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Inkontinenz trotz Blasenentleerungsstörung

09 Jun 2021 08:08 #1 von hans-w
Hallo,

ich lese schon länger im Forum mit und habe mich nun endlich registrieren lassen und danke für die problemlose Aufnahme.

Mein aktuelles Problem will ich kurz schildern: Vor einigen Jahren wurde ich mehrmals an der LWS operiert und zuletzt wurde ein Fixator eingesetzt, der leider nicht wieder ausgebaut werden kann. Seit der letzten OP konnte ich meine Blase erst gar nicht und nach medikamentöser und physiotherapeutischer Behandlung sehr schlecht entleeren. Aus diesem Grund führe ich seit ca. 2 Jahren 4 - 5 mal täglich ISK durch. Mittlerweile ist das für mich völlig normal und geht problemlos aber spontan entleeren geht jetzt nicht mehr. Nun zum Problem, seit ein paar Wochen tröpfelt es über den Tag ohne erkennbaren Grund (körperliche Anstrengung oder so) immer wieder in die Hose ich wollte es erst nicht wahr haben mußte mir aber nun Vorlagen kaufen und vor paar Tagen wachte ich morgens völlig durchnässt auf. - Kennt das jemand ich kann das überhaupt nicht verstehen. Mein Urologe ist aktuell krank und bei der Vertretung komme ich erst in 6 Wochen dran. Es wäre schön wenn mir jemand etwas dazu sagen könnte - schon mal danke im voraus.

Gruß Hans

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10 Jun 2021 22:39 #2 von hans-w
Hallo, ich versuche es nochmal.

Offensichtlich wurde mein Beitrag übersehen, oder sind meine Fragen so abwegig dass wirklich niemand helfen kann ?

Gruß Hans

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11 Jun 2021 00:46 #3 von matti
Lieber Hans,

deine Frage bzw. Schilderung ist ganz sicher nicht abwegig, nur betreiben wir hier gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Dies setzt natürlich voraus, dass jemand über gleiche oder ähnliche Erfahrungen verfügt, um dann mit dir in den Dialog zu treten. Ich bin mir ganz sicher, dass es Teilnehmer dieses Forum gibt, die über eigene Erfahrungen zu den von dir geschilderten Problemen verfügen.

Ich glaube es wäre keine sehr realistische Vorstellung, wenn man die Erwartungshaltung hätte, dass jeder und jede im Forum 24 Stunden und täglich präsent ist. Um es kurz zu sagen: Für eine Antwort, Einschätzung oder einen Dialog benötigt es Betroffene, die dazu aus ihren Erfahrungen etwas zu sagen haben. Dies geht bei manchen Themen mitunter innerhalb von Minuten und bei anderen dauert es auch einmal ein paar Tage.
Also, bitte ein wenig Geduld.

Ich versuch mich aber schon einmal in einer Antwort.
Eine begleitende Inkontinenz bei neurogenen Ursachen und neurogener Blasenentleerungsstörung tritt nicht selten auf.
Nun muss dies Ursache, gerade wenn dies unvermittelt auftritt, nicht immer einer Veränderung bzw. Verschlechterung der Grunderkrankung begründet sein.

Wie sieht es den beispielsweise mit einem akuten Infekt aus? Bei der Selbstkatheterisierung ist das Risiko zwar reduziert, aber eben nicht völlig ausgeschlossen.

In Apotheken gibt es Testsets zu kaufen, wo man schon einmal selbst prüfen könnte. Weitere Hinweise könnten Farbe, Geruch und Aussehen des Urins liefern.
Grundsätzlich kann es im neurologischen Bereich aber auch zu Veränderungen kommen, die eine Inkontinenz auslösen oder steigern. Diese Feststellung kann aber tatsächlich nur ein Arzt treffen.

Dies wären jetzt erst einmal meine spontanen Gedanken.

Lieben Gruß
Matti

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11 Jun 2021 09:44 #4 von herirein
Hallo Hans, auch von mir noch ein herzliches Willkommen im Forum der Inkontinenz Selbsthilfe e. V.

Nach operativen Versorgungen, besonders an der Lendenwirbelsäule treten Vernarbungen auf die durchaus Spinalkanalstenosen verursachen können. Solche Stenosen (Einengungen von Nervenfasern) sind besonders geeignet das Sakralnervensystem noch tiefer zu stören. Die plötzliche Verschlechterung spricht dafür, was Matti bereits erklärt hat oder tatsächlich durch eine Stenose hervorgerufen wurde.

Ob eine weitere Störung bei Dir vorliegt, kann ein Neurologe bzw. Neurochirurg ergründen.

Beste Grüße
Heribert

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11 Jun 2021 10:09 #5 von bienchen123
Hallo Hans,

zunächst einmal auch meinerseits "Herzlich willkommen" !

Matti und Heribert haben haben völlig Recht:
Die Ursachen deines aktuellen Problems können total vielfältig sein und gehören in erster Linie zum Facharzt!!!

Hast du denn vielleicht die Möglichkeit, bei einem anderen Urologen vorstellig werden zu können? Evtl. gibt es dort die Möglichkeit, dass du dort schneller einen Termin bekommst...?
Oder dich zeitnah in einer Inkontinenz-Sprechstunde vorzustellen? Dort ist man in der Regel gut vernetzt und kann dich weiterleiten.

Ich hatte spontan, als ich deinen Beitrag gelesen habe, aber noch ganz simple Gedanken, die mir aus eigener Erfahrung sofort in den Sinn kamen (Ich habe selbst auch Blasenentleerungsstörungen UND bin - trotz SPKs - inkontinent. Und das war auch ziemlich von Anfang an so. Vermutlich auch alles Folgen einer OP. ), und die Faktoren können bei mir die Stärke des Problems bisweilen auch sehr massiv beeinflussen:

Hast du dein Trinkverhalten in der letzten Zeit irgendwie geändert?
(Ich denke auch an Folgendes: Der Sommer naht (endlich), die Temperaturen steigen, der Durst bisweilen ja in der Folge auch... )
Haben sich deine Trinkmengen geändert und/ oder die Verteilung deiner persönlichen Flüssigkeitsaufnahme über den Tag?
Hast du aktuell allgemein Stress oder besondere Sorgen?

Ich drücke dir aber vorrangig die Daumen, dass du schnell einen Termin beim Arzt bekommst!

Viel Erfolg!

Monika

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11 Jun 2021 23:57 #6 von hans-w
Hallo Monika, Matti und Heribert,

vielen Dank für Eure interessanten Hinweise und Erfahrungen - das ist mir eine wirklich große Hilfe.

Die Überlegung zur erhöhten Flüssigkeitszufuhr ist sicher möglich aber mein Trinkverhalten habe ich eigentlich nicht geändert. Den akuten Infekt kann ich dagegen nicht ausschließen, ich werde mir am Montag einen Test in der Apotheke holen. Zumal ich jetzt trotz 6 x ISK zusätzlich 2 x am Tag die Vorlagen wechseln muß und letzte Nacht auch wieder ziemlich durchnässt war.

Im Einzelnen glaube ich auch , dass mir natürlich nur ein Facharzt eine konkrete Diagnose stellen kann, so wie es sich jetzt entwickelt werde ich dann doch zur "Vertretung" gehen und eben warten bis ich "dazwischen geschoben" werden kann.

Vielen Dank nochmals und ein schönes WE

Gruß Hans

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17 Jun 2021 23:03 #7 von hans-w
Hallo hier nur ein kurzes Update,

wie von Euch angeraten bin ich natürlich gleich am Montag zum Vertreter meines Urologen gegangen, der hat keine Entzündung festgestellt aber ich wurde sofort zum Orthopäden überwiesen.

Das vorläufige Ergebnis ist - wie von Heribert vermutet (Respekt) - dass sich das Narbengewebe an der LWS um den Fixator stark ausgebreitet und zu den Einengungen der Sakralnervenbahnen geführt hat. Damit wird nun neben meinen Problemen beim Laufen und Stehen auch die Blase beeinflusst. Ich habe 2 Cortisonspritzen in den LWS Bereich bekommen aber leider gar keine Reaktion gemerkt. Wegen des miserablen Zustandes meiner LWS kann der Fixator nicht entfernt werden und auch eine OP zur Aufweitung der Nervenbahnen ist (höchstwahrscheinlich) ausgeschlossen. Das heißt dass meine Inkontinenz zunehmen wird und vielleicht noch Stuhlinkontinenz dazukommt. Auf jeden Fall habe ich nun Pants für den Tag (weil die Vorlagen nicht mehr reichen) und Windeln mit entsprechenden Hosen für die Nacht bekommen. Damit muß ich jetzt erst mal klar kommen. Kondomurinal wollte ich statt der Hosen usw. aber da ich weiter 4 - 5 x katheterisieren muß geht das auch nicht.

@ Monika, Du hast einen SPK und bist trotzdem inkontinent ? Ist das auf Dauer so ? Ich hatte die Hoffnung dass ich in einiger Zeit wenigstens auf die Katheter verzichten kann wenn ich schon die Pants tragen muß.

Vielen Dank nochmals für Eure Unterstützung

Grüße von Hans

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18 Jun 2021 10:07 #8 von herirein
Hallo Hans,
der Orthopäde kann zwar aus seiner Erfahrung mit solchen Verwachsungen einiges ableiten, ob eine Revision einer Spinalkanalstenose möglich ist, würde ich gerne von einem Neurochirurgen beurteilt wissen. Dabei lohnt es sich schon mal einige Kilometer Anfahrt inkauf zu nehmen.

Klinikradar kann dabei schon mal helfen, weil dort auch Fallzahlen angegeben sind. - Es ist außerdem ratsam alle bisherigen Befunde der speziellen Krankengeschichte mit der Fragestellung einer "Revision der Spinalkanalstenosen" an diese Klinikambulanz zu senden. Bitte den Versichertenstatus im Anschreiben angeben. Eine Antwort wird es sicher nicht von heute auf morgen geben. Meine Erfahrungen sind aber durchaus positiv.

Viel Glück und alles Gute
Heribert

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18 Jun 2021 21:12 #9 von bienchen123
Hallo Hans,

wollte mich kurz noch mal bei dir melden.
Ja, das ist tatsächlich bei mir so:
SPK und trotzdem inkontinent!
Tage- und wochenweise mal mehr, mal weniger. Je nachdem, wie lange z.B. der letzte Wechsel des Katheters her ist, wieviel ich mich bewege, wenn bzw. ob ich angespannt bin, wie und wo ich sitze, gerne läuft Urin auch beim Autofahren spontan ab usw.
Die Ursache wollte bisher niemand der mich behandelnden Ärzte so recht herausfinden helfen. Scheint alles sehr kompliziert zu sein... (Hinzu kommt, dass mein Körper nur wenige Behandlungen toleriert. Aber das ist ein anderes Problem.)

Mein erster Urologe, der mir auch den SPK gelegt hat und mich fast 4,5 Jahre behandelt hat, hat sich mir und meiner Situation gegenüber sehr frustriert gezeigt.
Inzwischen weiß ich aber, dass dieser Sachverhalt - SPK und trotzdem inkontinent - grundsätzlich häufiger vorkommt! Ich habe auch den Arzt und die Praxis mittlerweile gewechselt.
Mein neuer Urologe machte mir aber von Anfang an keine Hoffnung auf eine grundsätzliche Besserung der Situation. (Diese Ehrlichkeit rechne ich ihm auch hoch an.) Also wird das wohl tatsächlich (m)ein Dauer-Problem bleiben... Mich halten dann vorerst tatsächlich kleinste Fortschritte und Verbesserungen der Situation "in der Senkrechten"!

Hans, ich drücke Dir fest die Daumen, dass Du noch einen deutlichen Fortschritt in Richtung Besserung verspürst!

Viele Grüße und ein schönes Wochenende!
Monika

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19 Jun 2021 11:24 #10 von hans-w
Hallo Heribert,

danke für den wertvollen Hinweis, ich werde mich entsprechend kümmern - es wäre schon toll wenn eine Möglichkeit bestünde nach einer entsprechenden OP die Blase wieder besser kontrollieren zu können. Der Orthopäde (bei dem ich schon seit vielen Jahren in Behandlung bin) war sich seiner Sache nach Röntgen und CT leider sehr sicher. - Aber die Hoffnung . . .

@ Monika : Das klingt gar nicht gut, ich drücke auch Dir die Daumen dass sich mit der Zeit vielleicht doch noch eine Besserung ergibt. Aktuell katheterisiere ich mich nur noch 3 - 4 x täglich , das dankt mir meine Harnröhre. Aber ich bin jetzt wirklich ganztags auf die Pants angewiesen und nachts sogar auf die dicken Windeln. Natürlich "läuft" es auch bei mir nicht immer - aber wenn es losgeht ist es meist sehr viel, "wann" und "warum" es läuft kann ich überhaupt nicht erkennen. . Vielleicht wechsle ich auch noch zum SPK , das hatte mir der Urologe schon mal empfohlen. Aber ich weiß nicht was besser ist. Na mal sehen wie sich das dauerhaft entwickelt.

Alles Gute für Euch

Gruß Hans

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