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Diagnose Überlaufblase / HOLEP OP / SPK

03 Apr 2024 09:50 #1 von Tavanti
Liebe Grüße in die Runde

Nach meiner Kurzvorstellung hier nun ein etwas detaillierter Verlauf meiner kurzen Krankengeschichte.

Letzten Herbst wurde durch eine Routine Untersuchung beim Hausarzt eine Überlaufblase festgestellt und noch in der Praxis durch Ultraschall bestätigt.
Es folgte die Überweisung zum Urologen; erneut Ultraschall, ein großer Divertikel wurde bestätigt und eine etwas vergrößerte Prostata.
Tamsulosin bekommen und dann im Januar eine Blasenspiegelung beim Urologen. Daraufhin wurde empfohlen eine Divertikel im AVK in Berlin machen zu lassen und ja nach Befund der Ärzte eine HOLEP.

Beim Aufnahmetermin wurden die verschiedensten Untersuchungen gemacht und aufgrund der nicht unbedeutenden Restharnmenge wurde mir Mitte Januar ein Blasenkatheter gelegt, um die Blase bis zum OP Termin zu entlasten.
Habe den Katheter gut vertragen und mich auch schnell damit arrangiert, aber es kam dann zu einer Blasenentzündung, die mit Antibiotika behandelt wurde.

Dann Ende Februar war die HOLEP OP. Ich habe die OP gut überstanden und alles lief gut. Nach 3 Tagen war die Resthanmenge aber noch immer bei 400 -500 ml und ich habe eine Blasenentzündung bekommen. Also wieder Antibiotika, noch in der Klinik und es wurde dann am 4 Tag ein SPK ( 26.Februar) gesetzt. Nach 2 Tagen wurde ich entlassen.

Die ersten Tage waren ziemlich schmerzhaft und die Wunde sah gut aus.

Dies blieb auch auch bis Mitte März so, dann aber entzündete sich der Bereich um den SPK Eingang. Also Urologen Termin gemacht; nichts gravierendes, "nur" der Schlaucheingang ist entzündet, keine tieferliegende Entzündung oder so.
Also täglich Salbe drauf und abwarten.

Dadurch das der SPK Eingang an einer Stelle liegt, wo normalerweise der Hosenbund ( Unterhose, Hose) liegt, drückt dieser ständig auf das Areal. Meine bisherigen Versuche dies zu umgehen waren eher wenig von Erfolg gekrönt. Egal wie, irgendwie drückt es immer darauf, beim Sitzen, bei Aufstehen, beim Bücken, selbst beim Spazierengehen. Dadurch habe ich bei jeder Bewegung Schmerzen. Kennt das jemand?
Ich habe jetzt einen Body gekauft und eine Overall, keinen Hosenbund mehr. Hoffe das bringt etwas Linderung.
Dem Urologen habe ich ausserdem gesagt, dass ich mit dem Aussehen des Urins nicht happy bin, ständig trübe, zum Schluss kommen immer weissliche Ablagerungen, gestern sogar etwas mit Blut vermischt.
Da ich ja auch die Blase trainieren soll und der Harn über die Harnröhre raus soll und nur der Rest über den Katheter, versuche ich das natürlich.
Aber die Menge des Harns der auf normalem Wege raus geht ist minimal und Harndrang verspüre ich nur bei sehr gut gefüllter Blase. Vor der OP war die Menge an Harn größer.

Ich bin jetzt am Freitag wieder beim Urologen (wegen Schmerzen und wegen des Aussehens des Urins).
Am 8.April habe ich eine Blasenspiegelung im AVK im Vorbereitung der Divertikelentfernung. Nach der Spiegelung ist ein Gespräch beim Chefarzt angesetzt.
Ich bin gespannt was dabei rauskommt.
Mit meinem Laien Verständnis she ich das nicht so rosig aufgrund der grossen Restharn Menge von fast immer 400 ml. Die Menge sollte ja so bei 50 -100ml liegen, davon bin ich weit entfernt.

Wow! Ne Menge Text.
Meine Frage an die Community ist:" Hat jemand Erfahrungen mit einer Divertikelabtragung - wie handhabt Ihr das mit dem SPK ( auch Schmerzen etc.?)"

Ich würde mich über Eure Antworten freuen.
bis dahin
Lieben Gruß
Ralf

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03 Apr 2024 15:25 #2 von ForrestGump
Hallo Ralf,
ich hatte auch ein großes Divertikel (Urologe: so groß wie eine Coladose) an der Blase.
Zunächst wurde wegen sehr hohem Restharn von der Prostata etwas abgetragen und der Blasenhals erweitert (TUR). Da hatte ich zwischenzeitlich auch einen SPK bis ich dann auf ISK umgestellt wurde. Der Restharn war unverändert.
Ca. 1 Jahr später wurde dann in Villingen-Schwenningen das Divertikel mit einem DaVinci Roboter entfernt. Die Hoffnung war, dass sich dann die Blase vollständig entleeren könnte. Das ist aber nicht der Fall. Die Blase scheint so "ausgeleiert" zu sein. Der Restharn ist nach wie vor irgendwo zwischen 300-500ml.

Aber:
Bevor das Divertikel entfernt wurde hatte ich auch ständig Harnwegsinfekte. Kaum mit Antibiotikum überstanden, schon ging es wieder von vorne los.
Nachdem das Divertikel weg raus war ist das ganz erheblich besser geworden. Offenbar war das Divertikel ein Totvolumen in dem immer Keime waren und nie 100%ig entleert wurde.
Ich muss mich zwar per ISK ca. 6mal täglich katheterisieren, aber die Harnwegsinfekte sind selten geworden.

Gruß Udo
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04 Apr 2024 01:24 #3 von MichaelDah
Hallo Ralf,

ich denke das wichtigste hat Udo ja schon geschildert - das „Gesamtpaket“ zählt. So lange das Divertikel da ist bring die „Rohrvergrößerung“ nicht immer etwas. Das kommt halt massiv darauf an wie sich das Divertikel verhält und wieviel Harn da drin verbleibt. Ich nehme mal an, das vor der Prostataresektion eine Urodynamische Untersuchung gemacht wurde - hoffentlich mit Röntgenkontrolle.

Wenn du dir das Ergebnis davon anschaust sollte du heraus bekommen können, ob der Druck, den die Blase aufbauen kann noch für eine „normale“ Entleerung ausreicht und wieviel Restharn im Divertikel selbst verbleibt. Du solltest eigentlich vom Krankenhaus mit dem Befund auch eine CD mit den Dicom Daten bekommen haben (wenn es eine Video-UD war und die ein digitales Röntgengerät hatten wovon ich im AVK mal ausgehe…). Im Befund sollten die wichtigsten Sachen drin stehen und mit dem Dicom Viewer auf der CD sollte man sich auch das Video der Entleerung ansehen können. Da kannst du dann gut sehen was genau mit dem Divertikel passiert wenn sich die Blase zusammenzieht.

Wenn du das nicht bekommen hast, würd ich da auf jeden Fall nochmal danach fragen. Nach der OP wird sicher nochmal eine UD gemacht - dann kann man das Ergebnis gut vergleichen.

Je nach dem wie das Divertikel liegt kann das auch ein Problem für den SPK und möglicherweise auch der Grund für die tiefe Lage des Ausgangs sein. Warte erstmal die OP ab - damit wird sich das Restharn Problem deutlich verbessern. Danach muss man dann sehen was der Blasenmuskel noch drauf hat - das wird vermutlich auf eine weile ISK hinauslaufen aber je nach dem was die Urodynamik ergeben hatte und dann ergeben wird, sind da durchaus Chancen das es irgendwann wieder normal funktioniert.

Es wird halt einfach zu wenig Aufklärung darüber betrieben, das ein Urologen Besuch sinnvoll ist wenn es nichtmehr richtig läuft. Viele wissen einfach nicht, das man sich da mit warten irgendwann eine Balkenblase einhandelt. Aber die OP Methoden haben sich ja immer mehr verbessert, sodas es auch da Chancen auf Heilung gibt. Es kommt halt immer darauf an wie groß die Vorschädigung war. Am Ende ist es halt ein Muskel und mit etwas Glück lässt er sich nach der OP wieder aufbauen.

Gute Besserung und melde dich mal nach der OP und verrate uns wie es gelaufen ist.

viele Grüße
Michael
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04 Apr 2024 09:20 #4 von Tavanti
Hallo Udo,

Danke Dir für Deine Nachricht.
Bevor ich mir weitere Gedanken mache, warte ich mal den morgigen Urologen Termin und den Termin am Montag im AVK ab.

Gruß
Ralf

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04 Apr 2024 09:36 #5 von Tavanti
Hallo Michael,

Danke für Deine ausführliche Nachricht.

So wie Du es beschrieben hast, ist es leider nicht gelaufen. Es gab nur die präoperativen Untersuchungen im Vorfeld. Am Tag der OP wurden keine weiteren Untersuchungen gemacht. Da ich eine Spinal Anästhesie hatte, war ich ja live dabei.

Am 2.Tag nach der OP wurden nur der Restharn gemessen und sowie eine Uroflowmetrie gemacht, danach wurde erneut ein DK gelegt und dann später der SPK gelegt.
Wie schon bei Udo geschrieben, warte ich mal die beiden Termine ab.

Am 1. Mai beginnt mein Rentner Dasein. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir diesen Beginn auch ein wenig anders vorgestellt. Andererseits bin ich froh, dass mein Hausarzt das schnell erkannt hatte und sich die Problematik nicht schleichend verschlimmerte.

Melde mich wieder zurück, wenn's Klarheit gibt.

viele Grüße
Ralf

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