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Inkontinenz durch Medikamente

11 Sep 2022 06:59 #1 von Seepferd
Habe seit Jahren Blaseninkontinenz und muss/soll wegen Herzrhythmusstörungen Blutverduenner nehmen. Anfangs Marcumar, seit etwa 3Jahren Xarelto. Konnte den Urin überhaupt nicht halten, müsste Nachts alle 1-2 Stunden zur Toilette. 10 Schritte vom Bett bis Bald. Nicht zu schaffen, Vorlage übervoll. Jetzt hat es mit dem Blutverduenner Zwischenfall gegeben. Wegen Nasenbluten nachts ins Krankenhaus. Zum Glück, sonst wäre ich verblutet. Habe sofort keinen Blutverduenner mehr genommen und innerhalb von 24 Stunden keinen Harndrang, nachts nur 2mal zur Toilette. Es war wie ein Wunder. Ist jetzt eine Woche her und bin gespannt, ob es so bleibt. Meine Ärztin ist nicht damit einverstanden, überlässt mir die Entscheidung bzw. die Verantwortung. Bin dadurch sehr verunsichert. Will versuchen durch bestimmte Ernährung ohne Blutverduenner auszukommen. Hat jemand Erfahrung mit Blutverduenner und Inkontinenz?? Speziell mit Xeralto, habe erst jetzt festgestellt, wie umstritten das ist. LB. Gruß Seepferd.
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11 Sep 2022 15:22 #2 von MichaelDah
Hallo Seepferd,

also Blutverdünner wegen Herzrhythmusstörungen zu nehmen, finde ich erstmal merkwürdig. Die werden eigentlich eher zur Verhinderung von Thrombosen nach schweren OP’s oder nach einem Schlaganfall verschrieben.

Frage: Wenn du Herzprobleme hast - hattest du auch Beta-Blocker verschrieben bekommen? Die werden nämlich u.a. auch bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt und haben den Nebeneffekt das sie eine Dranginkontinenz auslösen oder begünstigen können.

Viele Grüße
Michael

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11 Sep 2022 18:48 #3 von Matthias1965

MichaelDah schrieb: Hallo Seepferd,

also Blutverdünner wegen Herzrhythmusstörungen zu nehmen, finde ich erstmal merkwürdig. Die werden eigentlich eher zur Verhinderung von Thrombosen nach schweren OP’s oder nach einem Schlaganfall verschrieben.

Frage: Wenn du Herzprobleme hast - hattest du auch Beta-Blocker verschrieben bekommen? Die werden nämlich u.a. auch bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt und haben den Nebeneffekt das sie eine Dranginkontinenz auslösen oder begünstigen können.

Viele Grüße
Michael

Guten Abend Michael,

Blutverdünner sind absoluter Standard und ein Muss bei chron. Vorhofflimmern. Vorhofflimmern ist eine häufige Form von Herzrhytmusstörungen und dadurch werden Thromben in den Vorhöfen gebildet.

Grüße Matthias
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11 Sep 2022 20:14 - 11 Sep 2022 20:22 #4 von MichaelDah
Hi Mathias,
danke für den Hinweis - wieder was dazugelernt. Hab eben mal nachgelesen wenn es tatsächlich das Xaretol sein sollte gibt es ja noch zwei weitere NOAK (Apixaban und Edoxaban) - das währe vielleicht für den TE eine Frage an seinen Arzt…

Siehe hier: www.gelbe-liste.de/wirkstoffgruppen/dire...agulantien-doak-noak

LG
Michael

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12 Sep 2022 11:25 #5 von Seepferd
Hallo Marco! Meine Inkontinenz war wirklich schön vor der Dauermedikation mit Blutverd.
Es wurden öfter andere Medikamente, wie Betablocker und das Medikament Flecainid gegen Rhythmusstörung, umgestellt. Meistens verringert, davon jetzt nur noch einen halben Betablocker. Allerdings muss ich wegen schwerer Rückenschmerzen, zweimal 10 mg Morphin nehmen. Es sind also mehrere Dinge, die zusammen kommen. Mir war nur aufgefallen, dass nach Absetzten des Xarelto, die Inkontinenz schlagartig besser wurde.

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12 Sep 2022 14:12 #6 von hippo80
Hallo.
Da du jetzt schreibst, dass es beim Absetzen der Blutverdünner UND unter Morphin besser geworden ist, könnte es eher mit dem Morphin zusammenhängen. Durch Morphin wird auch eine Übererregbarkeit der Nerven gestoppt. Dies könnte auch die Sakralnerven zutreffen und deshalb zur Symptomverbesserung geführt haben.
Ansonsten sind bei Herzrhythmusstörungen Blutverdünner eigentlich unerlässlich. Kann es eventuell sein, dass deine Ärztin dir die Entscheidung überlässt, weil du die Inkontinenz damit verbindest? Im Endeffekt ist ja jedes Medikament unsere Entscheidung. Der Arzt kann es empfehlen und verordnen, nehmen tut man es zuhause. In diesem Fall der Herzrhythmusstörungen wäre mir die Gefahr ohne Thromboseprophylaxe allerdings zu riskant.
LG

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12 Sep 2022 14:24 #7 von Inkontinenz Selbsthilfe e.V.
Ihr Lieben,

was bis jetzt geschrieben wurde hält ja die Grenzen des Erfahrungsaustausches zwischen Laien ein.

Freundlicher Hinweis:
Bedenkt bitte, dass man gerade bei verschreibungsfähigen Medikamenten und einer daraus folgenden Diskussion schnell den Bereich der Selbsthilfe verlassen kann.

Gruß
Admin
Folgende Benutzer bedankten sich: Seepferd

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12 Sep 2022 17:39 #8 von Seepferd
Hallo, habe mich über die Resonanz hier gefreut. Alle haben sich Gedanken gemacht. Ich glaube langsam, ich bin wirklich ein Sonderfall.
Die Inkontinenz bei mir ist ja schon sehr lange. Aber eben in den letzten ca.5 Jahren schlimmer geworden. Mein allgemein Zustand ist schon lange nicht mehr gut. Eigentlich treffen die meisten Nebenwirkungen aus den Beipackzetteln von Blutverduenner auf mich zu.Habe sehr lange versucht, das zu akzeptieren. Wenn jetzt diese seltsame Geschichte mit dem Nasenbluten nicht passiert wäre, hätte ich nie erfahren, dass es da einen Zusammenhang gibt. Meine übrigen Medikamente sind so gut eingestellt, dass davon keine großen Beeinträchtigen mehr sind. Auch das Morphin. Nehme das auch schon längere Zeit. Hatte keine Wirkung auf die eine oder andere Einschränkung. Nächste Woche habe ich Termin bei meiner Ärztin. Ich mache jetzt ein Experiment Nehme diese Woche Blutverduenner und werde sie dann absetzen, mal sehen was passiert. Glaube nicht, dass das ein Risiko ist. Es geht mir auch schon wieder nicht so gut. Aber da will ich durch. Melde mich bei euch, wenn es neues gibt. Lieben Gruß Seepferd

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13 Sep 2022 06:32 #9 von Seepferd
Hallo Marco! Da habe ich mich wohl etwas unverständlich ausgedrückt. Genau das, nämlich, Medikament auszuschleichen, habe ich vor. Erstmal Dosis halbieren, dann alle zwei Tage, und dann Versuch ohne und das immer wochenweiße und natürlich mit Ärztlichem Wissen und Begleitung. Es geht dabei "nur" um den neu verordneten Blutverduenner. Diese neue Generation der Verdünner wird selbst bei Eingriffen, nur ein bis zwei Tage vorher abgesetzt. Außerdem habe ich Erfahrung damit. Habe ab Ende der 90ziger Jahre, für das Ausschleichen einer hohen Morphindosis von 160mg täglich, 1 und 1/2 Jahr Zeit genommen. War der Plan meiner Ärztin, hat ohne Komplikationen geklappt. Du hast da ja schlimme Erfahrungen machen müssen.
Aber das ist eine andere Geschichte. Ich hoffe, du bist jetzt beruhigt und ich finde es sehr nett, dass du dir solche Gedanken gemacht hast.
Werde weiter über meine Erfahrung berichten.
Gruß Seepferd.

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13 Sep 2022 06:34 #10 von Seepferd
Meine Antwort war für Blinki bestimmt, sorry!

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