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Chronisches Bettnässen Erwachsener

01 Mai 2022 11:06 #1 von jan1967
Hallo und guten Tag,

leider liest man im Internet sehr wenig über psychische Ursachen im Zusammenhang mit Bettnässen bei erwachsenen Menschen.
Ich leide durch meine nicht schöne Kindheit unter einer posttraumatischen Belastungsstörung welche mir durch ein Gutachten der Uni Leipzig bestätigt wurde. Daraus resultiert auch das nächtliche sowie in bestimmten Situationen wenn auch doch sehr selten das einnässen am Tag.
Auch wurde festgestellt das das einnässen nicht mehr behandelbar wäre und chronisch ist.
Ich habe folgende Fragen, ist das denn wirklich so das man keine Chance mehr hat die wieder los zu werden? Gibt es Betroffene den es ähnlich wie mir geht?

LG
Jan
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01 Mai 2022 11:09 #2 von mich
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Implantat (AMS 800) Abhilfe schaffen würde.

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01 Mai 2022 11:38 #3 von jan1967
was ist
das genau?

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01 Mai 2022 11:44 #4 von mich

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01 Mai 2022 12:51 #5 von hippo80
Hallo Jan.
Erstmal tut es mir leid, dass du schlechte Dinge erleben musstest. Sollte es aber eine rein psychische Ursache haben, sehe ich gute Chancen in einer Traumatherapie. Ob dein Problem vollständig damit behoben werden kann, ist natürlich ungewiss.
Die Aussage von Mich dagegen verwundert mich etwas. Ich kenne mich nicht speziell mit dem AMS-Implantat aus, aber ich wüsste nicht, was dieser bei einer psychogenen Inkontinenz bewirken soll.
Alles Gute.

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01 Mai 2022 16:28 #6 von MichaelDah
Hallo Jan,

das sehe ich ähnlich wie Hippo - Traumatherapie ist bestimmt ein guter Ansatz. Ein weiterer währe den Hormonstatus bestimmen zu lassen - genauer gesagt den ADH-Wert - ggf. in einem Schlaflabor. Es gibt noch eine Reihe andere Faktoren die eine Enuresis begünstigen können - aber da du sagst, dass du es schon seit der Kindheit hast, scheiden die meisten davon vermutlich aus. Der ADH Status wird selten bestimmt, so das diese Ursache auch selten gefunden wird. Wenn er also noch nicht bestimmt wurde, ist es bestimmt einen Versuch wert. Ich vermute mal Klingelmatte, Flüssigkeitsreduktion vor dem Schlafen, Wecker und der gleichen hast Du schon probiert - sonst währe das natürlich auch noch ein Ansatz. Ein weiterer währe TCM und Homöopathie. Da würde ich aber erst drüber nachdenken wenn bei den ADH Werten alles OK ist.

Auf die Aussage „nicht Therapierbar“ würde ich erstmal nicht so viel geben denn das ist der Standardsatz wenn dem Urologen nicht mehr einfällt (zusammen mit psychischen Ursachen). Das bedeutet aber nicht das es nichts gibt - sondern nur das seine Möglichkeiten in seinem Fachgebiet ausgeschöpft sind. Im Zweifelsfall sind in solchen Fällen Mediziner, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, erfolgreicher als hoch spezialisierte Fachärzte weil die Ursachen oft außerhalb ihres Fachgebiets liegen.

Viele Grüße
Michael

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03 Mai 2022 12:24 #7 von Blinki
Hallo Jan.

Zuerst möchte ich dich beglückwünschen dass du dich getraut hast dieses Thema anzusprechen.
Zwei Thema die leider in unseren heutigen, Leistungsorientierten Gesellschaften immer noch mit einen Tabu behaftet sind.

Ich selber habe die Inkontinenzproblematik seit 1999. Auch hier wurde die Ursachenforschung ebenfalls mit auf der Psyche gesetzt. Zuerst habe ich mich dagegen gewährt. Hatte eine enorme Angst davor den Stempel „Psychisch“ aufgedrückt zu bekommen.
Letztendlich kam bei mir ebenfalls eine BTPS, Depression und Borderline heraus. Die komplette Psyche habe ich abgearbeitet und war auf diversen Therapien.
Und grade da habe ich gemerkt, das es mir gut getan hat darüber zu sprechen.
Denn auch ich hatte das Gefühl, wenn ich gestresst bin, oder in einer „schwarzen Phase“ das ich mehr Urin verliere trotz neurologischer Ursache. Es machte mich verrückt. Ein Gespräch mit einer Psychater der sich auf Neurourologie spezialisiert hat, (Ja hört sich komisch an, war aber im Querschnittszentrum Boberg, nicht selten das die Ärzte zweigleisig fahren. Psychater und Neurologe)
Dieser bestätigte mir, das die Psyche einen großen Anteil hat, was auf die Blase schlagen kann.
Auch in der Traumatherapie habe ich einige kennen gelernt die sich nachts eingenässt haben, aufgrund nicht verarbeiteter Probleme in der Kindheit und Vergangenheit.
Diesen konnte zum Teil geholfen werden, nachdem eine neurologische Ursache ausgeschlossen worden ist.

Grade das der komplette Mensch gesehen wird, hat sich für mich als Glück heraus gestellt. So konnte ich eine Menge Baustellen abarbeiten und kann nun in Ruhe mein Leben leben.

Bist du denn noch weiter in psychologischer Behandlung?
Wenn ja, was sagen deine Therapeuten dazu?

Sei nicht böse, das ich nichts zu deiner Vergangenheit sage. Aber ich kann es mir vorstellen was los war. Und grade deswegen musste ich mich selber schützen um dir zu antworten. Ich denke du verstehst mich, was ich sagen möchte.

Aber dieses Thema, grade psychische Probleme und deren Auswirkungen auf den Körper ist hochinteressant. Aber auch kann dieses, für einzelne Personen, nicht gut tun so das ich hoffe das es weiter human und nicht verletzend hier diskutiert werden kann.
Denn zu jeder Krankheit, gehört die Psyche dazu.

Lieben Gruß
Marco

2 Dinge bedenke :
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04 Mai 2022 09:47 #8 von mich
hippo, ist es nicht so das erreicht werden sollte dicht zu werden. Wenn es normal nicht geht dann ist AMS ein künstlicher Schließmuskel. Er macht dicht und du kannst nur mit auslösen Wasser lassen.
Da das System nach fast 5 Jahren bei mir nicht mehr dicht hält, lasse ich mir es wieder wechseln. Momentan mache ich das mit einer Penisklemme. Funktioniert auch mal mehr mal weniger.
Da ich auch kein Gespür habe, wenn die Blase voll ist, muss ich halt je nachdem was ich trinke regelmäßig entleeren.
Ich hab auch noch das Glück, dass ich beim Liegen nichts brauche, da bin ich dicht und merke sogar, wann ich gehen muss.

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04 Mai 2022 16:03 #9 von hippo80
Hallo mich.
Natürlich ist das der Wunsch. Aber ein künstlicher Schließmuskel kommt mE nur zum Einsatz, wenn es nachweislich Schäden am Sphinkter gibt. Hier wurde, so habe ich es verstanden, alles organische ausgeschlossen. Da wäre eine derartige OP wie mit Kanone auf Spatze zu schießen. Man nimmt auch nicht den Arm nach einer kleinen Schnittverletzung ab, nur damit es nicht blutet (übertrieben formuliert).

Hallo Jan.
Wenn du in Leipzig gewesen bist, vermute ich deinen Wohlrt in Mitteldeutschland (ich wohne in Halle). Ich war 2010 und 2012 zur stationären Traumatherapie in der Uni Dresden und dort wirklich zufrieden. Auch wir hatten den einn oder anderen mit Inkontinenzproblemen und dort wurden Lösungen gefunden. Allerdings hatte ich damals noch keine Prlblrme damit und kann weniger auf das entsprechende Therapiemanual eingehen. Traumatherapeutisch sind die aber gut aufgestellt, falls das für dich irgendwann infrage kommen sollte.
Ich finde auch, dass psychische Krankheite nicht mehr verleugnet werden müssten. Leider sieht unsere Gesellschaft nicht ganz so und die Ausgrenzung ist in meinen Augen stärker als vor 20 Jahren (subjektives Empfinden). Von daher finde ich es toll, dass du dich nicht versteckst. Alles Liebe.

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05 Mai 2022 10:12 #10 von mich
Das heißt also, wenn nichts gefunden wird, muss man das ganze Leben lang undicht rumrennen? Super, wenn es Möglichkeiten gibt, das abzustellen.

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