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Neu hier, Maria 23 Jahre alt. Blasenentleerungsstörung

08 Mai 2020 23:43 #1 von jmaria97
Hallo ihr lieben,
Seit ein paar tagen lese ich hier etwas mit.
Vielleicht etwas zur Vorgeschichte ich habe seit 5 Jahren die Diagnose Endometriose und bin mittlerweile 4 mal Operiert worden. Die letzte Operation war im Januar dieses Jahr. Danach habe ich mich zu einer anschlussheilbehandlung entschieden da das ganze, die chronischen unterbauchschmerzen, Operationen usw mich sehr an meine grenzen bringen. In der AHB wurde dann festgestellt das ich viel zu hohe restharnmengen habe. Es wurde meistens ein Ulltraschall gemacht und Katheterisiert. Die Restharnmengen lagen zwischen 300-450 ml. In der Reha ist mir das Selbstkatheterisieren beigebracht worden und am Anfang hieß es ich solle mich 2-3 mal am Tag Katheterisieren. Als ich nach der reha hier zuhause beim Urologen war und er sich meine Restharnmengen vom Katheterisieren angeschaut hat wurde die Anzahl des Katheterisieren auf 5-6 mal am Tag hoch gesetzt. Im April hatte ich eine Blasenspiegelung die unauffällig war. Nach all dem ganzen war ich erneut bei meinem Endometriose Spezialist und her hat mich zu einem Neuro-Urologen Überwiesen und glaubt das es ein Problem der Nerven der Blase ist. Naja der Termin beim Neuro-Urologen wäre eigentlich am 21.4 gewesen konnte aber aufgrund Corona nur Telefonisch stattfinden. Am 01.07 habe ich einen Termin zur Urodynamik Messung. Der Neuro-Urologe hat schon das Thema Blasenschrittmacher angesprochen da mich das Katheterisieren in meinem Jungen alter und mit den danach folgenden schmerzen und Krämpfen in der Blase sehr einschränkt.
So jetzt komme ich mal auf den Punkt. Könnt ihr mir zu dem was alles noch kommt etwas die Angst nehmen ? Urodynamik wie läuft das ab. Aber vor allem die ganze sache mit dem Blasenschrittmacher wenn es für mich in frage kommen sollte.

Entschuldigung für den langen text, ich habe schon versucht mich kurz zufassen jedoch ist es sehr schwer.
Ich bin wäre einfach glücklich über etwas Erfahrungsaustausch und Beistand.

Vielen Dank, Ganz Liebe Grüße
Maria

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09 Mai 2020 06:19 - 09 Mai 2020 06:28 #2 von stephanw
Hallo Maria,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum.

Zu Deiner gesundheitlichen Fragestellung kann ich leider nichts beitragen und wünsche Dir diesbezüglich das Beste, damit sich durch den Schrittmacher Deine Beschwerden verbessern.

Zum Ablauf der urodynamischen Messung kann ich meine Erfahrung teilen:
Zunächst wird man dich bitten, deine Blase zu entleeren (normal). Es wird dir dann rektal eine Messsonde (zum messen der Bauchdrücke) sowie ein Katheter in die Harnblase eingeführt und die Restharnmenge über das System exakt gemessen. Danach wird über den Katheter eine Kochsalzlösung in die Blase langsam eingefüllt, ungefähr in der Geschwindigkeit wie es beim Menschen physiologisch passiert (brauchst keine Angst davor haben, deine Blase wird nicht explodieren). Man wird dich fragen, wann du einen ersten Harndrang verspürst, wann Du auf die Toilette gehen würdest und wann Du es nicht mehr aushälst. Solltest Du unter an einer Inkontinenz leiden (was Du ja nicht tust) wird es dann zum unwillkürlichen Harnabgang kommen. Zwischendurch wird man dich bitten wiederholt zu Husten, um die Schliessmuskelfunktion zu messen.

Das war es dann auch schon. Es kann sein das man die Messung zweimal durchführt, die 2. Messung dann mit Eiswasser (keine Angst, tut auch nicht weh).

Fazit: ist schon etwas unangenehm, aber da Du mit ISK schon Erfahrung hast dürfte es nicht allzu schlimm für dich werden. Die Urodynamik ist deutlich harmloser als eine Blasenspiegelung.

Alles Gute!

Grüsse
Stephan

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09 Mai 2020 12:08 - 09 Mai 2020 12:09 #3 von kleines-engelchen
Liebe Maria,
auch von mir ein liebes "HALLO und HERZLICH WILLKOMMEN" hier unter uns.
Deine Geschichte erinnert mich an meine. Ich wurde vor 2 Jahre auch an Endometriose operiert. Hierbei wurde (konnte aber nicht wirklich bestätigt werden)ein Nerv in Mitleidenschaft gezogen. Ich konnte meine Blase am Anfang gar nicht mehr entleeren.(es kam einfach nichts, egal wie ich drückte und wollte, nichts)
Zuerst hatte ich eine Katheter, das war aber für mich keine Option, dann wurde ich auch eingelernt mich selbst zu katheterisieren. Aber damit konnte ich mich auch nicht anfreunden. Die Restharn-menge, war bei 150ml. Ich versuchte alles, was in meiner Macht stand. Physio, Beckenbodentraining, Elektrostimulation, Hypnose, Reiki, Massage und es wurde besser. Die Blase ist ein sehr sensibles Organ. Hier braucht man viel Geduld, welche ich am Anfang überhaupt nicht hatte.
Ich hatte auch unzählige Untersuchungen bei unterschiedlichen Ärzten, bin von A nach B gereist/gefahren. Mittlerweile benutze ich ISK nur noch ganz selten. Der Restharn ist im Bereich von Tröpfchen bis 80ml.
Falls ich dir irgendwie helfen kann, melde dich einfach. Und mach dir nicht so viel Gedanken/Sorgen. Alles wird gut!Positiv denken. Ich kann gut nachvollziehen wie es dir geht. Und die Urodynamischen Messung ist zwar etwas unangenehm, aber ähnlich wie beim Frauenarzt :-) Tut nicht weh. Bezüglich deiner Frage mit dem Blasenschrittmacher, dies wurde mir auch empfohlen am Anfang , aber meine Urologien meinte, wir warten doch noch. Da ich doch einige Fortschritte gemacht habe. Du kannst hier mal schauen im Forum, es gibt einige die einen Schrittmacher haben.
Ich drück Dich ganz lieb aus der Ferne und KOPF hoch :-) Sonnige Grüße
Simone

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10 Mai 2020 08:25 - 10 Mai 2020 08:26 #4 von Sebald
Guten Morgen!

...ergänzend zu dem, was Stephan geschrieben hat:

- die Eiswasser-Pobe wird nicht immer, oder besser: nur in spezielles Fällen gemacht. Weil Mediziner aber 'reproduzierbare Daten' lieben, wird nach der ersten Testung meist noch eine zweite gemacht, um zu sehen, ob sich die Blase dann genauso verhält.

- Dauer des Ganzen: etwa 30 bis 40 Minuten. Anwesend sein wird die medizinische Fachangestellte/Assistentin. Der Urologe eventuell nicht die ganze Zeit.

Und es tut wirklich nicht weh!

Das klappt schon...

Beste Grüße,
Sebald

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12 Mai 2020 12:53 #5 von Elkide
Hallo liebe Maria,

zur urodynamischen Messung kann ich mich den vorherigen Antworten nur anschließen.

Ich habe eine Blasenlähmung und eine Entleerung ist nur durch ISK möglich. Benutze ISK jetzt seit 5 Jahren und es ist mir in „Fleisch und Blut“ übergegangen. Empfinde das auch nicht mehr als Einschränkung sondern es gibt auch durchaus positive Effekte. Zum Beispiel beim Stau auf der Autobahn nehme ich einen Katheter mit Beutel, decke mir eine Jacke darüber und entleere die Blase. Sehr erleichternd!

Habe ebenfalls seit 5 Jahren zwei Schrittmacher jeweils rechts und links im unteren Rücken (Pobacken) implantiert. Bevor die endgültige Implantation stattfindet, wird in der Regel erst eine Probephase von mindestens 14 Tagen durchgeführt. Sollte der Test positiv verlaufen kann der Schrittmacher implantiert werden. Du findest auf unserer Homepage Informationen und sonst im Forum viele Beiträge und Erfahrungsberichte zu diesem Thema. Wenn du noch Fragen hast, beantworte ich sie Dir gerne.

Liebe Grüße
Elke

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