Inkontinenz Forum

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Noch andere junge Leute mit Inkontinenz?

06 Jan 2020 04:02 #21 von ChristianHo
Hallo Kiara,

das kann ich leider (noch) nicht so klar beantworten.

Ich habe einen Bandscheibenvorfall auf l4/l5 und l5/s1, allerdings ohne Einengung der Nerven. Somit wird dies von den Radiologen als Ursache ausgeschlossen.
Ein MRT von Gehirn bis zum Steißbein brachte auch keine Befunde, die die Ursache sein könnten. Eine Multiple Sklerose wurde (Gottseidank) ausgeschlossen.

Da ich auch in den Beinen Neurologische Ausfälle habe, bleibt inzwischen, nach Ausschluss von zentral neurologischen Ursachen, der Verdacht einer idiopatischen Polyneuropathie (sowohl peripher als auch autonom). Auf deutsch eine Schädigung oder Erkrankung von peripheren Nerven und Nerven die das Organsystem versorgen.

Die Ursache des ganzen ist bisher nich nicht zu finden. Aber ich gebe noch nicht auf.

Es liegt aber zudem eine Entwicklungsstörung der Blasenfunktion vor, da ich in der Nacht noch nie trocken gewesen bin. Ich hatte aber halt bis ca. 26 oder 27 Jahren nie Probleme am Tag.

Soviel zu mir und meinem noch andauernden Untersuchungsmaraton.

Nun zu der Frage mit den Medikamenten:

Ob und warum die Medikamente nicht bei neurologischen Störungen helfen sollen kann ich nicht sagen.
Bei mir ist es eine neurologische Störung und die Medikamente helfen wirklich ganz gut.

Ich nehme zur Zeit Spasmex 30mg morgens und mittags und 45mg abends, zusätzlich jetzt noch das Betmiga 50mg retard 1x tgl.

Wie Betmiga wirkt weiß nicht nicht.

Das Spasmex ist ein sog. Anticholinergikum. Es beeinflusst die Übertragung von Impulsen vom Nerv an die glatte Muskulatur. Dadurch wird der ständige Drang reduziert. So habe ich es zumindest verstanden. Daher auch die Nebenwirkungen von Mundtrockenheit bis Verstopfung.

Einen Versuch wäre es sicherlich wert. Aber da wir alle ja keine Ärzte sind, kann auch ich nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen.

Warst du denn schon bei einem Urologen?
Wenn ja wurde eine Urodynamik gemacht?

Lieben Gruß

Christian

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06 Jan 2020 05:45 #22 von Kira2020
Hallo Christian,

Auch mitten in der Nacht am Handy ?
Ich persönlich war noch nicht beim Urologen, da für mich alles ja noch sehr sehr frisch ist.
Den Termin beim Urologen mache ich mir heute.
Im Krankenhaus wurde der Ultraschall von einem Radiologen gemacht, der sagte die Blase wäre total leer, also kein Restharn.
Dass MRT ergab leider auch nichts

Was genau ist eine Urodynamik und ist das unangenehm ?

Liebe Grüße
Kira

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06 Jan 2020 07:10 #23 von ChristianHo
Hi Kira,

das bringt die Nachtarbeit so mit sich. ;)

Eine Urodynamik ist eine Blasendruckmessung. Hierfür wird die Blase zunächst über einen Katheter komplett geleert. Danach wird ein dünner Messkatheter in die Blase eingelegt, ein Messkatheter ins Rectum, sowie ein paar Elektroden an die inneren Oberschenkel angebracht. Dann wird die Blase mit Kochsalzlösung gefüllt. Während der langsamen Füllung werden dauerhaft die Druckverhältnisse in Blase, Harnröhre und After gemessen und die Nervenaktivität aufgezeichnet. Mann muss beim ersten Harndrang und dann am Ende beim maximal erträglichen Harndrang Bescheid sagen.
Dann wird die Füllung beendet und man muss die Blase über einen Messtrichter spontan entleeren. Auch hier werden die Werte aufgezeichnet.

Daran können die dann erkennen, was für eine Form der Blasenfunktionsstörung vorliegt.

Das hört sich total gruselig und schmerzhaft an und ich hatte total Angst vor der Ersten. Inzwischen habe ich es schon dreimal hinter mir und kann sagen, dass es nicht schmerzhaft ist. Aber dass es angenehmere Dinge im Leben gibt ist auch nicht gelogen.
Wie gesagt unangenehm ja, aber nicht schmerzhaft.

Aber bevor diese Untersuchung gemacht wird, wird der Urologe sicherlich weniger invasive Untersuchungen machen. :)

Ich kann dir aus eigener Erfahrung aber sagen, zum Urologen zu gehen und nicht zu warten bis man in nasser Hose an der Supermarktkasse steht. :blush: :oops:

Wenn man sich erst überwunden hat den Schritt zu gehen, wirst du sehen, dass es wirklich sinnvoll ist und auch dir Linderung verschaffen wird.

Aber ohne einen Schubser in diesem tollen Forum wäre ich vermutlich heute noch nicht beim Arzt gewesen und hätte mich in meinen vier Wänden vergraben.
Hier sind viele tolle Leute in der Gemeinschaft und man bekommt viel Hilfe, Tipps und Aufmunterung.

Les Dich mal auf der Seite durch, da findest du eine Menge an Informationen über Formen, Ursachen und Therapien auch zu deinem Problem.

Ich bin so froh, dass es dieses Forum gibt, dass ich inzwischen dem Verein beigetreten bin.

Ich drücke dir die Daumen, dass auch du den Sprung über deinen Schatten schaffst.

Lieben Gruß und einen schönen Montag

Christian (der jetzt ins :sleep: muss)

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06 Jan 2020 07:54 #24 von Kira2020
Ich habe jetzt wirklich viel viel gelesen die ganze Nacht, und bin beim lesen auf den Begriff Pudendusneuralgie aufmerksam geworden.
Würde dieser Begriff denn auch auf uns zutreffen ?

Und ich habe von einem Dr. Possover gelese , der ein Spezialist sein soll genau für solche Fälle wie wir eben, das fand ich ganz interessant.


Was sagt ihr alle dazu ?

Erstmal gute Nacht dir Christian

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06 Jan 2020 08:29 #25 von Birgit1
Hallo Kira,

es ist sicher sehr unangenehm unter ständigem Harndrang zu leiden und nicht zu wissen warum das so ist...

Aber mich verwundert doch sehr was du dir so alles "zurecht googelst" OHNE bisher mal bei einem Urologen gewesen zu sein!
In einem anderen post z. B. schreibst du gelesen oder gehört zu haben dass man, nachdem man sich 10Jahre katheterisiert hat, aufgrund von Nierenversagen stirbt. Wo steht denn so ein Blödsinn?
Wenn ich z. B. so was lesen würde und das eventuell dann auch noch glaube, allein deshalb würde mich meine Blase vor Angst schon dauernd zum WC treiben, ich mir quasi vor Angst "in die Hose machen".

Also bitte mache dich mit Anlesen von irgendwelchen, zum Teil abstrusen, Infos nicht bekloppt!
Geht zum Facharzt und lass dein Problem abklären und dich dort kompetent beraten.

Alles Gute,
Birgit

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06 Jan 2020 18:26 #26 von dallilah1010
hey,
ich leide schon seid meiner Geburt an Inkontinenz. Bei mir wurde relativ spät Diagnostiziert, das ich Epispadie habe. Infolge der Epispadie bin ich, inkontinent. Epispadie ist bei Mädchen eine Fehlbildung der Harnröhren. Nach etlichen OP´S denen ich mich, untergezogen habe, wo man die teils fehlende Harnröhre versucht hat anhand einer Blasenhalsplastik zu rekonstruieren, ist meine problematische Inkontinenz nicht weg. Ich muss dauernd die Windel an haben bei mir, ist die Inkontinenz sehr stark ausgeprägt. Infolge dessen, dass meine Inkontinenz noch besteht, hat meine Urologin ( die auf dem gebiet Spezialisten ist) vorgeschlagen, ein TVT Band bei mir einzusetzen. Nach meinen Recherchen zufolge, ist dieses TVT Band sehr umstritten. Die erfolgsrate liegt ungefähr bei 80% ,dennoch sind die Risiken sehr vielfältig.wie beispielsweise ein Kinderwunsch oft sehr problematisch zu sein scheint oder Geschlechtsverkehr, sowie beim einsetzen dieses Bandes kann es zu, Komplikationen führen wie das entzünden, verrutschen des Bandes. Ich wollte mal fragen wer sich mit diesem Thema etwas auskennt oder womöglich dieses Band auch in jungen Jahren eingesetzt bekommen hat und wie das ganze ausging.

alles gute dallilah.

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09 Jan 2020 14:09 #27 von Chris0706
Hallo zusammen,
auch ich habe mit 31 Jahren seit einigen Jahren mit Dranginkontinenz zu tun.
Es ist nicht wirklich eine überaktive Blase, sondern eher ein plötzlich auftretender Druck der nicht zu kontrollieren ist.
Die Ursachen sind bislang nicht wirklich geklärt, aber ich vermute dass es psychischer Natur ist.
Seit ich mit Windeln versorgt werde ist mein Alltag deutlich entspannter geworden und auch mein Umfeld und meine Partnerin akzeptieren mein Problem.
Ich würde mich freuen, wenn sich hier regelmäßig jüngere Leute austauschen

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09 Feb 2020 19:15 #28 von Andreas 87

mayaaa schrieb: Ich bin 19 und habe jetzt seit 2 Jahren eine Mischinkontinenz. Zu Anfang nur leicht und selten. Mitlerweile ist es aber ein Teil meines Alltags einzunässen und leider ist die Ursache trotz vieler Untersuchungen immernochnicht fest. Jedoch liegt die vermutung bei der Psyche. Da ich schon lange an schweren Depressionen leide.

Als es Angefangen hat, habe ich nur in größeren Abständen meistens beim bewegen oder laufen und immer öfter auch Nachts etwas eingenässt. Aber meistens nicht so viel, dass es nicht mit dünnen Einlagen getan wäre. Mit der Zeit wurde es aber immer häufiger und wesentlich Größere Mengen. Nachdem ich dann 2 mal in meinem Yogakurs irgendwann mit nasser Hose dastand, habe ich angefangen Always Discreet Hösschen zu tragen (übrigens nur zu empfehlen), jedoch muss ich die relativ oft wechseln, wobei richtige Windeln für mich im Alltag nicht infrage kommen. Also wenn jemand andere Inkontinenzhösschen kennt, die eventuell etwas mehr halten und relativ unauffällig sind, freue ich mich über Tipps.

Nachts trage ich mitlerweile schwerenherzens Windeln. Aber dadurch, dass ich öfter mal etwas zum Schlafen einnehmen muss (Depressionen etc) bin ich meistens so K.O, dass mitlerweile eigentlich jede Nacht sehr stark die Windel einnässe.

Meine Frage ist jetzt gibt es huer jemanden in meinem Alter, dem es auch so/ähnlich geht?
Wie sind eure Erfahrungen ? Tipps?


Hallo ich bin 32 Jahre alt und auch Inko. Ich nässe in der Nacht ein trage da auch immer Windeln, seit 6 Jahren geht das schon so bei mir. Hab vieles probiert. essen trinken eher einstellen, blase tranieren Medikamente auch noch. Hat alles nichts gebracht, ist auch seelisch bei mir bedingt, habe auch Beckenbodentraining gemacht und bin nach wie vor nicht trocken.

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14 Jul 2020 18:11 #29 von Engel90
Hallo, ich bin neu hier im Forum. Habe mich hier angemeldet weil ich das gleiche Problem habe wie du und ich es interessant finde Erfahrungen mit anderen Betroffenen auszutauschen. Leider ist es ja kein Thema was so offen besprochen werden kann.

Ich bin 30 und merke das ich immer mehr Probleme bekomme den Urin zu halten. Finde es ziemlich erschreckend in dem Alter mich damit zu beschäftigen. Ich hab nicht gedacht das es so etwas in dem Alter bzw jünger gibt. Ich hätte gedacht sowas kommt frühestens ab 50...

Seit gut einem Jahr merke ich das ich sehr schnell und oft zur Toilette muss, wenn ich etwas trinke. Es reichen schon kleinere Mengen das ich das Gefühl habe ich muss zur Toilette. Ich kann es kurze Zeit anhalten aber merke nach 5 - 10 Minuten das ich schnell zum Klo muss, sonst geht erwas in die Hose. Gerade auf Arbeit finde ich das sehr unangenehm das ich so oft zur Toilette gehen muss. Manchmal schaffe ich es kaum von der Autofahrt zum Klo. Ich bin am überlegen ob ich mir zur Sicherheit Einlagen besorgen und in die Unterhose legen soll. Bis jetzt ist es nur selten vorgekommen das ein paar Tropfen in die Unterhose gingen, weil ich es nicht mehr rechtzeitig auf die Toilette geschafft habe.

lG

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14 Jul 2020 19:31 #30 von Frankfurter
Hallo Engel 90,
WILLKOMMEN im Forum

Früher oder später wird jeder mit diesem von Dir geschilderten Problem konfrontiert .

" Schlaue " Sprüche kann man schnell ablassen. b]ABER[/b] bevor die grosse Hilfe-Kiste aufgemacht wird, würde ich Dir empfehlen einen Facharzt zu kontaktieren. Denn die von Dir geschilderten Symptome sind "naturgemäß" ??? erst in einem höheren Alter zu erwarten.

In jedem Supermarkt gibt es für Inkontinenz Hilfsmittel, gut über die "Tröpfelzeit" zu kommen. Ein Arztgespräch sollte aber stattfinden, um den richtigen Weg zu besprechen.

Gruss

Frankfurter

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