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16 Feb 2022 14:04 #1 von Dominik.A
Hallo mein Name ist Dominik.

Danke für die Aufnahme im Forum.
Bis lang war ich stiller mit leser. Kurz zu mir... ich bin 38Jahre und seit ca. 12 Jahre Harninkontinet.

Ich bin vor ca. 12 Jahren mit dem Motorrad gestürzt und ein paar Monate später fing es nachts an, dass ich nass wurde. Mein Hausarzt, hat mich damals direkt zun Urologen überwiesen. Untersuchungen wie Ultraschall, Blasendruckmessung und der gleichen brachte keine Ergebnisse. Der Arzt hat es dann mit verschiedenen Medikamenten wie Betmiga usw probiert die Harnproduktion nachts zu reduzieren. Außer Nebenwirkungen haben die Medikamente bei mir nichts gebracht. Ein Psychologenbesuch wegen ggf. Trauma brachte ebenfalls keine Besserung.

Daraufhin wurde ich ins KH überwiesen um eine MS Erkrankung oder andere Neurologiesche Ursachen auszuschließen. (Indikator war damals noch ein nicht einstellbarer zu hoher Blutdruck). Aber dies hat sich zum Glück nicht bestätigt.

Nachdem ich mich dann irgendwie damit abgefunden und arrangiert habe, ist dann tagsüber der Harnverlust dazu gekommen. Im letzten Jahr wurde ich dann von meinem "neuen" Urologen wieder ins KH überwiesen um erneut festzustellen, waran es liegen könnte. Nach 3 Tagen Aufenthalt im KH, diversen Untersuchungen (Langzeit Urin, Blasenspiegelung, Blasendruckmessenung, MRT usw.) Wurde ich wieder ohne Befund entlassen.

So versorge ich mich nach wie vor mit aufsaugenden IKM (Windeln). Mit Vorlagen oder Urinalkondom komme ich leider nicht klar.

Liebe Grüße Dominik

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16 Feb 2022 16:09 - 16 Feb 2022 16:11 #2 von MichaelH
Hallo Dominik,

Herzlich willkommen in Forum.

Auch wenn für die meisten Ärzte die Windeln nur als ultima Ratio angesehen werden und Medikamente als das Nonplusultra denke ich das jede*r selbst wissen muss womit man am besten klar kommt.

Ich sollte auch Tabletten nehmen, hab mich aber nach dem ich die Nebenwirkungen gelesen habe dagegen entschieden. Ein Urinalkondom kommt bei mir anatomisch nicht in frage. Daher bin ich auch auf Windeln angewiesen. Auch wenn mein Urologe und Hausarzt meint mit Anfang 40 wäre das zu früh…..

Naja Ärzte eben.

Vorlagen hab ich anfangs genommen, als es noch nicht so schlimm war tagsüber. Aber sind wir ehrlich die sind unbequem und umständlich.

Achso eine Ursache wurde bis jetzt auch nicht gefunden bei mir.

Schöne Grüße
Michael

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17 Feb 2022 00:02 #3 von hans-w
Hallo Domink, Hallo Michael,

Ich möchte mich Euch grundsätzlich anschließen. Meine Krankengeschichte hab ich schon ausführlich erzählt und auch gute Vorschläge hier im Forum erhalten. Deshalb nur ganz kurz, ich habe mehrere OPs an der LWS hinter mir , konnte in Folge dessen jahrelang die Blase ausschließlich mit ISK entleeren. Seit einem Dreiviertel Jahr entleert sich meine Blase nun unbewußt, es war anfangs eine Katastrophe für mich. Mittlerweile habe ich jede Menge Untersuchungen hinter mir, wie CT, MRT, Blasspiegelung, Blasendruckmessung etc. ,als Ergebnis könnte es eine Spinalkanalstenose sein. Eine OP wäre eventuell möglich, aber die Verletzung des Rückenmarks ist nicht auszuschießen. Das will ich auf keinen Fall ! Dann wäre noch ein SPK möglich, den ich zumindest jetzt auch abgelehnt habe. Fazit, ich bin mittel- bis hochgradig harninkontinent trage tagsüber Vorlagen und nachts Windelhosen, ist nicht gerade schön aber funktioniert. Also werde ich sicher mittel- bis langfristig dabei bleiben ohne das Risiko der OP etc. Leider kann die o.g. Stenose auch noch zur Stuhlinko. führen was sich manchmal in meinen Vorlagen/ Windeln auch schon andeutet. Auch nicht schön aber auch dafür gibt es spezielle Hilfsmittel.
Also in sehe die "aufsaugenden Hilfsmittel" mittlerweile als gute und vor allem sichere Alternative zur OP oder SPK und werde sicher dabei bleiben.

Gruß Hans

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17 Feb 2022 07:10 #4 von mich
Dominik, hast du schon mal Vorlagen von div. Firmen benutzt. Da gibt es große Unterschiede. Ich habe als es bei mir so war vom Sanitätshaus eine große Auswahl an Muster bekommen und habe mich für Seni entschieden. Nachdem ich diese 2 Jahre lang benutzt habe, wurde ich von einem URO darauf aufmerksam gemacht mich einmal über künstliche Schließmuskel (AMS 800) schlau zu machen. Habe ihn mit implantieren lassen und hatte dann 3 Jahre Ruhe mit Inkontinenz. Leider hat das aber nachgelassen und ich warte wieder auf einen Termin in Austauschen zu lassen.

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17 Feb 2022 08:38 #5 von Dominik.A
Selbstverständlich, habe ich ich mich durch den Markt der aufsaugenden Mittel durch probiert. Trotzdem bin ich immer wieder bei den geschlossenen Systemen hängen geblieben.

Da ich auf dem Bau arbeite, habe ich leider nicht die Möglichkeit zu wechseln, wie im Büro. Daher versorge ich mich auch Tagsüber mit IKM mit sehr hoher Saugleistung. "Unfälle" habe ich dadurch nur sehr selten. Leider hat die Versorgung den Nachteil, daß es recht teuer ist. Denn eine Versorgung durch die KK habe ich aufgegeben.

Liebe Grüße

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17 Feb 2022 15:11 - 17 Feb 2022 15:13 #6 von herirein

Dominik.A schrieb: Ich bin vor ca. 12 Jahren mit dem Motorrad gestürzt und ein paar Monate später fing es nachts an, dass ich nass wurde. Mein Hausarzt, hat mich damals direkt zun Urologen überwiesen. Untersuchungen wie Ultraschall, Blasendruckmessung und der gleichen brachte keine Ergebnisse. Der Arzt hat es dann mit verschiedenen Medikamenten wie Betmiga usw probiert die Harnproduktion nachts zu reduzieren. Außer Nebenwirkungen haben die Medikamente bei mir nichts gebracht. Ein Psychologenbesuch wegen ggf. Trauma brachte ebenfalls keine Besserung.

Hallo Dominik, auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum der Inkontinenz Selbsthilfe e.V.

Die Wahrscheinlichkeit, dass nach einem Motorradunfall minimale Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule entstanden sind, ist relativ groß. Solche Verletzungen müssen zunächst keine Beschwerden machen, haben aber die Eigenschaft, kleinste Vernarbungen entstehen zu lassen. Entlang der unteren Wirbelsäule befinden sich eine ganze Reihe von Nervenaustrittspunkten, die das sakrale Nervenzentrum versorgen. Dieses Zentrum ist u.a. für jeglichen Ablauf der Kontinenz verantwortlich.
@hans-w, ist auf die Spinalkanalstenose als Ursache für Inkontinenz schon eingegangen. Dein zeitlicher Ablauf zwischen Motorradunfall und beginnender Inkontinenz lässt die Vermutung zu, dass sich durch kleinste Vernarbungen eine Verengungung eines Spinalkanals entwickelt hat. Ermitteln bzw. mikrochirurgisch beheben kann das nur ein Neurochirurg.

Ich würde mich als 38-Jähriger noch nicht damit abfinden, ein Leben lang Hilfsmittel zur Kontinenz zu benötigen, bevor nicht sicher ist, ob ein wie oben genanntes Problem besteht und der Neurochirurg mit einem minimalinvasiven Eingriff eine Lösung herbeiführen könnte.

Gruß Heribert

Stenose = Verengung
Spinalkanal = Hülle in dem ein Nerv verläuft

Menschen sind wie Engel mit nur einem Flügel,
um fliegen zu können müssen wir uns umarmen
(Luciano de Crescenzo)

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17 Feb 2022 15:25 #7 von Dominik.A
Hallo Heribert,

Danke für deine Worte.
Ich war im letzten Jahr in der Klinik auf der Neurochirurgie. Dort wurde das durch MRT mit Kontrastmittel untersucht. Für die Ärzte ist es das selbe Rätsel wie mein nicht einzustellender Blutdruck!!! Auch da findet kein Arzt was. (Nephrologe, Kardiologe usw.). Der Arzt hat aber auch gemeint, dass es irgendwelche spätfolgen sein können. Hinzu kommt eine sitzende Tätigkeit (auf Bagger) wo auch noch ständig Schläge auf Rücken und Bandscheibe kommen.

Abfinden will ich mich natürlich nicht. Ich versuche schon Möglichkeiten zu finden... leider bis jetzt ohne Erfolg.

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17 Feb 2022 15:27 #8 von Matthias1965
Hallo Dominik,
auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.
Dich hat es mit der Inkontinenz leider schon sehr früh in jungen Jahren erwischt.
Wie ich Deinem Beitrag entnehme, bist Du auch einer, der sich nicht unterkriegen lässt und Deinen Weg gehst.
Meine Diagnose ist wie bei vielen: idiopathische Detrusorüberaktivität.
Nach jahrelangen Zögern habe ich letztes Jahr mich für Spasmex entschieden, aber der ewig trockene Mund und das Herzklopfen haben mich wieder aufhören lassen.
Auch ich benutze Nachts, in der Arbeit und bei längeren Aufenthalten in der Öffentlichkeit Windelslips, tagsüber zuhause höchstens eine Vorlage, damit sich die Haut erholen kann. Ich habe eine kurze "Vorwarnzeit" von ca. einer Minute, die reicht dann doch, die Toilette zu erreichen.
Für mich persönlich kommen operative Eingriffe , wie Schlinge oder Botoxbehandlung, überhaupt nicht in Frage.
Über das Thema Kostenerstattung habe ich bereits ausführlich geschrieben, auch ich habe keinerlei Lust mehr, mit der KK oder den Sanitätshäusern zu diskutieren.
Ich zahle meinen Mehrkostenanteil und bestelle privat.
Vielleicht für Dich noch eine kleine Anregung: immerhin ist Inkontinenz eine Behinderung und Du kannst beim Versorgungsamt einen Antrag für einen Grad der Behinderung stellen, ebenso, solltest Du viel unterwegs sein, einen Euroschlüssel für die Behinderten Toiletten beantragen. Diese Toiletten sind sauberer und geräumiger und somit für den Wechsel des IKM wesentlich angenehmer.
Grüße Matthias

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17 Feb 2022 15:40 #9 von Dominik.A
Hallo Matthias,

Unterkriegen sollte man sich gar nicht lassen. :silly:

Nur hat man auch oft das Gefühl, dass die Ärzte nicht wirklich zu hören. Da fragt man sich oft "Warum war ich jetzt hier " ebenso der Kampf mit der Krankenkasse. Ich möchte die mal sehen, wenn die ihr Löschpapier zwischen den Beinen haben. Es nervt einfach zu hören, dass man "überversorgt" ist. Oder IKM hat was 4Liter saugt.

Das sind Dinge die es schwierig machen.

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19 Feb 2022 11:05 - 19 Feb 2022 11:11 #10 von mich
Ich stell mir nur vor wie angenehm es sein würde 4 Ltr. Unten herumhängen zu haben? Das muss richtig bequem sein. Kann man sich da überhaupt noch richtig bewegen?

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