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Gdb nichtorganische Stuhlinkontinenz

01 Aug 2011 09:29 #11 von Sebald
Hallo Madlen,

ich denke auch, daß ein neuer Angang mit neuem Befundmaterial - Klinik ist da schonmal nicht schlecht - zu einem 'besseren' Ergebnis führen wird. Hoffentlich hast Du dafür die Zeit, und es drängt nicht - drohender Arbeitsplatzverlust etwa.

Ebenso wichtig ist sicher, daß der Hausarzt nachdrücklich gutachtet, also den fachärtzlichen Befunden Lebensähe verleiht.

Gutachter reagieren m.E. schlichtweg auf medizinische Kennwörter. Wobei man halt nie ganz genau weiß, woran es liegt, wenn man keine angemessene Einstufung erfährt. Das nervt an dem Verfahren. Es gibt auch Fälle (so bei mir), wo eine Sache schlichtweg übersehen wurde.

Ich halte es übrigens für nicht ausgeschlossen, daß bei der Begutachtung die psychische Genese der Schließmuskelschwäche so gedeutet wurde, als könne sich das noch wieder geben. Dann gibt man diesem Punkt im Gesamtbild halt weniger Gewicht. Bekanntlich summieren sich die Grade ja nicht. Waren die 30 denn immerhin unbefristet?

Alles Gute,
Sebald

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01 Aug 2011 15:24 #12 von Madlen
Hallo Sebald,

ja, die bisherigen 30 sind unbefristet. Zum Glück drängt es auch nicht, da ich schon irre lange im ÖD beschäftigt bin und keine Kündigung droht. Eine Gleichstellung habe ich allerdings nicht, da dies wohl sehr gut begründet (drohende Kündigung etc.) sein muss. Deshalb habe ich den Antrag gar nicht erst gestellt.

Ich schaue mal, wie es nun weiter geht und werde dann ggf. entsprechend verfahren. :)

Danke für deinen Zuspruch :wink:

Viele Grüße
Madlen

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14 Nov 2011 17:02 #13 von Madlen
Hallo zusammen,

mal wieder ein kleines Update. Mittlerweile habe ich den Neurologen gewechselt bzw. wechseln müssen und nun stehen weitere Untersuchungen an: erneutes EEG, das letzte vor ein paar Monaten brachte "dezente" Herde zum Vorschein, nächste Woche dann erneutes MRT, diesmal vom LWS-Bereich, danach dann Liquoruntersuchung. Das Thema MS ist leider doch noch nicht ganz vom Tisch :( . Scheinbar ist die Diagnose bei dieser Erkrankung recht schwierig.

Viele Grüße
Madlen

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15 Nov 2011 07:32 #14 von Birgit
Guten Morgen Madlen! :cheer:

Das mit der Diagnose MS ist auch wirklich schwierig. Es müssen mehrere Faktoren zusammen kommen um zu sagen es ist höchstwahrscheinlich MS. Ich selbst habe Anfang 2005 erst eine gesicherte Diagnose bekommen nachdem CT, MRT und Liquor zusammen ein Bild ergaben. Ich habe seit 2006 Blasenentleerungsstörungen die mit dem Medikament Ubretid behandelt werden, obgleich es auch von meiner Total-Op kommen könnte. Da ist der Uro sich nicht ganz sicher, aber egal so habe ich es im Griff. Ich wünsche Dir das sich der Verdacht auf MS doch nicht bestätigt!

Liebe Grüße
Birgit

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30 Dez 2013 16:06 #15 von rennsemmel2704
Schade das uns Madlen nicht erzählt hat, wie jetzt weiter gegangen ist.
Vielleicht liest sie diesen Fred und meldet sich mal. :silly:

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01 Jan 2014 15:24 #16 von Madlen
Hallo,

zunächst einmal ein gesundes neues Jahr allen und sorry, dass ich mich nicht mehr gemeldet habe.

Mittlerweile war ich eine Woche in der Neurologie. Dort wurden (bis auf Liqour) noch einige Untersuchungen gemacht. Da diese Untersuchungen ebenfalls kein Ergebnis brachten, wurde auf die Liqouruntersuchung verzichtet. Mir wurde gesagt, dass ich vermutlich an einer schweren Depression leide. Seither versuche ich alle Beschwerden zu ignorieren bzw. hinzunehmen. Aufgrund meiner schlechten psychischen Verfassung bin ich nun in psychiatrischer Behandlung und steuere irgendwie wohl auf eine EU-Rente zu :unsure: Eine Psychotherapie ist nun angefangen, ein Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik ist vorgesehen (lange Wartezeit) und dann mal weitergucken :S

Also alles in allem nicht so berauschend, aber Leben geht weiter :dry:

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01 Jan 2014 16:29 #17 von Ano
Liebe Madlen !

Ich finde es super gut, dass Du Deine Depression "in Angriff" genommen,
Du Dich in psychiatrische Behandlung begeben und
einen entsprechenden Krankenhausaufenthalt geplant hast.
Das ist ein guter Schritt auf dem Weg zur Besserung.

Der Heilungsverlauf wird sicher längere Zeit dauern, aber es ist zu schaffen !!!

Einem Nachbarn von mir ging es ähnlich - es dauerte ca. ein Jahr (incl. dreier stationärer Aufenthalte).
Heute geht er nur noch sporadisch (bei Bedarf) ambulant zum Psychiater und es geht ihm relativ gut.

Ich wünsche Dir Kraft und Mut und vor allem Geduld !!!

LG, Ano

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01 Jan 2014 17:11 #18 von rennsemmel2704
Ein gesundes und gutes Neues Jahr wünsch ich allen.

Hallo Madlen,
Ich finde es schön das Du dich noch gemeldet hast.
Das mit den Depressionen ist immer so eine Sache .Man kann es sich gar nicht vorstellen das so etwas den Körper so durcheinander bringt.
Ich habe MS und wenn ich einen Schub habe, bekomme ich Hochdosiertes Cortison (an 5Tagen je Tag 1000mg intravenös). Dieser Cortisonstoss verursacht bei mir immer schwerste Depressionen. Da lande ich fast jedes mal in der Psychiatrie. Entweder habe ich Todesangst und weiß aber nicht vor was und warum oder ich bin Suizid veranlagt. :sick:
Zum Glück ist das aber nur vorübergehend.
Ich würde dich jetzt gern mal Drücken aber das geht leider nicht. Ich weis was Du da durchmachst und bestimmt viele hier im Forum.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und eine " Gute Zeit in der Psychiatrie". :sleep:
Bleib da Drinnen so lange Du kannst.. Es ist nur zu deinem Vorteil.
Bleib dran und melde dich doch dann mal, wie es weitergeht.
Fühl Dich ganz fest gedrückt von mir
und Liebe Grüsse Gabriele

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02 Jan 2014 08:25 #19 von Madlen
Vielen Dank für eure lieben Worte. Für mich ist es immer noch schwer fassbar, dass die Depressionen meinen Körper so im Griff haben. Eine "handfestere" Diagnose wäre mir fast lieber :unsure: Im Umkehrschluss müsste es aber ja bedeuten, dass mein Köprer, wenn es mir gelingt aus dem Tief herauszukommen, sich wieder normalisiert.

Ich werde mir auf jeden Fall jetzt die Zeit nehmen, die ich brauche, um wieder gesund zu werden und alles ausschöpfen, was die Psychiaterin vorschlägt. :)

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05 Mär 2014 23:03 #20 von Dirk
Hallo Madlen,

ich habe deinen Eintrag aufgrund einer Suche bei Google gefunden, teilweise sind mir deine Symptome persönlich sehr bekannt. Seit einigen Wochen leide ich selbst auch noch unter Stuhl- und Urininkontinenz.

Hast Du oder einer deiner Ärzte mal über Parkinson nachgedacht?

Einige der Frühsymptome sind Depressionen, Inkontinenz, usw.

Seit Jahren leide ich selbst unter Depressionen und war auch schon 2012 in einer Psychosomatischen Kur. Die Kur war wirklich eine sehr große Hilfe (ich war in der Hartwaldklinik II, in Bad Zwesten). Seit Jahren war und bin ich auch ständig in psychotherapeutischer Behandlung. Seit Januar 2014 steht bei mir die Diagnose Parkinson.

Die Depressionen sind bei mir eine Auswirkung der Parkinson (fehlerhafte Gehirnchemie). Ich nehme neben Cipralex (Antidepressiva) auch noch diverse Parkinsonmittel.

Mein Rat an alle mit Depressionen lautet,: "Geht zum Psychiater der gleichzeitig ein Neurologe ist (erspart die Besuche von weiteren Ärzten und steigert die interdisziplinäre Kompetenz) und akzeptiert die Depressionen".

Hiermit meine ich nicht das Versinken in der Depression sondern das Leben mit der Depression. Durch meinen Tinnitus habe ich dieses auch erlernen müssen. Ich habe beidseitig einer ständigen ca. 16 KHz Ton in unterschiedlicher Lautstärke seit über 15 Jahren. Damit meine ich seit über 15 Jahren rund um die Uhr. Den Ton kann man nicht ausschalten, der Versuch mit Macht dagegen anzukämpfen ist aussichtslos.

Nur wenn man den Tinnitus als Teil eines Selbst akzeptiert, und lernt mit Ihm umzugehen, kann damit leben. In der Praxis sieht das so aus, dass ich den Tinnitus mittlerweile (zu mindestens zum größten Teil) ignorieren kann. Ich habe gelernt mit Liebe und Akzeptanz mit dem Tinnitus zu leben.

Das gleiche mache ich gerade auch mit der Depression durch, auch hier kann man nichts mit Macht oder Druck erreichen.

Bei dem Thema GdB und Versorgungsamt kann ich Dir nur den Tipp geben, schildere deine Beeinträchtigungen und Benachteiligungen gegenüber gesunde Mitmenschen deines Alters und deiner Lebensumstände sehr ausführlich. Du musst klarmachen, dass deine gesundheitlichen Einschränkungen deine Lebensqualität sehr einschränken und Du dadurch erheblich im Empfinden und in der Lebensqualität benachteiligt bist. Sei bitte sehr ausführlich und auch persönlich, da eine sachliche Schilderung keine Emotionen transferiert. Beispiel:
Ich habe 2 bis drei mal die Woche eine Stuhlinkontinenz.
Ich lebe ständig in Angst aufgrund meiner Stuhlinkontinenz, für mich peinliche Situationen zu erleben. Jeder Einkauf oder jede Unternehmung muss ich im Voraus planen. Wo kann ich zur Toilette, wo kann ich mich Umziehen, welche Wechselsachen muss ich mitnehmen .........Sieht man meine Einlage durch die Hose, zeichnet sich die Einlage durch den Rock ab......Wie kann ich längere Strecken mit dem Auto, Zug, Bus überstehen......... Was ist mit den Ängsten auf der Arbeit, mit den Einschränkungen bei der Arbeit, dem Sport, dem gesellschaftlichen Leben, den Festivitäten.....

Verstehst Du was ich meine.

Naja, fürs erste mal sollte ich jetzt wohl aufhören.

Ich wünsche Dir alles Gute und einen schnellen Kuranfang, Dirk.

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