Inkontinenz Forum

Erfahrungsaustausch ✓ | Interessenvertretung ✓ | Information ✓ | Beratung ✓ ► Austausch im Inkontinenz Forum.

Neueste Forenbeiträge

Mehr »

Login

Registrierung

Noch kein Benutzerkonto? Jetzt kostenfrei registrieren

(Die Freischaltung kann bis zu 36 Stunden dauern)

 

Blasenhalsenge

07 Aug 2023 17:32 #1 von frank
Hallo,
wende mich wiedermal hoffnungsvoll an Euch. Nun hatte ich schon zwei mal eine Blasen-OP ( 2018- Blasenkrebs ) Sieben mal eine OP an der Prostata (2021-Prostatakrebs ) Dreimal eine OP am Blasenhals ( durch OPs Blasenhals verletzt/vernarbt ) Der Blasenhals wächst immer wieder zu. Letzte OP 01-2023. Nun sollte ich wieder zur OP. Laut Urologen ist es besser die Prostata und gleichzeitig die Vernarbung am Blasenhals zu entfernen. Dann hätte ich ruhe. Ich weis aber nicht ob das wirklich so ist. Nun gibt es verschiedene OP Verfahren. Ein anderer Urologe ist der Meinung abzuwarten und wenn notwendig eine Blasenhalsrekonstruktion plastich durchzuführen. Habe mich belesen. Dies geschieht mit Mundschleimhaut und ist nicht ohne. Bitte um einen Rat oder Empfehlung. Gott sei dank habe ich noch keine Chemo oder Bestrahlung erhalten. Verliere nur langsam den Mut. Vertrage die OPs nicht mehr . Hinterher bricht bei mir immer der Kreislauf zusemmen. Auch die Schmerzen. Oft Harnverhalt gehabt. Mir reicht es langsam. Ich weis auch nicht was ich tun soll.
Über eine Antwort wäre ich dankbar.

M.f.G. Frank

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

07 Aug 2023 19:08 - 07 Aug 2023 19:08 #2 von MichaelDah
Hallo Frank,

ich denke Heribert und ich hatten da ja schon mal geantwortet - ich denke an der Sache hat sich ja nicht viel geändert. Nun hast du eine zweit Meinung die dich nicht wirklich weiterbringt - aber möglicher weise einen neunen Aspekt enthält. Ein Urologe sagt ja abwarten. Was hast du denn für Uroflow Werte? Zwischen "läuft garnicht" und "läuft ein bisschen" gibt es ja durchaus Nuancen die da vielleicht entscheiden sein können.

viele Grüße
Michael

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

07 Aug 2023 21:15 #3 von frank
Hallo ,

danke für die schelle Antwort. Uroflow Werte wurden noch nie gemessen. Weis noch nicht mal, ob die so ein Gerät besitzen. Wenn ich das richtig verstehe ist das das Messen des Harnstrahls. Oder ? Nach der letzten OP 01/2023 war der Harnstrahl o.k. Jetz habe ich wieder eine Verengung und es läuft wieder schlechter.
Aber es läuft. ( schwacher Harnstrahl ) Muss auch nachts wieder öfters raus.

Herzliche Grüße Frank.

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

08 Aug 2023 09:58 #4 von MichaelDah
Hallo Frank,

das ist genau wie du schreibst - Uroflow misst den Strahl. Genauer gesagt ist das ein eigentlich nichts weiter als eine Waage die an einen Mess-Rechner angeschlossen ist. Du pieselst in einen Trichter oder ein Becken und die Waage misst was wann in welcher Geschwindigkeit und Menge heraus kommt. Der Rechner zeichnet eine nette Kurve, und errechnet den maximalen und den durchschnittlichen Fluß und noch ein paar andere Parameter.

Zur Auswertung gibt es Nomogramme mit denen man dann auch eine Indikation für eine OP ableiten könnte (das aber selten tut). Der Vorteil zur Urodynamk ist, das kein Mess-Katheder eingeführt werden muss und die Technik deutlich billiger ist so das sie sich auch eine Praxis leisten kann. Der Nachteil ist, das man damit keine Aussage zum Blasendruck treffen kann und erstmal nur anhand der Kurve ein Indiz dafür erhält ob es sich um eine Obstruktion handelt.

Ein weiteres Probleme bei der Sache ist (neben dem Vorhandensein des Gerätes) das du mit einer gefüllten Blase da ankommen musst. Alles unter 100ml lässt sich nicht auswerten und optimale Ergebnisse bekommst du so 250ml aufwärts.

Die Frage nach einem zu niedrigen Blasendruck ist in deinem Fall vermutlich egal, weil man ja schon weiß das es eine Obstruktion ist. Der Punkt ist halt - man muss nicht bei jeder „mäßigen“ Obstruktion operieren. Meine persönliche Meinung ist, das es unter 6-7ml/s kritisch wird. Das hängt aber auch von der Blasengröße, möglicherweise verbleibenden Restharn, möglicherweise schädlichem Blasendruck und einer möglichen Trabakulierung der Blase ab.

Eigentlich sollte der Urologe mit einem Uroflow und einem Ultraschall davor und danach eine ziemliche genaue Einschätzung liefern können. Wenn er sich unsicher ist wird er eine Urodynamik oder eine Refluxzystographie veranlassen. Hintergrund währe hier sicher zustellen das es mit dem vorhandenen Blasendruck zu keinem Reflux in die Nieren kommen kann.

Meine Empfehlung wäre das mal messen zu lassen um objektiv zu sehen wie stark die Obstruktion denn tatsächlich ist. Alles andere ist irgendwie „Glaskugel“ und der würde ich in dem Fall nicht unbedingt vertrauen.

Viele Grüße
Michael

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Moderatoren: MichaelDah
Ladezeit der Seite: 0.162 Sekunden

Inkontinenz Selbsthilfe e.V.

Die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. ist ein gemeinsames Anliegen vieler Menschen. Der Verein versteht sich als ein offenes Angebot. Unsere Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich. Den Verein bewegt, was auch seine Mitglieder antreibt: Wir möchten aktiv zur Verbesserung der krankheitsbedingten Lebensumstände beitragen.

 

Impressum        Kontakt       Datenschutzerklärung

 

 

 

Spendenkonto:
Volksbank Mittelhessen eG
Inkontinenz Selbsthilfe e.V.
IBAN: DE30 5139 0000 0046 2244 00
BIC: VBMHDE5FXXX

Besucher: Sie sind nicht allein!

Heute 143

Gestern 2297

Monat 49855

Insgesamt 9997182

Aktuell sind 84 Gäste und keine Mitglieder online

Alle Bereiche sind kostenfrei, vertraulich und unverbindlich. Wenn Du erstmalig eine Frage im Forum stellen möchtest oder auf einen Beitrag antworten willst, ist es erforderlich sich sich zuvor zu registrieren. Bitte sei bei der Auswahl deines Benutzernamens etwas einfallsreich. Häufig verwendete Vornamen sind normalerweise schon vergeben und jeder Name kann nur einmal vergeben werden. Achte auf korrekte Eingaben bei Passwort, Passwortwiederholung und existierender Mailadresse! (Die Freischaltung kann bis zu 36 Stunden dauern!)

Jetzt kostenfrei registrieren

Anmelden