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Urodynamik und SpasmEX

07 Apr 2021 15:29 - 07 Apr 2021 15:30 #1 von Ciajaeg
Nachdem ich heute den dritten Urologen kennen lernen durfte, bin ich mal wieder etwas ratlos.

Ich habe im Juli den Termin für die Urodynamik im Kontinentz-Zentrum.

Dieser Urologe hat mich jetzt dazu überredet die SpasmEX einzunehmen, was ich heute auch zum ersten Mal gemacht habe.

Die Tabletten reichen für vier Monate, wenn ich die Dosierung nicht ändere.

Stört das nicht die Urodynamik-Untersuchung, oder denke ich da verkehrt?

Wenn es eine neurologische Ursache gibt, was aktuell die Vermutung meiner Hausärztin ist, macht das doch eigentlich keinen Sinn jetzt die Blase "zu beruhigen", oder?

Nimmt hier jemand SpasmEX dauerhaft ein?

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07 Apr 2021 20:20 - 07 Apr 2021 20:20 #2 von stephanw

Ciajaeg schrieb: Stört das nicht die Urodynamik-Untersuchung, oder denke ich da verkehrt?


Meine Urodynamik wurde unter Vesikur Medikation durchgeführt, sollte also auch mit Spasmex OK sein

Ciajaeg schrieb: Wenn es eine neurologische Ursache gibt, was aktuell die Vermutung meiner Hausärztin ist, macht das doch eigentlich keinen Sinn jetzt die Blase "zu beruhigen", oder?


Doch, eigentlich werden Anticholinergika auch bei neurologischen Ursachen für eine überaktive Blase / Dranginkontinenz eingesetzt.

Ciajaeg schrieb: Nimmt hier jemand SpasmEX dauerhaft ein?


Siehe anderer Post, habe Vesikur (ca. ein halbes Jahr) und Betmiga (ca. 10 Wochen) eingenommen und beides dann abgesetzt, weil es nur bedingt geholfen hat (kaum Verbesserung der Blasenüberaktivität).

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08 Apr 2021 08:41 #3 von Ciajaeg
Danke Stephan, ich hatte mich wirklich gewundert.

Das mit der "Beruhigung der Blase" bezog sich auf die Urodynamik, wenn der Muskel in der Aktivität gehemmt ist, kann die Messung ja eigentlich nicht korrekt sein? Ich werde noch einmal danach in der Klinik fragen.

Ich hatte gestern die ersten Dosierungen von SpasmEX genommen und bereits nach der Zweiten erhebliche Gleichgewichtsprobleme, als hätte ich zu viel Alkohol intus. Hoffentlich gewöhnt sich der Körper schnell daran, sonst brauche ich jemanden, der mein Bett festhält.

Mal sehen ob ich es überhaupt lange genug durchhalte, als das es im Juli Probleme machen könnte. ;)

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08 Apr 2021 08:55 - 08 Apr 2021 08:58 #4 von stephanw
Hi Ciajaeg,

ja, es macht sicher Sinn das abzuklären, ich denke aber das es passen müsste.

Anticholigene Medikamente sind nicht so ohne mit den Nebenwirkungen, viele Patienten berichten über eine starke Mundtrockenheit (das dürfte die mit Abstand häufigste Nebenwirkung sein) und setzen das deswegen wieder ab. Ob Schwindel eine Nebenwirkung ist weiß ich ehrlich gesagt nicht, wäre aber vorstellbar. Wenn sich Schwindel/Gleichgewichtsstörungen einstellt pass aber bitte mit dem Autofahren auf. Wenn da unter Medikamenteneinfluß ein Unfall deswegen passiert oder Du in eine Verkehrskontrolle kommst, kann es sein das Du den Führerschein verlierst. Schwindel/Gleichgewichtsstörungen sind ein Grund, die Fahreignung in Frage zu stellen!

Aber einen Versuch ist es definitiv wert. Wenn es nicht funktioniert gehen die Nebenwirkungen mit dem Absetzen auch wieder weg. Ich hatte weder Nebenwirkungen noch großartige Wirkung (leider), deswegen hab ich das dann eingestellt.

Viele Grüße!
Stephan

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08 Apr 2021 15:57 - 08 Apr 2021 16:12 #5 von Ciajaeg
Ich habe erhebliche Probleme mit den Nebenwirkungen.

Mir ist latent schlecht und schwindelig, etwas Herzrasen und seit einer Stunde kann ich nicht mehr scharf im Nahbereich sehen.

Das ist in den Nebenwirkungen als "gelegentlich" aufgeführt:

"Störung der Fähigkeit des Auges zum Scharfsehen in der Nähe (Störung der Akkommodation)",

aber ich hatte den Arzt extra danach gefragt und der meinte, es wäre nur ein Problem, wenn ich einen grünen Star hätte.

Geht das trotz der weiteren Einnahme wieder weg? Ich kann so nicht arbeiten oder Auto fahren.

An solche Nebenwirkungen hatte ich gar nicht weiter gedacht.

Mein Blutdruck und der Ruhepuls sind um 20% erhöht gegenüber vor drei Tagen.

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08 Apr 2021 17:25 #6 von matti
Lieber Ciajaeg,

Erhard Blanck hat es einmal in schöne Worte gepackt: "Er kränkelte ständig. Als er sich mal wohlfühlte, wurde er unruhig. Vielleicht stimmte was nicht mit ihm?"

Soll heißen, wer ständig in seinen Körper hört, wird Symptome von Pest und Cholera an sich bemerken.

Zieh dir mal Schuhe an, geh raus, erfreue dich an der Baumblüte,....mach einfach einmal etwas anderes, als in deinen Körper zu horchen.

Du befindest dich geradezu in Erwartungshaltung einer Nebenwirkung. Versuch einmal eine Minute nicht an Elefanten zu denken, also keine Elefanten. Ich meine Elefanten. Als eine Minute nicht an Elefanten denken. Beginne jetzt damit, nicht an Elefanten zu denken.

Gruß
Matti

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08 Apr 2021 17:52 #7 von SJ
Ich würde es, glaube ich, absetzen und bis zur Urodynamik warten, damit gesehen wird, was genau eigentlich los ist.

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08 Apr 2021 18:03 - 08 Apr 2021 18:06 #8 von Ciajaeg
Hey Matti,

ich habe deinen Rat befolgt und habe den Nachmittag im Garten verbracht. Leider hat sich dadurch nichts geändert.

Ich müsste nun die letzte Dosis des Tages nehmen, aber ich sehe immer noch unscharf, mir ist immer noch schlecht und schwindelig.

Mit dem "Unwohlsein" könnte ich einige Tage leben, aber das unscharfe Sehen geht gar nicht. Ich habe ohnehin schon -5 bis -7 Dioptrien, das kann ich jetzt echt nicht gebrauchen, um das hier zu tippen muss ich ständig mit dem Kopf zucken. :sick:

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08 Apr 2021 19:56 #9 von Ciajaeg
Jetzt ist es gleich 20:00Uhr, ich kann wieder normal sehen, die Abenddosis habe ich ausfallen lassen, so kann ich Morgen zu meinem Termin in der Klinik mit dem Auto fahren. Ich werde Morgen danach ebenfalls nur 2x 15mg am Tag einnehmen, mal sehen, wie das dann funktioniert.

So leicht gebe ich nicht auf.

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10 Apr 2021 11:38 - 10 Apr 2021 11:39 #10 von Ciajaeg
Hier im Forum sind kaum Einträge zu SpasmEX, die meisten sind von mir :blush: ,dabei müssen das doch viele genommen haben, oder?

Ich habe die Dosis nun auf 2x15mg gesenkt, das klappt besser.

Die Schwindelgefühle und die leichte Übelkeit sind noch da, wenn auch nicht mehr so krass wie am Anfang.
Den Druchfall habe ich immer noch, das Problem mit den Augen ist bisher nicht wieder aufgetreten.

Ich fühle mich ständig, als hätte ich zuviel gesoffen, Auto fahren geht auf keinen Fall, nach meiner Einschätzung.

Ich habe irgendwo gelesen, dass das Medikament erst nach zwei Wochen anschlägt, ich bilde mir aber ein, dass der Harndrang erheblich nachgelassen hat, auch wenn sich die Miktionsfrequenz bisher nicht ändert. Was mich allerding sehr irritiert ist, dass ich nun ständig das Gefühl habe, ich würde tropfenweise Urin verlieren, was aber offenbar nicht der Fall ist. :dry:

@Matti: Ich habe mir vor vielen Jahren beibringen müssen, sehr genau auf die Reaktionen von meinem Körper zu achten, sonst wäre ich das postvirale Erschöpfungssyndrom niemals los geworden und hätte die Folgeerkrankungen nicht so gut im Griff, desshalb nehme ich die Nebenwirkungen sehr ernst.

Zum Glück ist ein Schub meiner Fibromyalgie ausgeblieben, darum hatte ich mir die meisten Sorgen gemacht.

Aber es wäre super, wenn mir jemand sagen könnte, ob die Nebenwirkungen irgendwann abklingen, weil sich der Körper daran gewöhnt, oder ob die immer bleiben, wie sie sind, davon würde ich die Entscheidung abhängig machen, wie lange ich mir das antue, es ist insgesamt recht unangenehm.

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