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Spastische Blase

17 Jan 2022 09:31 #1 von goimerle
Liebe Forenmitglieder,

durch meinen inkompletten Querschnitt T8-T12 habe ich neben meiner Darmproblematik (Irrigation Peristeen) auch mit der spastischen Blase zu leben. Selbstkathetern alle 4-6 Stunden. Dazu Medikament Mirabegron.

Spastische Krämpfe hatte ich die letzten Jahre selten. Leider häufen sich diese. Vor drei Wochen ca. Stunden mit blutigem Urin. Keine Bakterien. Nach den 4 Stunden war der Spuk vorbei. Vorgestern wieder. Aber nur trüber Urin. Zwangsentleerung alle 10 min. Dauer diesmal ca 3 Stunden. Hatte vor 4 Wochen Check. Blase und Nieren im Ultraschall alles ok, Nierenwerte auch.

Hat hier jemand ähnliche Erfahrung. Kann man einen Auslöser für diese Anfälle ausmachen?

Und: Wer hat Erfahrung mit Botox in der Blase? Hab hier etwas Hemmungen. Einmal wegen meiner Marcumareinnahme (lebenslänglich) und meiner Darminkontinenz.

Lieben Gruß!

- carpe diem -

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17 Feb 2022 19:04 #2 von goimerle
Hallo liebe Community,

hatte jetzt nochmals beim Urologen Untersuchungen. Alles ok. Niere, Blase, Urinkultur. Wird wohl wirklich vom Rückenmarksschaden T8-12 verursacht.

Nun habe ich am Dienstag einen Termin in der Uniklinik für Urodynamik und Blasenspiegelung. Bin da etwas aufgeregt. Sie meinten das ganze dauert etwa eine Stunde und das wars.

Machen die im KH eigentlich einen Urintest vor der Untersuchung?

Lieben Gruß !

- carpe diem -

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20 Feb 2022 12:47 - 20 Feb 2022 12:47 #3 von Ciajaeg
Hallo,

ich kenne es nur so, dass vor jeder Untersuchung im KH eine Woche vorher bereits ein Urintest gefordert wird. Ich mache den dann meistens bei der Hausärztin und dann unmittelbar vor der Untersuchung im KH wird ebenfalls noch einmal einer gemacht.

Die Urodynamik und Blasenspiegelung wurde bei mir an zwei Terminen gemacht, die eigentliche Untersuchung dauerte weniger als eine Stunde, aber mit allem drum und dran (Corona), hat es es drei bis vier Stunden gedauert, ist also nicht "mal eben" gewesen.

Bei mir waren beide Untersuchungen aufgrund meiner "ungewöhnlichen" Anatomie sehr schmerzhaft und ich war danach für mehrere Stunden völlig inkontinent. Das soll keine Angst machen, aber sei entsprechend mit Hilfsmitteln vorbereitet, bei den meisten geht das aber wohl völlig problemlos.

Diese Blasenproblematik, die du im ersten Beitrag beschreibst, hatte ich jeweils nach den Untersuchungen für mehrere Stunden.

Ich wünsche dir eine problemlose Untersuchung und vor allen sinnvolle Ergebnisse.

Alles Gute

Ciajaeg

Diagnosen: Neurogene Dysfunktion des unteren Harntraktes suprapontin, Terminale Detrusor-Überaktivität - Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination - Algurie - Polydipsie/Polyurie-Syndrom - chronische Harnretention -
Myalgische Enzephalomyelitis (ME-CFS) - (POTS) - Dysautonomie - Polyneuropathy

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28 Feb 2022 15:16 - 28 Feb 2022 15:18 #4 von goimerle

Ciajaeg schrieb: Hallo,

...

Ich wünsche dir eine problemlose Untersuchung und vor allen sinnvolle Ergebnisse.

Alles Gute

Ciajaeg



Hallo Ciajaeg,

danke Dir! Hier mein kurzer Bericht. Die Urodynamik fand in der Uniklinik statt.

Nachdem ich für die Urodynamik vorbereitet wurde kam der Urologe, Fachbereich u.a. Neurourologie. Er fragte nach meiner Krankheitsgeschichte, meinem inkompletten Querschnitt (vor allem Höhe Bwk T8-12, Myelopathie ab T6). Dann nach den Ergebnissen der bisherigen Checks (Querschnittszentrum Ulm, Neuroradiologie und und und). Er nahm sich richtig viel Zeit.

Er erklärte mir dann den Ablauf, warum auch im Po eine Messung stattfindet usw. Jedenfalls startetet er dann mit dem Befüllen der Blase. Bei 50 ml entleerte sich diese aber ..... Nach 4 weiteren Versuchen, die ebenso durch die spastische Blase früh abgebrochen wurden erklärte er mir: Die Blase ist heute sehr spastisch :-) Ich sagte ihm, die Blase hat aber immer noch viel Kapazität. Habe morgens 450 ml kathetert. Und er bestätigte auch, dass die Blase (auf dem Röntgenbild während der Untersuchung) auch keine Auffälligkeiten in Sachen Größe zeigt. Allerdings tpyisches "Aussehen" auf dem Bild einer spastischen neurogenen Blase - während Spastiken.

Da mir anscheindend Betimga 50mg nicht zu helfen scheint, höhere Dosierung oder andere Antispastikmediks wegen meinem Glaukom nicht möglich wären, empfahl er mir die Botoxinjektion.

Werde nun mit meinem Urologen den Befund besprechen und dieses Jahr wohl die erste Botoxsitzung machen. Der Neurourologe erklärte mir wegen meiner Vorerkrankung wird das immer eine "Übernachtung" bedeuten. Und das eventuell alle 4-9 Monate. Aber wenn es hilft: Gerne!

Lieben Gruß !

- carpe diem -

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28 Feb 2022 17:02 - 28 Feb 2022 17:13 #5 von Ciajaeg
Hi,

danke für das Update, es scheint ja nicht so wahnsinnig unangenehm gewesen zu sein. Ich hatte dabei echt Schmerzen.

Was die Medikamente angeht, die habe ich nun auch alle durch, alle mit starken Nebenwirkungen.

Ich habe die Botox-Behandlung, meine erste, nächste Woche, ebenfalls stationär und mit Vollnarkose wegen Komplikationen bei der Blasenspiegelung.

Parallel läuft gerade eine Untersuchung auf Diabetes Insipidus Centralis, diese Diagnose ist plötzlich wahrscheinlicher geworden, ebenso die Interstitielle Cystitis, da vor einigen Tagen bei mir das Posturale Orthostatische Tachykardie Syndrom (POTS) nachgewiesen wurde.

Bisher hieß es immer, dass mein Rücken die Probleme mit der Blase verursacht, aber mittlerweile wird es immer deutlicher, dass es wohl doch die Myalgische Enzephalomyelitis ist, die eine schwere autonome Dysfunktion verursacht.

Ich bin gespannt und erzähle dir, wie die Botox-Behandlung gelaufen ist.

Bis dahin alles Gute!

Ciajaeg

Diagnosen: Neurogene Dysfunktion des unteren Harntraktes suprapontin, Terminale Detrusor-Überaktivität - Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination - Algurie - Polydipsie/Polyurie-Syndrom - chronische Harnretention -
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01 Mär 2022 17:42 #6 von goimerle

Ciajaeg schrieb: Hi,
...

Ich bin gespannt und erzähle dir, wie die Botox-Behandlung gelaufen ist.

Bis dahin alles Gute!

Ciajaeg


Hallo Ciajaeg,

danke Dir. Ja, wir bleiben in Kontakt. Alles Gute, TOI TOI TOI !

Lieben Gruß

- carpe diem -

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11 Mär 2022 13:01 - 11 Mär 2022 13:02 #7 von Ciajaeg
Hallo,

die Botox-Behandlung ist nun zwei Tage her. Die Vollnarkose verlief ohne Probleme, ich blieb noch über Nacht im Krankenhaus mit einem Dauer-Katheter.

Ich habe in 24 Stunden über den Katheter mehr als 8000ml Urin ausgeschieden - da ist also auf jeden Fall noch ein weiteres Problem bei mir.

Es blutete am Katheter vorbei, aber nach dem Ziehen hatte ich keine nennenswerten weitere Probleme. Bei anderen auf der gleichen Station war nichts mit Blut nach der Botox-Behandlung, das liegt also wohl speziell an mir.

Meine Blase ist heute etwas gereizt, eine Verbesserung merke ich noch nicht, die Ärzte meinten, das würde ein bis drei Wochen dauern. Da muss ich also noch ein wenig warten. So wie das bei mir gelaufen ist, war es in jedem Fall kein Problem, der zeitliche Aufwand ist natürlich irre, wenn man bedenkt, dass die eigentliche Prozedur nur 10 Minuten dauern soll.

Nach meinem persönlichen Horror bei der Blasenspiegelung würde ich aber ungern das Ganze ohne Narkose machen.

Hoffentlich funktioniert es und ich habe zumindest einige Monate Ruhe.

Bis denn

Ciajaeg

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12 Mär 2022 09:00 #8 von mich
Hast du dich bei der Blasenspiegelung verkrampft? Bei mir war es zwar ein wenig unangenehm, aber ich habe am Bildschirm alles verfolgen können. Auch hat der Arzt mir alles erklärt.

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12 Mär 2022 16:39 - 12 Mär 2022 16:44 #9 von Ciajaeg
Hallo mich,

Der Beckenboden ist grundsätzlich verkrampft, auf dem Rücken liegend ist es noch schlimmer, aber das Problem ist wohl eher eine "ungewöhnlich hohe Barre" und eine "S-Kurve" der Harnröhre kurz vor dem Sphinkter. Der Arzt hat mich schon ordentlich verletzt, als er rein gegangen ist, da hat auch die lokale Betäubung nichts geholfen.

Es hat wirklich sehr weh getan, entspannen fällt einem dann nicht unbedingt leichter.

Vermutlich ist das jetzt bei der Botox-Behandlung auch wieder so gewesen, zumindest hat es wieder reichlich geblutet, aber der Katheter hat wohl die Heilung erleichtert. Durch die Vollnarkose kann ich ja nicht verkrampfen. Ich hatte aber kein Gespräch mit der ausführenden Ärztin, daher weiß ich nicht, ob sie es ebenso schwierig fand. Aber wie gesagt, so viel nachbluten ist wohl nicht üblich.

Bis denn

Ciajaeg

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13 Mär 2022 09:24 #10 von mich
Du schreibst von einem Sphinkter. Hat er ihn nicht deaktiviert. Ich habe extra für solche Dinge wie Blasenspieglung oder Katheter eine Warnung in der Geldbörse. Er könnte dabei sogar beschädigt werden.

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