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komplizierte Inko

14 Jun 2010 13:21 #11 von Sebald
Hallo Achim,

ich habe Dein Krankenhaus-Drama jetzt auch gelesen - mit dem erwarteten Grauen.

Es ist ja nicht nur, daß Fehldiagnosen so zustande kommen - by the way: sowas kann natürlich vorkommen, in akuten Notfällen arbeitet die 'Maschinerie' aber dann doch recht verläßlich -; das Dumme ist aber, daß sich solche Diagnosen dann verschriftlichen, sprich: Zeugnisse sind, nach denen andere Ärzte andernorts Dich wiederum einstufen.

Ich war nach der Lektüre jedenfalls mal wieder heilfroh, daß mir in den zwei Kliniken, wo ich war, dann doch geglaubt wurde, so daß keine Fehlmeldungen in die Berichte eingingen.

Aber noch kurz zu Deinem Fall selbst: Bei Dir scheint die Koordination von Blase und Schließmuskel gestört. Mit Anticholinergika verhinderst Du zwar, daß sich die Blase (ungewollt) zusammenzieht und den Harn austreibt. Eigentlich müßte man aber auch den Schließmuskel entspannen. Gibt man beide Medikamente gleichzeitig, könntest Du wahrscheinlich gut mit dem ISK klarkommen: Blase speichert verläßlich, der Schließmuskel läßt den Katheter durch.

Schönste Grüße,
Sebald

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16 Jul 2010 17:05 #12 von Achim67
sooo, ein kleines update:

neuer Urologe, neues Glück... Eigentlich wollte ich ja nur noch Tips für den weiteren Umgang mit meinem Problem, aber irgendwie gut, der Urologe hat nochmal neu angesetzt... erstmalig war die rektale Prostatauntersuchung "erfolgreich"... naja, doc schmerzfrei und ich am schreien... Ergebnis Prostata in Ordnung, Darm eingerissen... aber nach ner Woche ist das ja wieder fast verheilt *'#+##'*'#*#* .... die vierte Restharnsono ergab bei ihm, dass meine Blasenwand außergewöhnlich dick sei und wegen des Verdachts auf eine Blasenhalsverengung nun eine Blasenspiegelung nötig sei.. er wunderte sich, dass noch niemand sowas durchgeführt hätte. Diese Blasenspiegelung wurde nun heute abgebrochen, nachdem durch den verkrampften Schließmuskel nicht mal die Spülflüssigkeit durchkam, geschweige denn das Instrument. Jetzt darf ich wieder als Versuchshase der Medikamentenindustrie Tabletten schlucken um die Spastik zu lösen.. und "freue" mich auf den Verlust meines Geschmackssinnes und den schlappen Kreislauf...

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04 Aug 2010 23:03 #13 von Achim67
ich hoffe ist nicht verkehrt, dass ich hier mein Tagebuch führe...

heute war wieder Termin beim Urologen und es gibt offenbar keine Hilfe für mich. Von den Nebenwirkungen ganz zu schweigen ist die Wirkung der Spastik lösenden Medikamente nachts angenehm, weil ich nicht mehr durch schmerzhaften Harndrang einnässend aufwache, sondern unbemerkt einnässe (soweit man das mal als wirklich angenehm bezeichnen kann), tagsüber fehlt mir dann aber das Füllungsgefühl das ich sonst wohl nur über einen Schmerz im Schließmuskel wahrnehme und es kommt vermehrt zu Unfällen, wenn ich nicht häufig genug zum Klo gehe.

Medikamentös und operativ wäre nichts zu machen, bzw. erst dann sinnvoll, wenn die Nieren Reflux bekämen, die Folge eines operativ geschwächten Schließmuskels wäre aber eine verstärkte Inkontinenz. Die nächste Untersuchung ist in drei Monaten und ich bin irgendwie sehr traurig, dass mein neuerlicher Versuch Hilfe zu finden so schnell endete. Bis dahin soll ich versuchen mit Beckenbodentraining die Balance zwischen Spannung und Entspannung zu finden... ich bin aber eher skeptisch, kannte ich doch Beckenbodentraining bisher nur zur Verbesserung der Spannnung und darf meinen Muskel auf keinen Fall noch mehr trainieren (oder kann hier noch jemand sonst mit dem Schließmuskel einen Katheter dicht zudrücken).

danke fürs Zuhören!

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05 Aug 2010 00:08 #14 von eckhard11
....ich denke, dass kann ich auch, habe es aber nie probiert, da ich nie katheterisieren musste.
Mein trainierter Beckenboden war so stark, dass ich manchmal Probleme hatte, den Harn durch die Harnröhre zu pressen.
Daraufhin habe ich das Training reduziert.

....dass meine Blasenwand außergewöhnlich dick sei....

Sag mal, kann es sein, dass Du auf dem Weg zu einer Balkenblase bist ?
Bist Du darauf schon einmal untersucht worden ?

Gruß
Eck :sleep: hard

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05 Aug 2010 13:37 #15 von Achim67

eckhard11 schrieb: ....ich denke, dass kann ich auch, habe es aber nie probiert, da ich nie katheterisieren musste.
Mein trainierter Beckenboden war so stark, dass ich manchmal Probleme hatte, den Harn durch die Harnröhre zu pressen.
Daraufhin habe ich das Training reduziert.

....dass meine Blasenwand außergewöhnlich dick sei....

Sag mal, kann es sein, dass Du auf dem Weg zu einer Balkenblase bist ?
Bist Du darauf schon einmal untersucht worden ?

Gruß
Eck :sleep: hard



och nööö, dann ist das Training ja tatsächlich möglicherweise kontraproduktiv :-(

und schnell gegoogelt könnte das tatsächlich auf eine Balkenblase hinaus laufen, wohl auch deshalb (ohne den Begriff zu nennen) wollte der Urologe ja die Blasenspiegelung vornehmen...

ich fürchte mir bleibt wirklich nur noch eine Gnadenfrist, bis mein Schließmuskel geschwächt werden muss und ich haltlos inkontinent werde... irgendwie gehts mir grad nicht so gut bei dem Gedanken.

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06 Aug 2010 10:16 #16 von Sebald
Hallo Achim,

nochmal ganz kurz: Sprich Deinen Arzt wirklich mal auf Baclofen (10 mg) oder alternativ Viveo an. Beide Mittel entspannen die willkürlichen Muskel, ergo auch den Schließmuskel (also nicht den Blasenmuskel). Beide Mittel haben in der MS-Behandlung einen hohen Stellenwert. Zu Baclofen hat mir aber mein Urologe geraten (bei Detrusor-Sphinkter-Dissynergie). Das Mittel wird eingeschliffen. Nebenwirkung ist Müdigkeit, zugegeben.

Schönste Grüße,
Sebald

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06 Aug 2010 16:23 #17 von Achim67
danke für den Tip, aber alle bisherigen Versuche mit Spastik lösenden Medikamenten (bisher 4 oder 5) haben bei mir folgende Wirkung:

Der Blasenschließmuskel wird entspannt (soll ja auch) dadurch fehlt mir aber meine letzte Möglichkeit festzustellen wann ich muss (spüre keine Blasenfüllung), die Inkontinenz wird dadurch also eher verstärkt, Blase und Nieren aber entlastet, was ja wohl langfristig das Ziel sein muss.

Als Nebenwirkung wird leider so ziemlich alles andere auch entspannt was im Körper gespannt sein müsste, der Kreislauf geht sofort in den Keller (Schwindel, Schwäche, Übelkeit, Kälte, Kopfschmerz, Schweißausbrüche...), der Magen wird undicht und ich bekomme heftiges Sodbrennen und selbst das angeblich relativ harmlose Mictonorm führte sogar zu Stuhlschmieren.

Solange nicht irgend etwas gezielt in den Schließmuskel injiziert werden kann/muss werde ich deshalb die ganzen Lösemedikamente verweigern.

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09 Dez 2010 16:12 #18 von Andreas W.
mir kommt da sehr viel sehr bekannt vor

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12 Dez 2010 10:22 #19 von Achim67
Die letzte Untersuchung beim Urologen ergab nichts neues, außer dass trotz vorheriger Entleerung Restharn bei der Sonografie vorhanden war. Urinprobe war in Ordnung, wobei ich halt vorher Wasser getrunken hatte und sie auch recht hell aussah, das kenn ich auch dunkler...

Die Nieren wurden nur sonografisch untersucht und sähen gut aus. Müsste man da nicht irgendwelche Blutuntersuchungen auch machen? Ich mache mir schon Sorgen, dass es insbesondere Nachts einen Rückstau gibt, der mich vergiftet.

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12 Dez 2010 20:21 #20 von Struppi
Hallo Achim,

ein "sich-selbst-vergiftens" in der Nacht aufgrund von Harnstau ist meines Wissens nach recht unwahrscheinlich, ein Arzt kann eventuelle Schädigungen der Niere sehr gut bei einem normalen Blutbild (u.a. der Kreatenin-Wert) feststellen und sehen, ob dort Handlungsbedarf besteht oder nicht.

Eine Schädigung durch Reflux in die Nieren geht auch nicht innerhalb weniger Stunden sondern ist ein länger andauernder Prozeß.

Relativ neu auf dem Markt der Anticholinerika ist Emselex, vielleicht solltest Du Deinen Urlogen noch mal auf dieses Präparat ansprechen, es soll nur wenige Nebenwirkungen entfalten.

Machst Du aufgrund Deines Restharns eigentlich ISK?

Gruß

Hannes

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