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Zystofix

16 Jan 2008 11:10 #1 von SteffLo
Mich mal vorstellen will, und dann schreib ich euch gleich mal von unserem Problem. Mein Opa hat Alzheimer und hat einen Zystofix gelegt bekommen aber der läuft nicht richtig ab er muss mindestens 1x pro Woche ins KH wenn nicht öfter es ist verschleimt oder sogar Eitrig, trinken tut er eigentlich gut von daher wissen wir und die Ärzte nicht was es sein soll so nun die alles entscheidente Frage an euch:
-wer hat das gleiche Problem?
-Wie kann man das Problem beseitigen
oder wer weiß Rat??

Wir wissen nicht mehr weiter bitte helft uns[/b]

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16 Jan 2008 12:00 #2 von Gresskamp
Hallo,

die im Krankenhaus sollen mal prüfen, ob der Opa allergisch gegen das Schlauchmaterial ist. Ausserdem beobachte mal, ob er oft am Schlauch "rumfummelt". Das Gebiet wo der Schlauch austritt ist sehr empfindlich und kann sich leicht entzünden.

Auch hat der Schlau einwenig Spiel und liegt vielleicht im Moment nicht mehr ganz in der Blase.

Viele Grüße
Gresskamp

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16 Jan 2008 12:16 #3 von SteffLo
Hallo Gresskamp,

ich danke dir für den Tipp daran haben wir noch jicht gedacht das er das Material nicht vertragen könnte,am Schlauch selbst macht er weiter nichts kommt ja nicht hin seine Hände kann er sehr schwer bewegen :(

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16 Jan 2008 12:57 #4 von matti
Hallo SteffLo,

ich denke, dass eitriger Urin immer einen urologischen "Notfall" darstellt und es schon mehr als traurig ist, wenn die Ärzte ratlos sind.

Zunächst müsste wohl erst einmal die akute Entzündung behandelt werden. Dies wird in der Regel durch ein Antibiotikum erreicht.
Dann sollte man sich einmal die Frage stellen, warum dein Opa den eigentlich einen Katheter trägt. Wahrscheinlich leidet dein Opa an einer Inkontinenz und nicht an einer Entleerungsstörung. Wenn dem so ist, dann stellt das Legen eines Dauerkatheters einen klassischen Behandlungsfehler da.
Einen Katheter aus Gründen der Pflegeerleichterung zu legen ist falsch! Und durch die von dir beschriebenen Folgen wird dies ja auch belegt.

Hier sollten einmal Alternativen, wie beispielsweise das Verwenden eines Kondomurinals in Betracht gezogen werden.

Sollte aufgrund medizinischer, nicht pflegerischer, Notwendigkeit die Anlage eines Katheters unabdingbar sein dann müsste evtl. eine Antibiotika Prophylaxe durchgeführt werden. Es gibt zudem einige natürliche Mittel, beispielsweise Cranberrys, welche den Urin ansäuern und damit Bakterien keinen oder nur einen eingeschränkten Raum einräumen.

Ganz wichtig bei einem bestehenden Infekt ist jetzt trinken, trinken, trinken! Hier sollte mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden, weil dies beispielsweise bei einer Herzinsufzienz richtig dosiert werden muss.

Es gibt auch die Möglichkeit die Blase lokal mit einem Antibiotikum zu spülen. Von Spülungen mit Kochsalzlösung wird hingegen mittlerweile abgeraten, weil dies erst recht Keime in die Blase spülen kann.

Vielleicht kann unser Experte Herr Schacht dazu seine Meinung noch einmal abgegen, ich möchte hier ja keinen unsinn schreiben.

Gruß

Matti

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16 Jan 2008 18:08 #5 von dcschacht
Hallo SteffLo,

was Matti da rät ist schonmal absolut gut und richtig! Leider ist es oft so, dass gerade Alzheimer Pat. mit möglicherweise Demenz zur Versorgungs- Entlastung mit einer Harnableitung versorgt werden und Probleme bekommen, die sie ohne das Ding nicht hätten. Aber die Begründung zu diese Maßnahme kann ich von hieraus natürlich nicht beurteilen.

Wie kann man helfen? - 1. mitunter ist schlauch zu dünn, dann sollte nach und nach mit Wechsel des Katheters ein größerer Schlauch mind. 20 CH eingelegt werden. 2. Hinweis Allergie oder unverträglichkeit gut und richtig, da Langzeitkatheter grundsätzlich aus Silikon bestehen - Antiallergikum könnte helfen.

Bei Eiter- Ausscheidung muss man Erreger festellen - also Urindiagnostik mit Mikrobiologie und Antibiogramm. Danach gezielte und Langzeitantibiose. Dann muss der ganze Schmodder erstmal raus aus der Blase - macht man mittels Dauerspülung mit desinfizierender Substanz z.B. Braunol über eine speziellen Harnröhren- Spülkatheter (geht aber nur im Krankenhaus). Anschließend kann man eine Vorbeugung mit Harnansäuerung z.B. Methionin oder Acimethin einleiten.

Man muss sich aber im Klaren sein: Dauerkatheterträger haben immer Bakterien im Urin!! meist aber ohne Beschwerden - das kann man tolerieren- man nennt das chronisch asymptomatische Bakteriurie. Aber Eiter und Verstopfung geht gar nicht!

Gruss dcschacht

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17 Jan 2008 09:29 #6 von SteffLo
Wir möchten uns bei euch bedanken ihr habt uns sehr weitergeholfen,werden den Urologen bei der nächsten Zystofix wechslung darauf ansprechen! Super von euch nochmal DANKE!! :D

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17 Jan 2008 12:13 #7 von matti
Hallo Stefflo,

eine sehr interessante Schilderung zum Thema Katheterismus findet sich im Homecare-Journal der Firma B.Braun Melsungen AG.

Den Bericht findest du hier:

http://www.homecare-journal.de/cps/rde/ ... /1134.html

Bitte berichte auf jeden Fall wie es bei euch weitergeht.

Gruß

Matti

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