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Stuhlinkontinenz und Metformin

10 Feb 2024 11:19 #1 von MichaelDah
Hallo liebes Forum

heute melde ich mich mal mit einer Frage. Ich habe ja neben meinen Kontinenzproblemen auch Diabetes. (Typ2) Bislang hatte ich die Werte alleine durch Ernährung relativ gut unter Kontrolle. Nachdem ich im letzten Jahr nochmal angefangen hatte die Ernährung wegen der Stuhlinko zu verändern hat das zwar dazu geführt das es mit der Stuhl Kontinenz deutlich besser wurde dafür aber meine Zuckerwerte inzwischen so schlecht geworden sind das ich Metformin nehmen muss.

Leider fing mit dem Metformin der Ärger mit dem Darm aber wieder an. Ich nehme das Zeug jetzt seit vier Wochen und habe seitdem erhebliche Probleme mit Winden und auch mit dünnem Stuhl. Ich hab gelesen das sich das nach einer weile gibt - bin jetzt nach vier Wochen aber etwas ratlos und ziemlich genervt.

Meine Frage währe - wenn es noch andere mit der Kombination Stuhlinko + Diabetes + Metformin hier gibt: Wie lange hat es bei euch gedauert dauert bis sich der Körper auf das Medikament einstellt hat und gibt es etwas das man gegen die Winde tuen kann?

Viele Grüße
Michael

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12 Feb 2024 12:28 - 12 Feb 2024 12:30 #2 von matti
Lieber Michael,

da Du bekanntermaßen anderen unermüdlich ihre Fragen beantwortest, möchte ich keinesfalls versäumen, auch auf Deine Frage zu antworten. Obwohl ich kein Experte bin und mich ausschließlich auf meine eigenen Erfahrungen stütze, habe ich festgestellt, dass hohe Zuckerspiegel erhebliche Auswirkungen auf meinen Darm haben können und die Konsistenz meines Stuhlgangs beeinflussen. Diese Bandbreite reicht von Verstopfung bis hin zu Durchfall.
Ob Blähungen mit Metformin zusammenhängen kann ich nicht eindeutig sagen, da jeder Körper unterschiedlich auf Medikamente reagiert und es daher schwierig ist, eine genaue Zeitspanne für die Anpassung des Körpers an das Medikament festzulegen. Bei manchen Menschen dauert dieser Prozess länger als bei anderen.

Dennoch gibt es Maßnahmen, die Du ergreifen könntest, um Beschwerden durch Blähungen zu lindern. Eine Möglichkeit besteht darin, die Ernährung weiter anzupassen. Versuche ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte sowie Obst und Gemüse in Deine Mahlzeiten einzubauen. Diese können helfen den Stuhlgang zu regulieren und Blähungen zu reduzieren.

Es könnte auch hilfreich sein kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt einzunehmen und diese langsam zu essen. Durch langsames Essen und gründliches Kauen vermeidet man das Einströmen von Luft in den Magen und dadurch wird Gasbildung verringert.

Zusätzlich könntest du probiotische Nahrungsergänzungsmittel in Erwägung ziehen. Probiotika enthalten "gute" Bakterien, die zur Ausbalancierung der Darmflora beitragen können und Verdauungsprobleme lindern.

Falls diese Maßnahmen jedoch nicht ausreichend sind oder die Beschwerden weiterhin bestehen bleiben, empfehle ich, sich mit dem Arzt oder der Ärztin in Verbindung zu setzen. Sie könnten möglicherweise alternative Behandlungsoptionen oder eine andere Dosierung von Metformin vorschlagen, um die Nebenwirkungen zu minimieren.

Vielleicht auch einmal mit der Einnahmezeit jonglieren oder den Zeitpunkt der Einnahme anpassen, beispielsweise zu den Mahlzeiten, statt davor oder danach. Dies könnte alles die Verträglichkeit steigern.

Ich hoffe sehr, dass sich dein Körper bald an das Metformin gewöhnt und deine Beschwerden nachlassen.
Seit dem 1. Januar dieses Jahres habe ich meine Ernährung komplett umgestellt und seitdem ausgezeichnete Zuckerspiegel erreicht. Zusätzlich habe ich gut 12 Kilogramm abgenommen. Offensichtlich freut sich auch mein Darm darüber, obwohl ich nun etwas mehr Schwierigkeiten habe regelmäßigen Stuhlgang zu haben.

Gruß
Matti

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12 Feb 2024 16:17 - 12 Feb 2024 16:18 #3 von MichaelDah
Hi Matti,

danke für die Antwort und Glückwunsch zu den 12 Kilo :-). Ich war da bislang noch nicht so erfolgreich aber immerhin hab ich jetzt wieder was gefunden wo ich regelmäßig 2x in der Woche funktionelles Training machen kann. Mal sehen ob es auch etwas für das Gewicht bringt - mein BMI von noch knapp unter 30 hatte ich letztes Jahr blöder weise gerissen...

Mit dem Essen hast du natürlich recht… Nur das dann auch so umzusetzen finde ich mitunter schon recht schwierig. Ich hatte vorher viel Vollkornprodukte gegessen - dann kam der Ratschlag vom Darmlabor die mal wegzulassen und lieber mal eine Scheibe Weißbrot zu essen. Den Vorschlag fand ich ja im Prinzip gar nicht schlecht und für die Stuhlkonsistens hatte das tatsächlich was gebracht (genau so wie die Flohsamenschalen abends zu nehmen). Das Problem war allerdings das ich dann immer mehr Hunger hatte denn Vollkorn sättigt halt besser und außerdem wird Weißmehl natürlich schneller in Zucker umgewandelt… Also doppelt blöd…

Die Lösung sollte laut Ernährungsberaterin mehr Gemüse sein - das hat ja auch Ballststoffe füllt den Magen und ist wohl unproblematischer für den Stuhlgang. Im Prinzip ein guter Plan - nur sollte es natürlich auch möglichst solches mit wenig Kohlenhydraten und niedrigem Glykemischen Index sein. Spätestens an dieser Stelle wird die Sache dann schon herausfordernd. Die übliche Gemüse wie Erbsen, Mören, Blumenkohl, Brokolie aber auch Zwiebel und Rosenkohl fallen eher aus - jedenfalls in größeren Mengen. Wenn man dann nicht immer nur an Sellerie, Radischen, Gurken Mangold Spinat oder Spargel nagen will fängt man an zu rechnen, kocht Kartoffeln vor, versucht mit Süßkartoffeln zu subliemieren… So richtig motivierend ist das dann alles nicht mehr - vor allem wenn bei der Rechnung immer rauskommt: FdH und man lieber spontan nach Appetit das Essen plant als schon eine Woche vorher…

Naja - vielleicht finde ich ja noch die richtige Motivation und offenbar muss man da auch wieder viel experimentieren. Wie hast du denn das mit den 12 kilo hinbekommen?

viele Grüße
Michael

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12 Feb 2024 17:13 - 12 Feb 2024 17:19 #4 von matti
Hallo Michael,

ich habe über lange Zeit hinweg nur Gemüse in homöopathischen Mengen konsumiert. Daher mag es zwar sinnvoll sein, Gemüse nochmals anhand des glykämischen Index zu bewerten, aber mein Hauptaugenmerk liegt zunächst einmal darauf, überhaupt Gemüse zu essen.
Obwohl ich also nicht explizit darauf achte, welches Gemüse ich esse, lagen meine Nüchternblutzuckerwerte bis zum 31.12. oft bei etwa 180 und einige Tage nach Beginn meiner Ernährungsumstellung liegen sie immer unter 100. So falsch kann ich also nicht liegen. Und selbst wenn es vielleicht noch besseres Gemüse gäbe, scheint dies sich bereits positiv auf den Blutzuckerspiegel auszuwirken.

Ich praktiziere das Intervallfasten nach der Methode 16:8 - das bedeutet, dass ich nur innerhalb von 8 Stunden esse und dann für 16 Stunden faste. Dies wird als vorteilhaft beim Abnehmen beschrieben, da erst nach einer Fastendauer von ungefähr 10-12 Stunden die Fettverbrennung einsetzt.

Durch diese Umstellung konnte ich meine Dosis Langzeitinsulin erheblich reduzieren - nun komme ich mit lediglich 20-25 Einheiten zu besseren Ergebnissen als zuvor mit 40-60 Einheiten.
Einmal morgens hatte ich einen Nüchternblutzuckerwert von lediglich 68 - anscheinend hatte ich am Vortag etwas übertrieben.

Ich verzichte komplett auf Süßigkeiten und Alkohol, trinke viel Wasser und betreibe mindestens zweimal täglich für jeweils zehn Minuten Sport (Bewegung oder Krafttraining) im Rahmen meiner Möglichkeiten.
Ich meide Fertigprodukte und bereite meine Mahlzeiten jeden Tag frisch zu. Meistens esse ich kein Fleisch, bin aber kein Vegetarier.

Einfach ist es nicht und derzeit habe ich etwas Stillstand. Nehm aber nicht zu.

Gruß
Matti

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13 Feb 2024 13:58 #5 von Phöbe
Hallo Michael,

ich habe zwar kein Diabetes und nehme kein Metformin, aber ich weiß, dass mein Darm auch auf einige Zusatzstoffe in Medikamenten reagiert. Mein Arzt hat mir dringend ans Herz gelegt, Medikamente mit Titandioxid zu meiden, da Titandioxid im Körper Entzündungen hervorrufen kann. Das ist nur ein Beispiel von vielen, wenn auch ein relativ wichtiges. Titandioxid ist in Lebensmitteln nicht mehr zugelassen, während es in Medikamenten weiter verwendet wird. Bei manchen Medikamenten gibt es sogar gar keine Alternativfirma, die das ohne Titandioxid anbietet, was natürlich dann eine Herausforderung darstellt.

Aber vielleicht versuchst Du das Metformin mal von einer anderen Firma, die andere Zusatzstoffe enthält?

Viel Erfolg!

Gruß
Phöbe

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15 Feb 2024 11:29 #6 von MichaelDah
Hallo Phöbe & Matti,

erstmal danke für die Tipps!

@Matti: Das mit dem Intervallfasten ist eine gute Idee. Ich hatte das irgendwie schon wieder verdrängt aber ich hatte das als die Diabetes diagnostiziert wurde auch schon mal gemacht und das war sehr erfolgreich. Irgendwie hab ich es dann aber irgendwann schleifen gelassen… Ich hab da gleich mal wieder anzufangen. Ich bin gerade am probieren was das jetzt mit den Entleerungsphasen macht (damals hatte ich das Problem noch nicht) hab aber bislang nichts negatives ferstgestellt.

@Phöbe
Tja - das ist tatsächlich ein Problem… Ich hatte dieses Thema überhaupt nicht mehr auf dem Schirm und bin ziemlich sauer geworden als ich mir mal den aktuellen Stand gezogen habe.

Um es mal schnell zusammenzufassen: Metformin wirkt nach heutigem Kenntnisstand hauptsächlich durch einen Umbau der Darmflora - genauer gesagt durch die Begünstigung bestimmter Bakterien was dann über drei Umwege wieder einen Einfluss auf die körpereigene Sensibilität für Insulin hat. Da ist es natürlich selten blöd wenn man auf diesen Prozess Tinanoxyd kippt was ja - insbesondere wenn Nanopartikel im Spiel - neben einem Haufen anderer Probleme insbesondere welche im Darm und an der Darmschleimhaut verursacht - die dann genau diesen Prozess behindern... Wenn man dann mal schaut ob es ein Produkt gibt wo das Zeug nicht drin ist: Fehlanzeige. Alle wollen halt - warum auch immer - schöne weiß glänzende Pillen haben. Ich weiß echt nicht welche Gehirnwindung bei den Produktmanager in diesen Firmen gestört ist - das Zeug lässt sich sehr einfach austauschen und es ist eigentlich klar, das es in den nächsten Jahren auch eine EU Reglung geben wird die den Stoff auch in Arzneimitteln verbietet. Da sollte man doch eigentlich denken das vielleicht irgend jemand schon mal innovativ voran geht - scheint aber vermutlich wegen des hohen Preisdruckes der Krankenkassen nicht der Fall zu sein.

Was auch richtig toll ist: Ein weiterer Hilfsstoff in dem Produkt das ich bekommen habe ist Macrogol 6000. Das wird für die Filmherstellung der Kapsel benötigt. Nebenwirkung: u.a. Fatulenz, Durchfall u.v.m. Das Produkt gibt es nicht nur als Hilfsstoff sondern es wird auch gerne in etwas anderer Zusammensetzung als Abführmittel bei Darmspieglungen eingesetzt…

Ich werde mal mit meiner Ärztin darüber reden - ich meine vielleicht sind das ja so homöopathische Dosen, dass sie keine Rolle spielen und die E. coli-Bakterien die da vermehrt wachsen sollen produzieren ja auch Gas - aber andererseits möchte man ja auch kein Medikament nehmen das Inhaltsstoffe enthält die wegen des Verdachtes Krebserregend zu sein und den Darm zu schädigen von der EU bei Lebensmitteln aus dem Verkehr gezogen wurden. Bei einem Stuhlkontinenzproblem ein Medikament zu nehmen das ein Abführmittel enthält scheint mir auf den ersten Blick auch nicht unbedingt zielführend…

Danke & LG
Michael

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15 Feb 2024 15:10 #7 von Phöbe
Hallo Michael,

Macrogol oder andere Abführmittel findet man auch leider in vielen Medikamenten.

Das Titandioxid hat aber leider nicht nur den Effekt des schön-weiß-aussehens. Ich hatte mit einer Pharmafirma telefoniert, weil ich auch ein Medikament nehme, welches auch von anderen Firmen nur mit Titandioxid auf dem Markt ist. Dort habe ich eine interessante Info bekommen. Letztlich ist die Regierung dafür verantwortlich. Und zwar ist für diverse Medikamente gesetzlich vorgeschrieben, dass sie UV-beständig sein müssen. Das heißt, die einzelne Kapsel muss auf UV-beständigkeit geprüft werden. Es würde nicht reichen, die Kapseln UV-beständig zu verpacken. Auch wenn ich von der Pharmaindustrie eine sehr schlechte Meinung habe, muss ich sie hier in Schutz nehmen, denn die UV-beständigkeit lässt sich wohl ohne Titandioxid sehr schlecht in den Griff kriegen. Da müsste also eher gesetzlich etwas geändert werden, dass es reichen würde, die Kapseln UV-beständig zu verpacken und vielleicht einen Vermerk im Beipackzettel diesbezüglich stehen würde. Aber solange das nicht passiert, werden wir weiter vergiftet.

Im Internet hatte ich gelesen, dass es in Medikamenten noch zugelassen ist, weil die Politiker befürchten, dass es bei einem Verbot wieder zu Lieferengpässen kommen würde. Aber wie Du schon schreibst, wäre es doch gut, wenn die ein oder andere Pharmaindustrie schon mal innovativ an einem Ersatz arbeiten würde. Aber ob der Ersatz gesundheitlich besser ist, ist ja dann auch noch fraglich.

Ich habe das Problem so gelöst, dass ich von meiner Ärztin ein Rezept bekomme, wo das Medikament in einer Apotheke speziell angefertigt wird, natürlich sauber, ohne Titandioxid und andere nicht gewünschte Zusätze. Das müsste momentan (noch, denn da soll es ja evt bald eine Gesetzesänderung geben) in jeder Apotheke hergestellt werden können. Natürlich muss es leider selber bezahlt werden.

Viele Grüße

Phöbe

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