nachgereicht.
Er hat auch schon mal zu mir gesagt wo seine Grenzen liegen( es ging um eine best.OP Methode ) und hat mich zu einem Spezialisten
nach Ludwigsburg geschickt.
Heute bietet er diese Methode auch an

Naja, jeder hat seine eigenen Erfahrungen. Ist aber schön mit Dir zu diskutieren.

Liebe Grüße Gabi

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07 Jun 2015 23:38 - 07 Jun 2015 23:40 #33 von Ano
Hallo Ihr alle - auch ein extra-Hallo an Gabi, die ich hier nachträglich noch willkommen heißen möchte.

Ich bin ebenfalls SNS-Träger wegen Stuhlinkontinenz 3. Grades - hervorgerufen durch eine Darmoperation, bei der mein innerer Schließmuskel teilweise zerstört wurde.
Damit haben sich alle ernährungstechnischen Vorschläge von selbst erledigt.

Ich bin sehr zufrieden mit meinem "Teilchen".

Matti, bei Dir ist damals so einiges schief gelaufen - außerdem ist die versuchte Implantation bei Dir nun schon über 10 Jahre her. In dieser Zeit hat sich wahnsinnig viel verändert und verbessert. Das darfst Du nicht außer Acht lassen.

Ich sehe es aber auch so, dass die SNS-Operationen nicht deshalb so zugenommen haben, weil sie der Klinik Geld bringen, sondern weil die Technik inzwischen soweit ausgefeilt ist, dass mit dieser Operation wesentlich mehr Menschen geholfen werden kann, als bisher und die durch Ernährung, Irrigation oder ähnlichem zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen sind.

Wenn man vergleicht, wie viele Herzschrittmacher inzwischen implantiert wurden - das waren früher sicher auch wesentlich weniger. Und wie vielen Menschen dadurch eine deutlich bessere Lebensqualität und -sicherheit ermöglicht wurde. Da ist nicht immer und nur der Verdienst im Spiel.
Kritisch hinterfragen ist wichtig und richtig - eine zweite Meinung einholen ebenfalls. Aber bitte nicht immer nur alles negativ sehen.

LG, Ano

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08 Jun 2015 06:24 #34 von Laura
Danke dir Ano für deinen Beitrag, dem ich mich inhaltlich voll anschließe. Auch ich denke, dass man OPs von vor 10 Jahren nicht mit heute vergleichen kann (meine Darm-Verkürzung vor 10 Jahren würde man heute nicht mehr so machen!). Gewiss gibt es immer auch unter den Ärzten "schwarze Schafe" aber im Großen und Ganzen sollte und kann man m.E. schon davon ausgehen, dass die Ärzte es gut meinen. Skepsis ist sicher angebracht aber alles in Maßen.
Außerdem finde ich es wichtig - gerade hier in solch einem Forum - dass die Leute nicht entmutigt werden. Gerade in der Zeit vor und während der SNS-Testung war ich jedenfalls ein Nervenbündel und sehr froh und dankbar über Ano´s aufrichtende, positive Worte! Vielen Dank noch im nachhinein :)

@Uschu: Lass dich nicht verrückt machen und geh den Weg, den du und deine Ärzte eingeschlagen habt. Toi toi toi!
Lg, Laura.

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08 Jun 2015 09:47 - 08 Jun 2015 10:26 #35 von matti
Liebe Ano, liebe Laura,

ich musste beim lesen eurer Statements ein wenig schmunzeln, den eigentlich widerlegt ihr euch in eurer kritischen Sichtweise zu meinen Kommentaren selbst.

Habt ihr den bei euren Operationen vor 10 Jahren zugestimmt, ohne das Gefühl zu haben der Arzt würde euch nicht das Beste empfehlen und sein bestes bei der Operation geben?

Im Vergleich zu vor 20 Jahren waren die Erkentnisse vor 10 Jahren auch neu und innovativ, manchmal gar revolutionär. Ano hat mit den Folgen bis heute zu "kämpfen", Laura schreibt man würde die vorangegangene Operation heute so nicht mehr machen.

Ich habe von meinen persönlichen Erfahrungen berichtet und diese waren nicht immer positiv. Dies stelle ich mir unter Erfahrungsaustausch vor, den dort gibt es, wie ihr ja aus eigener Erfahrung wisst, nicht nur "Jubelgesang".

Es überrascht mich schon, dass wohl die Meisten eine Arztverehrung nach dem Motto "Halbgott in weiss" ablehnen würden, der mündige und dadurch mitunter hinterfragende bis kritische Patient aber anscheinend doch ein unliebsamer Vertreter, selbst unter den Patienten ist. Nicht alles so negativ sehen und im "Gottvertrauen" bloß nichts hinterfragen.

Mahlzeit.

Matti

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08 Jun 2015 10:33 #36 von Auf eigenen Wunsch gelöscht.
Hallo und guten Morgen,

ja der Erfahrungsaustausch .... das ist so eine Sache. Häufig kommen nämlich nur die , zugegebenermaßen negativen , Dinge zur
Sprache. Über die positiven braucht man ja nicht zu reden. WARUM eigentlich nicht.

Auch bei mir gab es neben den positiven auch negative Ergebnisse und auch ich würde heute vielleicht anders entscheiden oder auch nicht. Keine Ahnung.

Ich hatte bei meinen OP s immer viele Fragen . Einmal lag ich schon auf dem OP Tisch und mir kamen Zweifel was sagte da der Narkosearzt' Normalerweise sind hier alle Patienten still und das mag ich.

Nun ja, ich bekam meine Antwort und alles lief letztendlich gut.

@ Uschu :-) ich denke auch, wage alles ab und wenn Du sicher bist , gehe Deinen Weg. Wir sind alle Menschen und keine Roboter
aber die Technik aber auch die OPtechniken sind weiter verbessert worden und was bei mir nicht geklappt hat,
funktioniert bei Dir gut.
Alles Gute

@Ano:-) Herzlichen Dank für Dein Willkommen.

Liebe Grüße Gabi

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08 Jun 2015 11:29 - 08 Jun 2015 13:37 #37 von matti
Hallo Gabi,

ich würde diese Wertung bei einem auf Erfahrungsaustasch aufbauenden Angebot gar nicht vornehmen. Den wertvoll können ja sowohl positive, wie auch negative Erfahrungsschilderungen sein.

Manchmal ist es sogar sehr, sehr sinnvoll auf Missstände hinzuweisen, weil sich ansonsten (ohne Widerspruch) ganz schnell ein System festsetzt, was die wenigsten wollen.

Ich erinnere einmal an die vielen Diskussionen bezüglich der katastrophalen Hilfsmittelversorgung durch die Kostenträger und Leistungserbringer. Weil die Mehrheit der Betroffenen mittlerweile unter den miesesten Versorgungsbedigungen leidet, sind die negativen Berichte zahlreich. Sind dies jetzt Nörgler?

Ich frage mich auch, wie ein Patient mitbestimmt eine Entscheidung für oder gegen eine vorgeschlagende Therapie treffen soll, wenn er ausschließlich von vor glückseeligkeit taumelnden Befürwortern Rückmeldung erhält.

Hier unterscheidet sich mein Anspruch (auch an dieses Forum) gegenüber im Gegensatz zu Anderen ganz offensichtlich stark.

Matti

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08 Jun 2015 11:43 #38 von Auf eigenen Wunsch gelöscht.
Hallo Matti,

Wenn jetzt nur positive Schilderungen kämen, wäre es auch sehr einseitig. Und das kann ja auch nicht das Ziel sein.
Ich finde, daß ein gesundes Mittelmaß ein gutes Tool sein kann um einmal Informationen zu finden, sich mit den verschiedenen
Ergebnissen auseinanderzusetzen und dann einen Weg für sich selbst zu finden.

Nun hoffe ich auch, daß ich mich verständlich ausgedrückt habe .

Wie gesagt, von Allem sollte ein bisschen dabei sein um auf möglich Missstände aufmerksam zu machen aber auch um
Ratsuchenden einen Weg aufzuzeigen.

Liebe Grüße Gabi

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08 Jun 2015 13:01 #39 von Ano

Ele schrieb: Hallo Matti,

Wenn jetzt nur positive Schilderungen kämen, wäre es auch sehr einseitig. Und das kann ja auch nicht das Ziel sein.
Ich finde, daß ein gesundes Mittelmaß ein gutes Tool sein kann um einmal Informationen zu finden, sich mit den verschiedenen
Ergebnissen auseinanderzusetzen und dann einen Weg für sich selbst zu finden.

Nun hoffe ich auch, daß ich mich verständlich ausgedrückt habe .

Wie gesagt, von Allem sollte ein bisschen dabei sein um auf möglich Missstände aufmerksam zu machen aber auch um
Ratsuchenden einen Weg aufzuzeigen.

Liebe Grüße Gabi


Lieber Matti!

Genau so wie Gabi sehe ich das auch.
Ein gesundes Mittelmaß (auch hier im Forum!) ist wichtig.

Wir "Befürworter" sehen in Deinen Augen alles zu sonnig und Du als "Zweifler" siehst in unseren Augen alles zu schwarz.

Da hier in diesem Thread nun alle Meinungen vertreten sind, kann der mündige Leser daraus seine eigenen Schlüsse ziehen und das finde ich gut so.

LG, Ano
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09 Jun 2015 05:58 #40 von Horsty
Hallo,
@ Laura : hier noch ein Wortmeldung von einem „Alten Hasen“(Jahrg. 43; klingt besser als 72) , jedoch ohne Erfahrung als Interstim-Träger.
Allerdings war ich einige Jahrzehnte Träger von Helicobacter Pylori. Durch Falsch- bzw. Nichtbehandlung entwickelten sich u.a. Geschwüre, die den gesamten Zwölffingerdarm besiedelten. Langanhaltende Schmerzen verbunden mit Übelkeit häuften sich.
Nach medikamentösen Therapie konnten keine Helicobacter Pylori nachgewiesen werden, die Schmerzen treten nur noch sehr selten auf, sind jedoch kurzzeitig sehr heftig, dass ist akzeptabel. Es ist aber nicht sicher, ob sich die „Helis“ erneut ansiedeln könnten.
Nun, so wie Matti hatte ich auch negative Erfahrungen mit einigen- nicht bei allen- chirurgischen Eingriffen. Jedoch sind bei mir die nachfolgenden Auswirkungen keinesfalls so katastrophal.

Am Beispiel der Prostatektomie, durchgeführt vor 19 Jahren, wird deutlich, dass auch hier erhebliche Fortschritte gemacht wurden. Mein befreundeter Nachbar wurde jetzt im Mai operiert und konnte schon nach einer Woche aus dem Krankenhaus entlassen werden; der Katheder wurde z.B. bereits nach 4 Tagen gezogen, während bei mir dieser über 6 Wochen verblieb und die üblichen Probleme nach sich zog.
Heute wird erheblich schonender operiert, sodass mein Nachbar kaum Blut verlor. Obwohl ich damals über 2 Liter Eigenblut zur Verfügung hatte, musste noch weiteres fremdes Blut verwendet werden. Offensichtlich wurde durch den erheblichen Blutmangel die Durchblutung der Sehnerven gestört, sodass ein Normaldruckglaukom entstand.
Nichtdestotrotz wird, so meine Meinung, u.a. aus ökonomischen Zwängen derzeit zu viel operiert. Sicherlich ist auch nicht ganz auszuschließen, dass in Ausnahmefällen aus Habgier gehandelt wird.
Folgende Benutzer bedankten sich: Johannes1956

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