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Harninkontinenz (nur) durch psychische Belastung möglich?

12 Jul 2023 07:38 - 12 Jul 2023 07:43 #11 von MichaelDah
Hi Martin,

Oje… jetzt kapern wir den thread… vielleicht nur ganz kurz:. Stimmt - man kann im MRT keine einzelnen Nerven sehen. Das ist aber auch nicht notwendige weil Entzündungsherde, Tumore und anderer Mist _i.d.R_ deutlich größer als 1mm sind wenn sie in der Wirbelsäule bereits Effekt wie eine Inkontinenz auslösen (die Auflösung bei MRT Standarduntersuchungen ist i.d.R. 3mm, 1mm ist die hochauflösenden Variante).

Was die EMG angeht - ich vermute du meinst hier EP‘s (evozierte Potentiale). Der wesentliche Unterschied zwischen EMG und EP ist der, das du beim EMG den Sender nicht kontrollierst sonder nur die Spannung misst die z.B. an einem Muskel anliegt. Simpelstes Beispiel ist ein Biofeedback Geräte zum Beckenbodentraining.

Bei den evozierten Potentialen kontrollierst du den „Sender“. Bedeutet: Du erzeugst einen Impuls (das kann ein kleiner Stromschlag, ein Lichtblitz, ein Geräusch u.s.w.) sein und misst mit einem speziellen EMG (z.B. ENG, EEG) was davon wie schnell noch am Messpunkt ankommt.

Auf diese weise kannst du viel der _äußern_ (hier mit Bezug auf die Extremitäten) _motorischen_ Bahnen durchmessen und bei ein paar sensorische Bahnen den „Verarbeitungs Effekt“ beobachten (EEG). Leider sind EP‘s was die sensorischen Bahnen angeht sehr unspezifisch. Anders ausgedrückt: Kribbeln und Taubheitsgefühle lassen sich mit EP‘s eher nicht verorten wenn die Ursache in der Wirbelsäule liegt.

Das klappt viel einfacher und ohne große Technik einer simplen Büroklammer oder etwas genauer einem kleinen Kunstoff Draht, der beim Aufsetzen etwa 10g Druck ausübt, einem kleinen Reagenzglas mit kaltem und warmen Wasser und der ISCOS scale (gibt es u.a. hier: ISCOS Arbeitsblatt ). In bestimmten Fällen hilft auch noch eine spezielle Stimmgabel mit einer Skale am Kopf mit man die Vibrationsempfindlichkeit ermitteln kann.

Deshalb hatte mich interessiert wo die bei dir genau gemessen haben.

Viele Grüße
Michael

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05 Aug 2023 13:08 #12 von stella
Liebe Rose,

Zuallererst möchte ich dir versichern, dass es absolut normal ist, sich in dieser Situation besorgt und gestresst zu fühlen. Die Geburt eines Kindes ist eine wunderbare, jedoch auch körperlich anspruchsvolle Erfahrung, die den Körper auf vielfältige Weisen beeinflussen kann. Es ist wichtig anzusprechen, dass Inkontinenz nach der Geburt keine Seltenheit ist und unterschiedliche Formen annehmen kann.

Die Begriffe Stressinkontinenz, Dranginkontinenz und Mischinkontinenz mögen auf den ersten Blick verwirrend erscheinen, doch sie beschreiben lediglich verschiedene Arten von Inkontinenz, die nach der Geburt auftreten können. Während der Schwangerschaft und Geburt durchläuft der weibliche Körper zahlreiche Veränderungen, einschließlich hormoneller Anpassungen und muskulärer Veränderungen im Beckenbodenbereich. Diese Veränderungen können tatsächlich zu Schwierigkeiten bei der Blasenkontrolle führen – ich habe das auch nach der Geburt meines ersten Kindes erlebt. Damals hat kaum jemand darüber gesprochen und ich war wirklich beunruhigt.

Aber du solltest wissen, dass du damit nicht alleine bist. Viele Frauen haben ähnliche Erfahrungen gemacht und haben Wege gefunden, mit dieser Herausforderung umzugehen. Der erste Schritt ist, offen darüber zu sprechen, so wie du es gerade getan hast. In diesem Forum sind wir hier, um Unterstützung, Informationen und gemeinsamen Austausch anzubieten. Übrigens, wurde bei dem MRT damals noch etwas herausgefunden?

Es könnte auch eine gute Idee sein, mit einem Gynäkologen oder einem Experten für Beckenbodenphysiotherapie zu sprechen, um herauszufinden, welche Art von Inkontinenz du erlebst und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Was deinen Stress betrifft, ich verstehe, dass es leichter gesagt als getan ist, aber vielleicht könntest du dir mindestens 20 Minuten am Tag für dich selbst nehmen, um dich um deine Gesundheit und Bedürfnisse zu kümmern. Ob es Yoga, ein entspannendes Bad, Singen oder das Genießen einer ruhigen Mahlzeit ist, diese Zeit kann dir guttun. Ich persönlich finde die Yoga-Videos von Madi Morrison auf YouTube sehr hilfreich – sie bietet verschiedene Videos, auch kürzere, etwa zehnminütige Sessions. Zudem könnte es sinnvoll sein, auf einen gesunden Schlaf zu achten, um gestärkt in den Tag zu starten. Melatonin Melatonin kann dabei helfen, oder auch autogenes Trainingautogenes Training .

Nimm dir die Zeit für Selbstfürsorge und sei gewiss, dass wir hier sind, um dich zu unterstützen.

Umarmend,
Stella

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05 Aug 2023 15:25 #13 von Rose
Hallo Stella,

Danke für die lieben Ratschläge und Erfahrungen.
Ich bin inzwischen schon etwas weiter gekommen bzw. vermuten 3 Ärzte dass es inzwischen nicht mehr mit der Geburt zusammenhängt. Die ersten 6 Monate nach der Entbindung hatte ich nämlich keine Probleme mit Inkontinenz.

Bei den MRTs HWS, BWS + LWS gab es keine Auffälligkeiten. Ich vermute inzwischen dass es ein Problem mit dem Becken gibt und meine Probleme daraus resultieren.
Genau ist das Ganze in meinem Thread "völlig verzweifelt-Fragen zu neurogener/spastischer Blase" nachzulesen.

Auszeiten versuche ich mir nun immer regelmäßiger zu nehmen. Ich mache seit Wochen fast täglich Übungen für den Beckenboden und gehe einmal wöchentlich zu einem Sportkurs für Mütter.

Ganz liebe Grüße
Rose

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05 Aug 2023 15:39 #14 von stella
Hallo meine Liebe,

ich muss dir direkt nochmal antworten. Das hört sich sehr belastend an. Natürlich will man immer, dass alles okay ist, aber wenn alles okay ist und man trotzdem Beschwerden hat... dann ist das wirklich schlimm. Was mir nun in den Sinn kommt, ist eine osteopathische Behandlung. Nicht die klassische Schulmedizin, aber besonders, wenn diese an ihre Grenzen stößt, lohnt es sich, das auszuprobieren. Es kann durchaus sein, dass irgendwo eine Blockade vorliegt oder ähnliches. GANZ WICHTIG ist jedoch (falls du da mal schauen willst), dass du darauf achtest, zu einem Osteopathen zu gehen, der eine zertifizierte Ausbildung hat, beispielsweise bei der IAO. Der Begriff 'Osteopath' ist in Deutschland leider nicht geschützt, weshalb es sehr viele Scharlatane gibt. Die ausgebildeten Osteopathen sind jedoch Gold wert.

Ich schicke dir sehr viel Kraft und freue mich zu lesen, dass du dir auch Zeit für dich nimmst. Das ist das wichtigste, was wir Mamas tun können, um für unsere Kinder da zu sein.

Liebe Grüße,
Stella

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05 Aug 2023 20:53 #15 von Rose
Vielen lieben Dank Stella.
Ich habe erst lernen müssen, dass auch und besonders Mamas mal Auszeiten vom Baby-Alltag brauchen.

Es ist ja nicht so, als hätte man noch garnichts gefunden. In einer Urodynamik ist herausgekommen dass mein Urethra Druck deutlich zu niedrig ist. Warum das so ist und eine genaue Diagnose gibt es aber noch nicht.
Ich hoffe so sehr, dass man hier noch irgendwas verbessern kann und es nicht für immer so bleiben wird.

Bei einem Osteopathen war ich bereits 3x in den vergangenen Wochen. Er konnte mir bzgl. der Inkontinenz nicht helfen.
Ob er zertifiziert ist weiß ich ehrlich gesagt nicht.
Vielleicht lohnt es sich für mich nochmal einen anderen Osteopathen aufzusuchen.
Danke dir für den Tipp und die netten Worte.

Viele Grüße. Rose

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