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Die Vorsteherdrüse macht Männern das Leben schwer

04 Sep 2014 12:39 - 04 Sep 2014 12:39 #1 von matti
Pressemitteilung

Prostatakrebs:
Die Vorsteherdrüse macht Männern das Leben schwer


Sie ist kastanienklein, aber sie bereitet gerade Männern in den sogenannten besten Jahren großen Kummer: Die Prostata. Ab Mitte 40 macht sich die Vorsteherdrüse bei vielen Männern leidvoll bemerkbar. Sie wächst, engt dadurch die Harnröhre ein und behindert den Urinfluss. Typisch für das Leiden: Die Betroffenen spüren zwar häufig unbändigen Harndrang, aber richtig urinieren können sie nicht. Der einstmals starke Strahl verkümmert – wenn er denn endlich kommt – zum schwachen Rinnsal. Während die einen nicht richtig Wasser lassen können, plagt andere das Gegenteil: das lästige Nachtröpfeln.

So unterschiedlich die Probleme mit der Prostata auch sind, eines ist allen Männern gemein: Zum Arzt gehen sie nur äußerst ungern. Doch damit vergeben sie Chancen! Denn die gutartige Prostatavergrößerung lässt sich oft noch mit Medikamenten behandeln. Auch der schlimmste Fall, der Prostatakrebs, ist nicht das Ende. Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei – älteren – Männern. Über 90 Prozent der Erkrankten sind über 60. Die Diagnose ist für die meisten zunächst ein Schock, aber vor allem ältere Männer müssen sich in der Regel nur dann operieren lassen, wenn der Krebs besonders aggressiv wächst. Bei Männern unter 60 Jahren dagegen empfehlen Ärzte meist die operative Entfernung der Prostata. Alternativen zur Operation sind Strahlentherapie oder Hormonbehandlung.

Rund die Hälfte der Patienten leiden nach dem Eingriff zumindest vorübergehend, manchmal auch dauerhaft, an Harninkontinenz. Durch gezieltes Beckenbodentraining kann dem unfreiwilligen Urinverlust entgegengewirkt werden. Außerdem gibt es für Männer neben speziellen aufsaugenden Vorlagen auch das Kondomurinal .
Ärzte, Krankenkassen, Sanitätshäuser und Apotheker und letztlich natürlich auch die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. geben darüber Auskunft. Die Hilfsmittel sind verordnungsfähig, allerdings muss je nach Kasse mitunter wirtschaftlich zugezahlt werden. Grundsätzlich gilt: Je früher der Krebs entdeckt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Deshalb raten Experten dazu, ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen zu gehen. Sie werden von der Kasse bezahlt. Ehefrauen und Freundinnen können vorsorgeunwillige Männer sicher dazu überreden ;)

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02 Jan 2015 19:33 #2 von gelöscht ehem. Petsie
Tja Matti , die Zeiten haben sich etwas geändert, heute trifft die Diagnose Prostatakrebs immer mehr jünger Männer.

Es stimmt, das die überwiegende Mehrzahl Männer im hohen Alter betroffen sind. Sie sterben nicht an diesen Krebs sonder mit ihm.
Bei Jüngeren Männer sieht es schon ganz anders aus.

Wenn Männer im hohen Alter doch operiert werden , dann verdient das Krankenhaus ,der Urologe , die Pharma , die Reha
das stelle ich mal so in den Raum (RPE Tourismus). Viele Operationen müssen nicht sein.


Auch Vorsorge ist keine Garantie , eigene Erfahrung!
Ich war regelmäßig zur Kontrolle , Blut , Finger..... , was halt die Kasse in dem Alter ratet.
Stimmt etwas nicht , wie zB das Wasser lassen , dann wurde gesagt , Wie alt sind Sie ??? das haben alle in dem Alter. !!

Ich war in Abständen zusammen gerechnet ca. 1 1/2 Jahre krank mit den Bandscheiben, man glaubte ich simuliere.
In Abständen von 3-4 Wochen kam der ""'Hexenschuss"".

Glaube mir , bin ich konnte nur im rechten Winkel, immer nur wenige Meter laufen , dann Pause, das linke Bein taub und pelzig,
Beim lachen , husten ,niesen Schmerzen zum schreien , da kamen die ersten Gedanken mich von diese scheiß Welt zu verabschieden.
Nachts hab ich mich aus dem Haus geschlichen um Frau und Kinder nicht wach zumachen , ich bin zum See gefahren zum schreien.
Spritzen , Bäder , Strecken , Strom , das volle Programm , und ich wurde wieder gesund geschrieben , ich stand da im rechten Winkel !

Der Chefarzt frage vor der Tür was los sein , er schaute sich die fette Akte an und schüttelte den Kopf.
Was sind Sie,, gesund? Sie sind ein kranker Mann. Ich glaubte nicht richtig zuhören.

Die nächste Hölle war das Krankenhaus , die Myelograpie das Kontrastmittel wurde in die falschen Wirbel gespritzt und ich hab das Zeug nicht vertragen, man wird auf dem Röntgentisch passend gebogen , die Schmerzen nicht vorstellbar.
Mir lief das Wasser aus den Augen .
Nach der Wirbelsäulen OP waren diese Schmerzen fast weg, nun kommt sie regelmäßig wenn die dicke fette Narbe arbeitet.
Es ist ja nicht so schlimm , man simuliert ja nur.

Heute nach der RPE , Hormontherapie , Bestrahlungen steht einen wieder das Wasser in den Augen, weil einen die nicht mehr vorhandene Vorsteherdrüse das Leben schwer macht.
Tja , was hat das noch zubieten? Inkontinenz , Impotenz , und vieles mehr .

Vllt hab ich nur besonderes Glück und dafür hat jemand aus der Familie oder Freunde weniger an solch Lasten zubuckeln.

Ja ,es stimmt , die moderne Medizin macht`s Möglich und die Früherkennung ist wichtig. Nun versuch ich auch andere aufzukären
und was kommt ?
Ja werde ich , später oder bald. Viele Männer haben Angst vor der Vorsorgeuntersuchung -- unbegründet.
Heute gibt es auch die Möglichkeit eine Zweitmeinung zu holen.
Fast jedes Jahr gibt es Fortschritte in der Forschung .


Wie Matti schon richtig sagt :

Deshalb raten Experten dazu, ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen zu gehen. Sie werden von der Kasse bezahlt. Ehefrauen und Freundinnen können vorsorgeunwillige Männer sicher dazu überreden ;).
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03 Jan 2015 06:24 - 03 Jan 2015 06:28 #3 von Horsty
Hallo Petsie,

in deiner derzeitigen Situation die richtigen Worte zu finden ist äußerst schwierig.

Durch deine Schilderungen hast du bei mir jedoch einige Erinnerungen geweckt.

Noch vor gut fünfzehn Jahren hatte ich ähnliche Situationen (u.a. Bandscheibenvorfall, Prostatakrebs-beides mit mehrfachen Rezidiven).
Im Vorfeld schon als sehr junger Mensch u.a. Zwölffingerdarmgeschwüre, die „schulmedizinisch“ behandelt werden sollten. Davor bewahrte mich meine damalige Hausärztin, die sich vehement gegen die Entscheidung von Koryphäen zweier Kliniken erfolgreich stemmte (ohne damals -1972- Kenntnisse aus dem Internett zu ziehen).

Selbst hatte diese Ärztin eine schwere TBC, die sogar die Knochen befiel überstanden. Vor sechs Jahren überstand sie einen schweren Herzinfarkt. Sie ist kurz vor ihren 78. Geburtstag; und was macht sie noch heute?

Sie praktiziert in einer sehr abgelegen Gegend, weil es noch kein Ersatz gefunden wurde. Nicht selten sogar im 24 Stundendienst mit Hausbesuchen im verschneiten Sachsen.
Also es gibt noch Ärzte und nicht nur Mediziner, die stets bemüht sind ihre Pfründe zu sichern und nur noch für Privatkunden (nicht immer Patienten) zuständig sind.

Nun, das bringt für dich gewiss keine Linderung und war auch für mich damals keine Hilfe.

Es ist eben, so wie hier
www.gmx.net/magazine/gesundheit/krebsarten-pech-30335298

einfach biologisches Pech. Schließlich wird jeder Mensch durch die notwendige Zellteilung stets vom Krebs angegriffen.

Technische Fehler an Geräten lassen sich in der Regel leichter reparieren. Beim Menschen sieht es aber wesentlich komplizierter aus, zumal jeder Organismus total anders reagiert.
Da gibt es Fälle, dass bereits Kinder betroffen werden oder auch jüngere Erwachsene, wie bei uns im Forum, die trotzdem aktiv sind und mit ihren Fähigkeiten den Leben einen Sinn geben.

Nun, es ist leichter gesagt als getan. Meine derzeitige Situation ist jedenfalls so, dass ich in meinem kleinen Umfeld anderen eine Hilfe sein kann.
Warum sollte es auch bei dir nach den überstandenen Tiefen nicht möglich sein?

Falls ich doch nicht die richtigen Worte gefunden habe, gräme dich nicht und vergiss sie.

Alles erdenklich Gute wünscht die Horty

Wir würden uns sehr freuen, wenn du weiter berichten würdest.
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04 Jan 2015 23:30 #4 von gelöscht ehem. Petsie
Hallo Horsty,

Ich bin Dankbar für Deine Zeilen, sie helfen sehr.

Du hast einen Schatz ----> Lebenserfahrung !!

Du findest die richtigen Worte und stellst einen wieder hin. !!

Auch Dir alles Gute !!

Gruss Petsie

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04 Nov 2015 23:58 #5 von gelöscht ehem. Petsie
Seid der letzten Messung 23.10.2015 ist es gewiss, der PSA steigt zum 3x in Folge mit einer Verdopplungszeit von 3 Monate.

Aus dem Nadir heraus von 0,02 ; auf 0,03; 0,05; auf 0,09 ng/ml , wenn es so weiter geht hab ich im Januar 2016 0,27 ng/ml .

Nach meinem Leitlinienprogramm Onkologie = Lokal fortgeschrittenes und metastasierendes PC, ein Tumorrezidiv.

Im Dezember erfolgt eine erneute Kontrolle, wegen den Bakterien in der Blase. Diese sind bei der Versorgung mit Kondomurinale ja nicht aussergewöhnlich.

Eine sehr hibblige Zeit.
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05 Nov 2015 00:33 #6 von Johannes1956
Hallo, Petsie!

Jetzt verstehe ich erst deinen Satz "des einen Freud, des anderen Leid." 0,09 ng/ml ist dennoch ein sehr tiefer Wert (meines Wissens liegt der Wert für Tumorfreiheit wesentlich darüber bei 0,2 ng/ml) und bei 0,02, 0,03 und 0,05 liegen wir noch in der statistischen Schwankungsbreite der heute sehr empfindlichen Testsysteme.

Ich verstehe trotzdem Deine Sorge und das bange Warten auf den nächsten Wert. Eine Tipp, vielleicht kannst Du mit dem Arzt/ Labor besprechen, ob Du einen Doppelwert bekommen kannst, dann siehst Du die Schwankungsbreite aus einer Probe mit zumindest zwei Werten, die, je nach Testsystem auch beträchtlich sein kann. Leider gibt es auch immer wieder Chargenschwankungen, da müsste man dann eine alte Probe mit bekanntem Wert, die tiefgefroren wurde, nochmals mitmessen, um ganz auf Nummer sicher zu gehen. Macht natürlich keiner.

Ich weiss, leichter gesagt, als getan, aber ich würde mich jetzt noch nicht allzusehr beunruhigen.

Alles Gute,

Johannes
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05 Nov 2015 01:16 #7 von gelöscht ehem. Petsie
Hallo Johannes,
Der momentane Wert liegt noch im nicht nachweisbaren Bereich, das stimmt schon.
Meine Werte werden immer im gleichen Labor mit der gleichen Messmethode gemessen.
Bei Werte die nicht nachweisbar sind wird ein Vorzeichen verwendet zB <0,09 ng fehlt es ist es der gemessene Wert.
Da ich mit den 0,02 ng/ml den Nadir erreicht habe , mit den Bestrahlungen und der Antihormontherapie und nun 3x die Werte steigen, übrigens steigt auch das Testosteron an, kann man von einem Tumor Rezidiv ausgehen.
Jetzt nimmst die Verdopplungszeit von 3 Monate dann kommen 0,09x3=0,27 ng im Januar . Wir werden Anfang Dezember prüfen.
Man kann auch alles aussitzen aber dafür fehlen mir die Nerven zumal das der Verlauf nach der RPE nicht gut war. Der sehr schnelle und hohe Anstieg ließ damals schon ein systemisches Geschehen vermuten.
Die Resektionsränder waren null.
Der Fehler war die schnell eingeleitete ADT. Auch die 2.Meinung bescheinigte Tumor Ränder oder Micrometastasen. Wenn es so kommt dann, wie soll ich sagen, nicht unvorbereitet.

Danke für Deine Wünsche Johannes!
Gruss Petsie
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05 Nov 2015 01:41 #8 von gelöscht ehem. Petsie
Mmm kann auch ein kleiner Fehler im System sein
0.09 Oktober
Nov/Dez /Jan 0.18
Fe/Mä/Ap 0.27
Kopf auch kaputt :/

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