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Dauerkatheter seit Hüft OP Behandlungsfehler ! evtl. Bauchdeckenkatheter

28 Okt 2018 16:11 #1 von atina
Hallo an alle die diesen Beitrag Lesen und mir dazu was sagen können


Es geht um meine Mutter wird nächstes Jahr 80Jahre. Meine Mutter ist die liebste Mutter die man sich wünschen kann; Herzlich; Dankbar; Geduldig;
leider ist sie seit ihrer Hüft OP März 2018 angewiesen auf eine Dauerkatheter. Nerv wurde verletzt bei OP ( entweder Nerv abgeklemmt durch zu straffes abschnüren der Durchblutung, oder durchtrennt verletzt durch Operateur!)
Ab dem Knie bis zum Fuß folgt ihr Bein nicht mehr wie nach einem Schlaganfall, Sie trägt eine Schiene. Meine Mutter hat Diabetes durch Schock und Übergewicht bekommen. Seit 30Jahren. Ihre Werte sind Top bestätigt vom HA und Diabetologen

Seit ihrer letzten OP und aktuellen Befunde ( das es keine Rückbildung des beschädigten Nerv gibt) jeden Lebenswillen verloren da Sie jetzt ein Pflegefall ist und bleiben wird. Meine Mutter ist Topfit im Kopf; Durch ihr Gewicht kann sie nichts alleine mehr machen, sie sitzt im Rollstuhl oder liegt im Bett. Sie sagt sehr oft das ihr es leid tue das sie mich auch damit belastet, belastet im Sinne das ich ihr helfe; Ihr Essen richte und ihr hinstelle; Haushalt (sie hat Hilfe für Haushalt)Ihre Sachen erledige; WC !! Kann nicht alleine Stehen da sie kein Gefühl hat und teilweise sich ohne Schiene wenns Brennt auf WC schleppt und froh ist das sie nicht gestürzt ist.


Heute früh hatte sie wieder dringend auf WC gemusst und schlemmte sich wieder alleine aufs WC; Hose bekam sie nicht ganz runter weil es schon kam; Ich komme morgens zu ihr aber um diese Zeit war ich halt noch nicht da; also saß sie geduldig auf WC bis ich kam. Was zu machen war erkläre ich jetzt nicht.

Meine Mutter weinte Bitterliche Tränen, weil sie mir dies zumutet und es tut ihr leid usw.
Ich musste meine Mutter trösten und ihr zu x-ten mal sagen das sie keinerlei schuld trifft. Durch die fehlende Bewegung (zwecks Lähmung im Unterschenkel und Fuß, ist es doppelt so schwer.


Seit dieser OP hat sie nun einen Dauerkatheter der auch gewechselt wird. Jetzt fragt mich meine Mutter ob es sinnvoll ist einen Bauchdeckenkatheter sich legen zu lassen.

Krankheiten: Diabetes; Nierenversagen II; Bluthochdruck;

Danke euch für eure Antworten
Liebe Grüße
atina 56Jahre; Berentet ;

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29 Okt 2018 09:47 #2 von Jens Schriever
Hallo Atina

Warum hat deine Mutter einen Dauerkatheter? Und warum ist dieser nicht auf Dauerableitung?
Bei Nierenprobleme und Restharn währe schon ein Katheter sinnvoll nur sollte dann der Urin auf Dauer abgeleitet werden um schädliche Drücke zu vermeiden. Hier ist der Bauchdeckenkatheter natürlich die bessere Wahl. Ein Bauchdeckenkatheter ist in der Pflege einfacher, weniger Infektionsanfälliger und man hat keinen störenden und reizenden Fremdkörper in der Harnröhre.
Eine Dauerkatheterversorgung egal ob durch die Bauchdecke oder durch der Harnröhre nur zur Erleichterung der Pflege bei Inkontinenz sehe ich als falschen Weg. Besser währe da eine Versorgung mit Aufsaugenden Hilfsmittel.

Gruß Jens

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29 Okt 2018 15:52 #3 von atina
Hallo Jens

also meine Mutter hat seit dem 5.März 2018 nach einer schweren Hüft OP eine Lähmung in diesem Bein ab Knie; somit kann sie nicht mehr laufen da sie keinerlei Gefühle mehr im Bein hat. Neurologischer Diagnose: Keine wiederkehrende Funktion. War und ist echt eine Schock Diagnose für alle aber meine Mutter ist seit dieser Diagnose von ihrem Neurologen jeden Lebensmut verloren.
Der jetzige Katheder wird regelmäßig gewechselt von Pflegedienst. Sie hat immer wieder einen Blaseninfekt; da sie ja auch Nierenins. 2 hat verliert sie viel Urin und weil viel Eiweiß darin ist und hin und wieder dies den Katheter verstopft, auch die Spülung wird gemacht.
Sie hatte vor ihrer Hüft OP schon Starke Inkontinent der Blase, aber sie konnte bis zu ihrer OP selber aufs WC und hatte extra Einlagen, jetzt ist sie auf jede Hilfe angewiesen. Meine Mutter hat Übergewicht und ist auf Hilfe angewiesen. Wie z.b. Waschen bis zum Bauch; Schiene anlegen, anziehen aus dem Bett helfen.
Grüße atina

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29 Okt 2018 17:30 #4 von Elkide
Liebe Atina,

es tut mir sehr leid, was deiner Mutter widerfahren ist. Kann mir sehr gut vorstellen, wie belastend die Situation für deine Mutter und auch für dich ist. Wie Jens schon geschrieben hat, wird der Bauchdeckenkatheter für deine Mutter bestimmt die beste Option sein. Letztenendes muss das natürlich der behandelnde Arzt entscheiden.

Dir und Deiner Mutter alles Liebe
Elke

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29 Okt 2018 20:59 #5 von atina
Liebe ELKIDE

naja Ich habe eigentlich Angst was Bauchdeckenkatheter angeht. Meine Mutter hatte letztes Jahr Nierenversagen und war bei 23 wert was Zucker angeht; hätte ich nicht angerufen bei ihr (da Wohnte sie noch nicht hier) wusste nichts mehr und wurde dann mit Notarzt in Klinik auf Intensiv gebracht. Dort lag sie 1 ganze Woche. Gott sei Dank haben sie meine Mutter rechtzeitig behandelt. Es lag am Metformin

Wir haben beschlossen das sie in ein Betreutes Wohnen zieht, da sie alleine lebte nach dem Tod ( September 2011) von meinem Stiefvater. Sie kam seit dem Tod nicht mehr alleine raus, da sie im und vorm Haus Treppen hatte und zu dieser Zeit Schmerzen. Mit Rollator konnte sie dennoch gehen und auf WC alleine, machte sich ihr Essen selber zog sich selbständig an usw.
Leider wurden die Schmerzen extrem Stark weshalb sie eine neue Hüfte bekam. Nach der OP war ihr Fuß und Wade ohne Gefühl und so ist es heute noch.
Meine Mama ist 79Jahre im Kopf Fitter als ich es bin. Sie macht seit x Jahren Rätsel und ist echt ein Profi drin, aber selbst beim Rätseln kommt sie mit dem Gedanken nicht mehr Laufen zu können nicht klar.
Wir haben uns beide gefreut als wir für sie eine Whg im Betreuten Wohnen bekamen. Sie hätte einer ihrer Söhne und ihre Tochter in der nähe gehabt und wollte endlich raus;Spazieren,Einkaufen uns Besuchen usw. ( leider ist mein Bruder mit 60
letztes Jahr im September! gestorben )Meine Mama kam leider erst am 19.Dezember in ihre neue Whg.

Jetzt seit sie nicht mehr laufen kann; Katheter hat; will sie nicht mehr raus. Sie hat mir gesagt das es besser gewesen wäre wenn sie damals gestorben wär.
Es ist sehr sehr schlimm für sie, SO !! wie es jetzt ist am Leben zu hängen

Sorry für meine lange Nachricht
Liebe Grüße Atina

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30 Okt 2018 06:10 #6 von Birgit1
Hallo Atina,

und was genau macht dir Angst bei der Vorstellung eines SPKs (Bauchdeckenkatheter) für deine Mutter?
Ein Katheter durch die Harnröhre kann und darf keine Dauerlösung sein wenn andere Lösungen, wie z. B. ein SPK möglich sind.
Ich trage seit 3 Jahren einen SPK und wenn ich dir Fragen zu dem SPK beantworten kann die dir, bzw. deiner Mutter, hilfreich wären, dann kannst du gerne fragen.
Ob dann letztendlich ein SPK für deine Mutter in Frage käme oder ob evtl. aus irgendwelchen medizinischen Gründen er für deine Mutter nicht geeignet ist, das müsste natürlich der Arzt entscheiden und das mit ihm besprochen werden.

Liebe Grüße,
Birgit

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30 Okt 2018 09:01 #7 von atina
Hallo Birgit
Meine Mutter ist 79Jahre; Diabetes Melitus , Nierenversagen 2; Bluthochdruck, Adipositas


Ich habe bedenken das was schief laufen könnte weil sie ja viele zusätzliche Baustellen hat.


Der Bauchdeckenkatheter? Wie läuft da der Urin ab??
Grüße Atina

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30 Okt 2018 09:43 #8 von Birgit1
Hallo Atina,

ob diese Erkrankungen Kontraindikationen oder Ausschlusskriterien für einen SPK sind, weiß ich natürlich nicht. Das muss mit den Ärzten besprochen werden.

Zum SPK:
Der Urin kann zum Beispiel über einen am SPK angeschlosenen Urinbeutel dauerhaft ablaufen.

Dann gibt es noch die Möglichkeit über ein Ventil am Ende des Katheters das Harnablassen zu steuern.
Am Ventil befindet sich ein Schieber oder Knopf (je nach Ventilmodell).
Das Ventil trägt man dann geschlossen, das heißt dass der Urin in der Blase verbleibt bis ich durch öffnen des Ventils die Blase entleeren möchte und somit den Urin ins WC ablaufen lasse.
Das setzt natürlich voraus dass man kontinent ist und man den Urin bis zum Entleeren in der Blase halten kann.

Liebe Grüße,
Birgit

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31 Okt 2018 00:15 #9 von atina
Hallo Birgit
naja meine Mutter ist seit vielen Jahren Stark Inkontinent. Vor OP konnte sie mit guten Einlagen und mit Rollator selbständig auf WC.
Wie geschrieben ist meine Mutter seit dieser OP mit Blasenkatheter versorgt, da sie nicht laufen kann.
Wir werden jetzt mit ihrer Hausärztin mal reden wenn sie aus Urlaub zurück ist.

Liebe Grüße Atina

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31 Okt 2018 10:07 #10 von Elkide
Liebe Atina,

du schreibst, dass deine Mutter in einer betreuten Wohnanlage lebt. Wie das Wort "betreuten" schon aussagt, muss doch in der Anlage Personal sein, dass sich um die Bewohner kümmert.

Mein Mann und ich wohnen seit drei Jahren ebenfalls in einer betreuten Wohnform mit etwas über 100 Wohnungen. Es steht eine Sozialpädagogin zur Verfügung, die die Anträge für uns stellt, jeden Tag ein Freizeitangebot anbietet, Teilnahme am Mittagstisch, Fahrten usw. Für die Bewohner, die alleine nicht diese Angebote nutzen können gibt es einen begleitenden Dienst und eine Betreuung zu Hause. Für die Pflege ist ein ambulanter Pflegedienst mit 24 Stunden Rufbereitschaft vorhanden. Die Anlage wurde mit Mitteln des sozialen Wohnungsbaus errichtet und ist für jeden bezahlbar.

Wenn deine Mutter unter Depressionen leidet, gibt es auch über das Gesundheitsamt (Behörde von Stadt zu Stadt unterschiedlich) die Möglichkeit einer speziellen Betreuung für psychisch Erkrankte.

Erkundige dich doch mal genau bei der Leitung der Wohnanlage, welche Hilfsmöglichkeiten es gibt. Um deiner Mutter wieder etwas Lebensmut zu ermöglichen, gibt es inzwischen gut verträgliche Medikamente. Vielleicht kannst du ja mal mit ihrem Hausarzt darüber sprechen.

In vielen Krankenhäusern gibt es inzwischen geriatrische Stationen, die gerade auf Patienten mit Multimorbidität (Mehrfacherkrankungen) spezialisiert sind. Vielleicht wäre das auch eine Option für deine Mutter.

Wünsche dir und deiner Mutter, dass ihr einen guten und gangbaren Weg findet.

Liebe Grüße
Elke

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