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Wohin mit den gebrauchten Windeln?

08 Mär 2007 12:12 #1 von matti
Hallo!


Aufgrund eines Artikel, vom heutigen Tag, im Kölner Stadt Anzeiger, würde ich ebenfalls gerne die Frage stellen: Wohin mit den gebrauchten Windeln?

Einige Städte und Kommunen stellen Inkontinenz Betroffenen (mit ärztlichem Attest) sogenannte Windelsäcke kostenlos zur Verfügung.

Der sicher gut gemeinte Ansatz bzw. Vorschlag (siehe unteren Artikel) ist allerdings für die Praxis, aus meiner Sicht, mit einigen "Denkfehlern" versehen.

1. Ein Windelsack ergibt bestimmt ein prima Aroma, gerade wenn wir an den Hochsommer denken. Bei uns kommt die Müllabfuhr z.B. nur alle 14 Tage. Wo und wie soll man einen Windelsack zwischenlagern?

2. Ein ärztliches Attest über eine bestehende Inkontinenz gehört meiner Ansicht nach nicht in die Hände einer Sachbearbeiterin der Stadt oder eines privaten Müllunternehmers.

3. Auf diese Art und Weise erfährt letztendlich die ganze Strasse, dass man an einer Inkontinenz leidet. Sehr diskret!

Ein offener Umgang mit der Inkontinenz ist etwas anderes als ein erzwungenes "Outing".

Mich würde von euch interessieren, ob es andere Entsorgungsmöglichkeiten in euren Städten gibt bzw. ob ihr nicht auch oftmals an die Belastungsgrenzen eurer Mülltonen (Volumen) herankommt.

Im Anhang der Artikel aus dem Kölner Stadt Anzeiger vom heutigen Tage.

Gruß

Matti

Wohin mit den gebrauchten Windeln?
ERSTELLT 08.03.07, 10:15h
Leichlingen - Wohin mit gebrauchten Windeln? Die Leichlinger CDU-Fraktion will das Problem mit einem neuen Entsorgungs-System über die Müllabfuhr aus der Welt schaffen. Die Christdemokraten haben die Einführung von speziellen Windel-Säcken beantragt, die bei der normalen Restmüllabfuhr an die Straße gestellt werden können.
Angeboten werden sollen die Säcke Familien mit Kindern bis zum vollendeten dritten Lebensjahr sowie Senioren und anderen Personen, die ein ärztliches Attest über Inkontinenz vorweisen können. Ihnen sollen die Windelsäcke kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Fraktionsvorsitzender Rolf Ischerland führt in seinem Antrag als Vorbild die bergischen Kommunen Morsbach und Engelskirchen an, die ähnlich verfahren. Die Windelsäcke seien ein Beitrag zur kinderfreundlichen Gesellschaft und eine Reaktion auf den demografischen Wandel

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09 Mär 2007 17:38 #2 von webbi
Hallo Matti,

an deiner Stelle würde ich mich durch solche Nachrichten nicht irritieren lassen. Das ist nicht nur "geschmack"los von dem Herrn der CDU, sondern steht diametral zum Datenschutz und auch zu den Geheimhaltungsvorschriften der Mediziner; ein solches Attest darf dir gar nicht ausgestellt werden!!

In Köln werdet es ihr wie wir hier in Berlin auch gehalten haben: gebrauchte Windeln ab in den Restmüll! Und das auf dezente Weise. So soll es auch bleiben.

MfG
webbi

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09 Mär 2007 22:17 #3 von matti
Hallo Webbi,

nun, der Gedanke der dahinter steckt ist ja grundsätzlich nicht schlecht. In unserem Hause haben wir schon erhebliche Probleme mit der anfallenden Menge bzw. der Entsorgung der Inkontinenzhilfsmittel. Dies liegt vor allem daran, dass mehr als die Hälfte der Hausbewohner inkontinent ist.

Nun, würde es aber wahscheinlich sämtliche Ratten des Wohnorts anziehen, wenn hier alle 14 Tage 10 Säcke mit Windeln rumstehen, in denen die Windeln und Vorlagen schon 14 Tage rumgammeln.

Ich halte diese Idee für unausgegoren. Ein zusätzliche kleine Mülltonne könnte das Problem viel besser lösen.

Allerdings ist es in Zeiten, wo die Deutschen möglichst alleine die Welt vor dem Klimakollaps retten sollen, schwierig politische "Irrwege" zu korrigieren.

Matti

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10 Mär 2007 12:53 #4 von Struppi
Hallo zusammen!

Hier in Kiel können inkontinente Mitbürger gegen einen rel. geringen Aufschlag eine extra-Tonne beantragen (ob mit oder ohne Attest ist mir leider nicht bekannt), ich frage aber mal nach.

Diese Lösung wird von der Stadt schon lange praktiziert. Insbesondere bei Mehrfamilienhäusern mit z.B. 6 Mietparteien ist ansonsten das Fassungsvermögen der gemeinschaftlich genutzten Tonnen schnell erreicht.

Bei mir läßt sich der Müllberg recht einfach in den 6 Containern entsorgen, es kommt zu keinen "Überladungen", da die Container 1 x die Woche geleert werden.

Werde aber mal nachhaken, wie das 1. mit dem Attest (Datenschutz, s.o.) und 2. den Kosten für die Tonnen aussieht.

Mit den besten Grüßen und noch ein schönes WE

Struppi

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10 Mär 2007 23:35 #5 von eckhard11
Ich habe damit keine Probleme, da ich Kondomurinale verwende.

Auch hier zeigt sich einer der erheblichen Vorteile von Kondomurinalen....

Ich leg mich wieder hin :sleep:
Eckhard

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11 Mär 2007 00:23 #6 von klaro
super Beitrag, Eckhard

dies finde ich sehr wichtig, wer als Mann nämlich keine Stuhlinkontinenz hat, kann sich durchaus auch mit dieser Variante einmal auf Probe auseinandersetzen.

Ist sehr gute Variante.. ich würd sagen, *eindeutig die bessere*


Danke Eckhard, finde deinen Hinweis, sehr wichtig. Das Problem Entsorgung kann auch so angegangen werden. klaro :wink:

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21 Mai 2007 01:54 #7 von mehlbox2001
... ich sage nur "Restmüll", und empfehle dringend Müllbeutel, die man zubinden kann. Wenn ich mich mal vergriffen hab beim Mülltütenkauf, tut's ein Klebestreifen auch ...

Andreas

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23 Mai 2007 18:49 #8 von Struppi
Hallo zusammen!

Ich hatte ja gesagt, ich würde bei der Stadt Kiel noch mal nachhaken - und erhielt darauf hin diese beigefügte, einfach nur "entzückend" zu nennende Mail. Ich kopiere die der Einfachheit halber mal hier rein.

Sehr geehrter Herr Bender,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 14.03.07 sowie vom 17.03.2007.

In Bezug auf Ihre Anfrage, ob für inkontinente Menschen besondere bzw. zusätzliche Abfallbehälter zur Verfügung gestellt werden, teilen wir Ihnen mit, dass es sich hierfür keinen besonderen bzw. zusätzlichen Abfallbehältern bedarf. Sollte jedoch der jetzige Abfallvolumen vor Ort nicht ausreichen, können Sie gerne eine Erhöhung des Abfallvolumens beantragen.

Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen weiterhin gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Nilgün Gökbayrak

Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel
71.2.1 (Kundenzentrum)
Daimlerstraße 2
24109 Kiel
Zimmer: 26
Telefon: (04 31) 58 54 -155 Telefax: (04 31) 58 54 -135
E-Mail: Nilguen.Goekbayrak@abki.de
http://www.abfall-a.de


Tja, was soll man sagen... es sieht so aus, als sei das mir bekannte Angebot nicht mehr ganz aktuell gewesen als ich großspurig davon geschrieben hatte.

Schade...

Gruß

Hannes

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24 Mai 2007 07:55 #9 von Chris
Hallo Hannes,

auch wenn auf den ersten Blick die Stelle, bei der du angefragt hast richtig erscheint, so scheint mir doch der bessere Weg zu sein, bei z.B. den Gleichstellungsbeauftragten oder der Zentralen Verwaltung unter Hinweis auf die Gleichstellung von Behinderten nachzufragen.

Es ist einleuchtend, dass die Sachbearbeiter bei der Müllabfuhr zunächst versuchen eine größere Tonne "zu verkaufen", aber es gibt nach Aussage des Gesundheitsministeriums eine Dienstanweisung, dass erforderlicher Entsorgungsraum "kostenneutral" zur Verfügung zu stellen ist.

Wenn es also zum wirklichen Problem wird - unter Hinweis darauf noch mal bei der Stadtverwaltung nachhaken - das führt vermutlich weiter.

Machs gut

Chris

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07 Jun 2007 20:23 #10 von cattolica
Hallo,
ich habe das Problem für meinen Mann ganz einfach gelöst:
Ich habe im Internet bei einem bekannten Spielwarenhandel "my Toys" einen Windeleimer "Sangenic Windeltwister" gekauft!
Hier kann man die Vorlagen reingeben, die Windelkassette (Plastikschlauch) wird 3-4 x um sich selbst gedreht, Deckel wieder drauf, und es ist alles hygienisch und geruchsdicht verschlossen!
Es geht eine große Menge an Vorlagen in den Windeltwister hinein,
sodass man nicht immer zur großen Mülltonne rennen muss!
Probiert es doch mal aus, Ihr werdet auch begeistert sein!
Grüße cattolica

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