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OP geplant, Gebärmutter OP, Blasenanhebung nach Burch (???)

25 Jun 2017 21:37 #1 von Aliana
Guten Abend allerseits,
mein Problem ist ziemlich komplex, hoffe ich kann es trotzdem verständlich erklären.

Ich 45 J. habe seit längerer Zeit Beschwerden im Unterleib wie das Gefühl einen Stein im Bauch zu haben, kann meinen Darm oft nur unter Bauchschmerzen entleeren, danach dann häufig Stuhlgang. Ich musste manchmal mit dem Finger nachhelfen oder mit einem Klistier. Dabei habe ich einen dicken Knubbel gespürt, hatte Angst einen Darmtumor zu haben. Bei der Spiegelung kam aber zum Glück nichts raus. Aus Scham verschwieg ich dem Arzt, dass ich mit dem Finger einen Knubbel ertastet hatte.

Ich habe auch Probleme mit dem Wasser lassen. Ich habe öfter das Gefühl, dass meine Blase zum Bersten voll ist, doch wenn ich auf die Toilette gehe, kommt dann eher wenig oder ich renne zig mal am Tag auf`s Klo. Das andere Problem ist, dass ich bei Anstrengungen kleinere Mengen Urin verliere oder beim Niesen und Verkehr, auch läuft manchmal beim schlafen etwas aus.

Ich war letzte Woche bei einem Urogynäkologen. Meine Gebärmutter hängt etwa einen 1/2 cm aus meiner Scheide heraus. Sie ist wohl der Knubbel, den ich im Darm fühlen konnte.
Die Rede war auch von einer Rektocele und Traktionscystocele Grad II, von einer Belastungsinkontinenz und Harnverhalten.
Die Blase,Gebärmutter und der Darm sind wie in einem Trichter nach unten gesackt.

Mir wurde dann eine OP vorgeschlagen. Ich solle die Gebärmutter entfernen lassen und die Blase und Harnröhre nach Burch anheben. Dabei soll ein Bauchschnitt gemacht werden und das ganze soll ca. 2 Stunden dauern.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen von euch oder so eine OP nach Burch machen lassen? Sind eure Beschwerden danach besser geworden oder schlimmer? Ich überlege mir noch eine 2. Meinung einzuholen. Der Arzt meint, dass da mit Beckenbodengymnastik nichts mehr zu machen ist, dafür sei alles zu sehr fortgeschritten.
Ich habe Angst vor dem Bauchschnitt, da ich unter starken Verwachsungen von einer anderen OP leide.
Wäre schön, wenn hier jemand mir von seinen Erfahrungen berichten könnte.
LG Aliana

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25 Jun 2017 22:11 - 25 Jun 2017 23:55 #2 von Ano
Moin Aliana!

Ich hatte vor etlichen Jahren eine Gebärmutterentfernung mit Anhebung der Blase. Weiß nicht mehr, ob das nach Burch war. Mein Harnleiter wurde nicht "bearbeitet". Ich war da 49 Jahre alt. Die Op wurde minimalinvasiv und durch die Scheide durchgeführt. Ein Bauchschnitt blieb mir erspart. Allerdings hatte ich auch sehr viele Verwachsungen durch zwei vorangegangene Kaiserschnitte und andere Unterleibs-Op's. Diese Verwachsungen wurden bei der Op damals gleich gelöst. Damit hatten sie fast mehr zu tun als mit der eigentlichen Op.

Wenn nun bei Dir ein Bauchschnitt geplant ist, liegt es sicher daran, dass erheblich mehr zu machen ist. Du kannst Deinen Operateur ja mal auf Deine Sorgen bzgl. der Verwachsungen ansprechen. Sicherlich wird er - wenn Du auf dem Op-Tisch liegst - alles, was er an Verwachsungen sieht, gleich entsprechend lösen.
Natürlich kannst Du von diesem aktuellen Bauchschnitt auch wieder Verwachsungen bekommen. Aber heutzutage wird wesentlich schonender operiert als noch vor einigen Jahren. So könnte sich das vermutlich in Grenzen halten.

Ich hatte jedenfalls nach der oben erwähnten Op keinerlei Probleme mehr, keine Schmerzen, keine Undichtigkeiten und - was ich genossen habe - keine Menstruation mehr. Der Nachteil dabei ist aber, dass Du dann unweigerlich ins Klimakterium kommst. In den Wechseljahren können ja auch allerlei Zipperlein auftreten. Das ist bei jeder Frau anders. Ich hatte eigentlich nur unter Hitzewallungen zu leiden, die ich mit einem pflanzlichen Mittel gut in den Griff bekommen habe.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen.
LG, Ano

Nachtrag:
Eine zweite Meinung einzuholen ist keine schlechte Idee - zumal es ja ein größerer Eingriff ist.

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26 Jun 2017 14:16 #3 von Elkide
Hallo liebe Aliana,

mir geht es genauso wie Ano. 1993 wurde mir die Gebärmutter entfernt und der Beckenboden wieder " in Form" gebracht. Welche Methode angewandt wurde, weiß ich nicht. Hatte auf jeden Fall auch einen Bauchschnitt aufgrund der vielen Verwachsungen. Im August 2016 wurden mir die Eileiter entfernt - auch wieder mit Bauchschnitt aus den og. Gründen. Nach Entfernung der Gebärmutter war bis 2014 alles in Ordnung. Inkontinenz war erst 2014 nach einer verpfuschten PDA wieder ein Thema.

Inzwischen sind die OP-Methoden ganz andere und mit etwas Glück, kannst du nach 8 Tagen wieder nach Hause. Im günstigsten Fall, wäre nach der OP die Inkontinenz verschwunden. Das wünsche ich dir natürlich von ganzem Herzen.

Falls deine Blase da nicht mitspielt, gibt es auch noch eine Menge anderer Optionen. Die schreibe ich dir aber jetzt noch nicht auf, weil ich mir ja sicher bin, dass die OP bei dir ein großer Erfolg wird und Inkontinenz kein Thema mehr ist.

Drücke dir für den Eingriff alle Daumen und wünsche dir, dass alles zu deiner Zufriedenheit verläuft.

Liebe Grüße
Elke

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27 Jun 2017 17:16 #4 von Aliana
Hallo Ano :) , hallo Elke :cheer: ,

vielen Dank für eure lieben Antworten. Tut mir leid, dass ich mich jetzt erst melde, ging leider nicht früher :pinch: .

@ Ano: Ich denke, dass es bei dir dann keine Methode nach Burch war Ano, die muss wohl durch den Bauch gemacht werden. Vor 20 Jahren ist bei mir eine Bauchspiegelung durch den Bauchnabel gemacht worden (aus anderen Gründen), dabei hat man große Verw. festgestellt. Leider konnten die damals nicht gelöst werden, weil zuviel Blutgefäße drin waren, sagte man mir, wäre zu gefährlich geworden. Ob man das heute anders machen kann, weiß ich nicht.
Dem Operatuer habe ich von meinen Sorgen erzählt, er meinte nur, dass er das nicht ganz verhindern kann und nicht weiß wie groß die Verw. werden, er könne natürlich versuchen, die alten Verw. zu lösen.
Freut mich aber zu hören, dass du nach der OP erst mal keine Beschwerden mehr hattest. Bei mir sollen die Eierstöcke drin bleiben, die Ärzte meinten, dass ich dann nicht automatisch ins Klimakterium käme (soll aber bereits drin sein, meint mein Gyn, merke ich nur nicht, weil ich eine Hormonspirale habe).

@Elke: Scheinbar hast auch du die OP gut überstanden, das gibt mir Mut, diesen Schritt zu wagen. Sonst hört man im Internet meistens nur negatives über Operationen. Schade, dass bei dir durch die PDA dann doch wieder etwas schief lief, das wäre aber wahrscheinlich auch dann passiert, wenn du vorher nicht operiert worden wärest (?).
Danke für`s Daumendrücken, noch habe ich aber keinen Termin fest gemacht.

@ all:
Ich habe gestern morgen zufällig noch einen Termin für Nachmittags in einer anderen Klinik bekommen, weil jemand seinen Termin abgesagt hatte.

Dort wird diese OP auch per Laparoskopie gemacht, das fand ich schon mal gut. Ich muss aber noch mal zu ein paar Untersuchungen wie urodynamischen Test und proktologischen Tests (?), davon hatte der Doc in der anderen Klinik nichts gesagt.
Die Ärztin und die Helferin waren auch sehr freundlich aber irgendwie bin ich mir nicht sicher, ob ich da richtig gut aufgehoben bin. Ich wurde Untersucht, aber überhaupt nicht so richtig aufgeklärt. Obwohl mein Bericht vorlag, wurden mir manche Fragen doppelt gestellt.
Ob die Aufklärung erst kommt, wenn alle Untersuchungen abgeschlossen sind? Irgendwie bin ich jetzt genauso schlau wie vorher, nur dass ich jetzt weiß, dass ich diese OP auch Laparoskopisch machen lassen kann.

Weiß nicht, ob ich erst mal alles abwarten soll oder mich nach einer 3. Klinik umsehen soll.

Falls Bernhardine hier mit liest, ich habe hier von dir gelesen, dass du schon in dieser Klinik (Bochum) warst, vielleicht kannst du mir ja von deinem Eindruck berichten.

Wünsche euch eine gute Woche!
LG Aliana

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04 Aug 2017 22:28 #5 von Aliana
Hallo zusammen:) ,

die Ärzte in der Klinik, in der ich jetzt eine Zweitmeinung eingefordert haben, schlagen mir nach einem Urodynamischen Test eine Pessartherapie und Beckenbodentraining unter Physiotherapeutische Anleitung vor. Evtl. soll auch eine anticholinerge Therapie (?) gemacht werden.

Ok - Beckenbodentraining schadet nicht, aber zieht sich dadurch eine Gebärmutter wieder zurück, die schon weit aus der Scheide raushängt? Und was ist mit der Rectocele Grad 2, die ich habe, würde sich was da ändern?

Hat jemand Erfahrung was eine Pessartherapie ist? Ist es richtig, dass man dann den Rest seines Lebens ein Pessar tragen muss und das alle paar Wochen wechseln lassen muss?

Ich hatte leider keine Möglichkeit mit einem Arzt zu sprechen (nur bei der ersten Untersuchung war eine Ärztin dabei und die meinte, ich müsse erst mal die weiteren Ergebnisse abwarten). Das Ergebnis wurde in einer Art Ärztekonferenz besprochen, bei der ich natürlich nicht dabei war. Der Bericht ist dann direkt an meinen Gyn. weitergeleitet worden und an meine Adresse (weil das mein Wunsch war).

Ich soll noch zu einem Proktologen, weiß aber nicht so recht was ich da soll. Ich war erst vor kurzem bei einer Darmspiegelung, da war alles in Ordnung. Der Arzt war Gastroenterologe mit Zusatzbezeichnung Proktologe. Wenn da jetzt was nicht richtig gewesen wäre, hätte der das doch gesehen oder nicht?

Sorry, bin gerade etwas verwirrt über die Therapieempfehlung. Hätte nicht gedacht, dass die jetzt zu einem völlig anderen Ergebnis kommen:blink: .

Schönes Wochenende!
LG Aliana

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05 Aug 2017 10:27 #6 von Elkide
Liebe Aliana,

die vorgeschlagene Therapie kann durchaus sinnvoll sein. Ähnlich wie ein Tampon führst du das Pessar in die Scheide ein. Dadurch wird der Beckenboden und die Harnröhre angehoben und der dauernde Drang - auf die Toilette zu müssen - lässt nach.
Das Pessar wird durch deine Gynäkologin in der Größe festgelegt. Das Wechseln kannst du selber durchführen.

Bei der anticholinergen Therapie wird versucht, dein Problem mit Tabletten in den Griff zu bekommen.

Das Beckenbodentraining bei einer spezialisierten Therapeutin kann durchaus dazu beitragen, dass dein ganzer Beckenboden wieder straffer und höher wird. Diese Behandlungen erfordern natürlich sehr viel Geduld.

Ich habe auch eine Rektozele Grad II, aber mein Proktokologe findet sie eigentlich ganz hilfreich, da dadurch der Stuhl erst einen Umweg machen muss und der Stuhlverlust sich dadurch in Grenzen hält.

Dieses ganze Behandlungsspektrum habe ich auch alles durch. Habe inzwischen die für mich erfolgreichste Therapie mit SNS (Sakrale Neurostimulation) und zusätzlich für die Blase noch das Botox alle 4 Monate gefunden. Das war ein langer aber erfolgreicher Weg. Bin so froh, dass meine Ärzte sich untereinander absprechen, um die für mich bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

Ich an deiner Stelle würde nichts unversucht lassen aber erstmal mit dem einfachsten anfangen. Wenn du Glück hast, bekommst du gleich die richtigen Tabletten. Beckenbodentraining ist auf alle Fälle angesagt, egal für welche Form der Behandlung du dich entscheidest.

Wünsche dir viel Erfolg und ein bisschen Glück bei der Ursachenforschung und der notwendigen Behandlungen.

Liebe Grüße
Elke

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