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Ich leide und will das ändern

01 Dez 2008 11:50 #1 von feder
Ich grüße Euch alle!
Ich bin neu hier und froh, Euch gefunden zu haben. Ich leide schon seit meinem 16. Lebensjahr an nächtlicher Inkontinenz, die urplötzlich auftrat. Jetzt bin ich 42 Jahre und habe vor, nicht mehr zu leiden! Ich hoffe, dass Ihr mich auf meinem Weg ein Stückchen begleitet. Ich war schon einmal bei einem Gynokologen, der mir versicherte, dass organisch alles o.k. sei. Das ist schon eine Ewigkeit her..., naja, ich verdrängte das Thema. Es war mir immer peinlich, dass ich als Erwachsene das Bett nässe. Die Gründe für meine Scham kennen sicher viele von Euch gut. Auch heute, wo ich den Entschluss gefasst habe, zu einem Urologen zu gehen, bekomme ich Herzklopfen, wenn ich nur daran denke!

Liebe Grüße!!

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02 Dez 2008 12:02 #2 von susi31
Hallo feder,

hab keine Angst vom Urologen. Es ist besser hin zu gehen, als sich auf eine Gynäkologen Diagnose zu verlassen. Ich habe vor paar Monate auch den Befund „organisch ist alles OK“ bekommen. Ich habe dem vertraut und habe dadurch nur die Zeit verloren.

Alles Gute

lg
susi

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03 Dez 2008 09:55 #3 von feder
Ich grüße dich Susi !
Danke für Deine lieben Worte! Jetzt muss ich nur noch den "richtigen" Urologen finden. Und dann noch die Kraft finden, einen Termin zu machen. Keine Ahnung, warum es so schwer ist....

liebe Grüße
feder

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05 Dez 2008 09:10 #4 von welute
Hallo Feder,

den ersten wichtigen Schritt hast Du schon getan. "Ich will nicht mehr leiden!" Leider ist die Suche nach einem guten Urologen oft nicht leicht. Aber suchen musst Du ihn. Frage in Deiner Umgebung nach Tipps. Vieleicht ist hier im Forum jemand aus Deiner Nähe.

Glaub mir, wenn man erst einmal anfängt nach Ursachen zu suchen, wird schon einiges leichter. Wir werden Dich gerne bei der Ursachenfindung begleiten. Stelle Deine Frage, erzähle uns vom Urologenbesuch u.s.w.

Versteckk Dich nur nicht mehr.

Liebe Grüße

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08 Dez 2008 11:32 #5 von feder
Hallo velute, ich dachte der Besuch beim Urologen wäre der erste Schritt. Aber ich bin ja tatsächlich schon viel weiter. Danke für diesen Hinweis! Ich weiß tatsächlich noch nicht, zu welchen Urologen ich gehen soll. Das erschwert mir die Sache erheblich, da ich immer noch eine schreckliche Scheu vor diesem Arztgang habe. Warum weiß ich selber nicht... . Aber gern werde ich davon berichten. Darum bin ich ja hier, ich bin froh über unterstützung. Nur meinem Freund vertraue ich mich an. Sonst weiß niemand aus der Familie oder Bekannten/Freundeskreis von meinem Leid.

Liebe Grüße

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08 Dez 2008 15:27 #6 von webbi
Hallo Feder,

überwinde schnell deine Scheu (vor Weihnachten wirst du allerdings kaum noch einen Termin erhalten, außer im Notfall)! Vielleicht ist es für dich leichter, wenn du einen Gyno-Urologen aufsuchst - Anschriften erhälst du über die für deinen Wohnort zuständige Kassenärztliche Vereinigung.

Nur Mut zum nächsten Schritt...

MfG
webbi

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09 Dez 2008 12:41 #7 von feder
Hallo Webbi,
ich danke Dir für diesen Tipp! Ich werde mich sofort informieren, welche Gyno-Urologen es hier gibt! Ich musste mich viele Jahre in Geduld üben. Da fällt es mir sicher nicht sehr schwer, auf meinen Termin etwas warten zu müssen. Hauptsache es passiert endlich etwas!

liebe Grüße
feder

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10 Dez 2008 00:29 #8 von eckhard11
Hmmmm, Feder,

ich darf einmal resümieren, ( bitte ohne sofortige, heftigste Gegenwehr ) :

Du bist seit 26 Jahren inkontinent, warst aber noch nie bei einem Urologen.
Du “warst mal” bei einem Gynäkologen, der Dir “organisch alles ok” bescheinigte.
Auch dieser Besuch ist schon “eine Ewigkeit” her.

Mittlerweile, mit 42 Jahren, bist Du zu dem Entschluss gekommen, Dich zu wehren, scheust aber noch immer den Gang zu einer Urologin oder zu einem Urologen.

Sechsundzwanzig Jahre stilles Leiden.
Sechsundzwanzig Jahre erfolgreiches Verheimlichen dieser Behinderung.
Das muss Kraft gekostet haben !!
Hut ab. Hätte ich nicht geschafft !
Allerdings kann ich Dich auch nicht bemitleiden.

Auf welche Scham - die hier ja viele von uns kennen würden - Du Dich beziehst, entzieht sich meinem Verständnis.
Davon abgesehen, dass der Gynäkologe nicht der richtige Ansprechpartner ist, ( Du gehst ja auch nicht in eine Metzgerei, wenn Du ein Brot kaufen willst, oder ), verstehe ich die Argumentation nicht.
Gynäkologe ja, ( da handelt es sich ja auch um Frauenkrankheiten, die alle mit der Gebärmutter und den dazugehörigen Organen zu tun haben, also etwas mit Geburt, Kindern, ergo etwas “Heiligem” etc. ),
Urologe nein, denn da handelt es sich ja um etwas Unaussprechliches wie Harn oder Urin, also bäh.....

Obwohl nicht nur beide Eingänge, sondern auch die betreffenden Organe direkt untereinander liegen.
In beiden Fällen sitzt ihr auf dem Gynäkologenstuhl und der Meister sitzt davor und guckt rein.
( Übrigens sitzen die Männer genauso darin )

Wo also ist der Unterschied ??????

Verstehe jemand eine solche Philosophie, ich nicht !

Gruß
Eckhard

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10 Dez 2008 11:35 #9 von feder
Danke Eckhard11 für Deine Antwort,
als ich inkontinent wurde, war ich 16 Jahre alt. Ich war zum ersten mal schwanger und in meiner Unerfahrenheit ging ich zum Gynokologen, weil ich dachte, es habe etwas mit der Schwangerschaft zu tun.
Dann merkte ich, dass es nicht aufhörte mit der Inkontinenz..., ich war sehr eingeschüchtert und hatte keine Vertrauensperson. Ja, leider war ich derart gesellschaftlich und auch vom Elternhaus negativ geprägt, dass Harn und Urin einfach tabu waren. Ich schämte mich für etwas, wofür ich natürlich nichts konnte und Gott sei Dank heute in der Gesellschaft immer offener thematisiert wird.
Alte Erfahrungen kann ich nicht so von heute auf morgen abschütteln. Lieber wäre mir das auch! Ich bin geprägt, aber auf dem Weg!
Ich glaube schon, dass einige Menschen mich verstehen und wissen, von welcher Scham ich rede. Ich glaube nicht, dass jeder so locker von Anfang an mit seiner Inkontinenz umgehen konnte, wie Du. Ob alle so lange wie ich still gelitten habe, bezweifle ich auch. Lebensumstände bringen den Menschen manchmal dazu. Mitleid erwarte ich in keinem Fall. Ich freue mich, hier meine Scheu immer mehr zu verlieren, und mich nicht allein zu fühlen.

In dem Sinne liebe Grüße
feder

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20 Dez 2008 09:03 #10 von kathrin07
Hallo Feder,

Ich bin 50 Jahre alt und habe seit ca. 8-10 Jahren mit Inkontinenz und Senkungsbeschwerden zu tun.
Ich kann dich sehr gut verstehen, auch ich bin wegen meiner Probleme nicht zum Urologen gegangen, sondern zu einer Gynäkologin.

Der Kommentar der Gynäkologie war:!!!! Wenn Frauen in den Wechseljahren auslaufen hat das mit der Seele zu tun, --die Seele weint, also sollte ich mal über mein Leben nachdenken!!!!!

Völliger Blödsinn- das weiß ich heute auch, deshalb habe ich dann auch noch 3 Jahre gewartet bis ich bei einem anderen Gynäkologen war, dieser hat mir eine Operation "aufgeschwatzt" die ich besser nicht hätte machen lassen.

Wäre ich damals schon zu einem Urologen oder einem speziellen Urogynäkologen gegangen ( wie dir Eckard11 geraten hat) würde ich heute nicht mit den massiven Problemen leben müssen.

Wenn Probleme mit der Blase bestehen sollten die Frauen immer den Rat eines Urologen beachten, denn das ist der Fachman/frau für diese Fragen.

Vielleicht gibt es bei dir in der Nähe ja eine Urologin, auch ich bin jetzt bei einer Urologin in Behandlung, dort fällt es mir leichter meine Probleme zu schildern.

Schaue doch mal auf unserer Homepage, auf der Startseite gibt es auch Adresse für Kontinenzzentren auch in deiner Nähe, dort sind Urologen, Chirurgen und Gynäkologen die gemeinsam an der Diagnostik beteiligt sind.
Ich habe damit die allerbesten Erfahrungen demacht.

Nur ein Nachteil haben diese Zentren, meistens eine lange Wartezeit, aber dann bist du in besten Händen.

Versuche deinen gesamten Mut zusammen zunehmen, und gehe das Problem an!!

Ganz viel Mut und eine schöne Weihnachtszeit

Karin

W23

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