Die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. stellt ihr Angebot vor

zusammengemeinsam1Die gemeinnützige Inkontinenz Selbsthilfe e.V. besteht bereits seit 11 Jahren. Gegründet und betrieben wird der Verein ausschließlich von Betroffenen und Angehörigen. Daraus folgt unsere Motivation, Menschen mit Problemen der Kontinenz Information und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

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Vom Umgang mit Ämtern, Behörden und sonstigen Institutionen

14 Sep 2007 13:36 #1 von Fernet
Kennt ihr das auch?


Man kommt mit einem Anliegen an eine Rezeption, Tresen, Schreibtisch oder versucht es telefonisch - wie auch immer die Anlaufstelle geartet ist – man trägt sein Begehren vor und wird erst einmal mit platten Antworten beglückt, untermalt von fadenscheiniger Kompetenz und Arroganz. Aber die meist gehörte Antwort ist: DAFÜR KANN ICH DOCH NICHTS. (Das wollte man gar nicht wissen, sondern sein Anliegen geklärt haben.)

Man hinterfragt also weiter und möchte eine Antwort auf das wirkliche Problem und erhält einen Vortrag über bestehende Gesetze oder den Hinweis auf Vorgesetzte, die Entscheidungsträger sind.

Man sagt, dass löse jetzt nicht das aktuelle Problem, bleibt relativ ruhig und gelassen bei dieser Antwort, und man fragt weiter, was könne man tun um Abhilfe zu schaffen. Ihr Gegenüber antwortet nun schon etwas zugänglicher. Merkt wohl auch, dass hier kein „schlíchtes Gemüt“ (mit dem man es gewöhnlich machen kann) vor Ihm steht und erläutert die bestehenden Vorgaben und Entscheidungen etwas freundlicher.

Man gibt nicht auf und bringt nun seinerseits die Sache auf den Punkt. Das ist spätestens der Moment, wenn man dann an irgendwelchen Schaltern steht, wo die ersten Köpfe der Umstehenden sich mit Interesse umdrehen werden.

Wiederum verbessert sich die Zugänglichkeit des Gesprächspartners um eine Nuance - nicht ohne in den Gesichtern der Anwesenden Beifall oder Ablehnung ablesen zu wollen. Entsprechend der eingeschätzten Lage wird die nächste Antwort ausfallen. Die dann oft lautet: Das darf ich nicht entscheiden. (Aha, habe ich ja gar nicht erwartet, nur Kompetenz und qualifizierte Antworten und ein Gegenüber das entscheiden darf)

Man kommt also nicht weiter und verlangt nach dem Vorgesetzten. Das hätte bei Problemerkennung schon vor 15 Minuten stattfinden können. Jetzt erst wird einem tatsächliche Aufmerksamkeit und auch im günstigsten Falle das Bestreben nach Konfliktlösung zuteil. Der neue Gesprächspartner „besinnt“ sich auf „Ausnahmeregelungen, eingeräumte Möglichkeiten, Ermessensspielräume usw.

Wer also nicht gestanden und dazu rhetorisch etwas geschickt sein Anliegen vertritt, hat schon verloren. Etwa ein altes Mütterchen, dass im Umgang mit irgendwelchen bürokratischen Vorgaben und den folgenden Auseinandersetzungen unerfahren ist, ist ganz klar im Nachteil und muss sich dieser „Ellenbogengesellschaft“ innerhalb diverser Institutionen beugen, die dann allzuoft mit dem bewussten Vorsatz, auf dem Rücken des Bürgers, horrende Profite bzw. Einsparungen verbuchen kann.

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16 Sep 2007 17:29 #2 von webbi
Hallo Fernet,

solche Erfahrungen wie du sie gemacht hast, sind allgemein. Wohl jeder kann ein vielstrophiges Lied davon singen.

Ich erspare mir schon seit langem die Wege zu den Ämtern! Mit schriftlichen Anfragen, Hinweisen ooder Anträgen bin ich in letzter Zeit ziemlich gut gefahren. Zumindest bei den Berliner, aber auch bei den Bundesbehörden gibt es bindende Vorschriften, dass und wie Bürgerbriefe zu beantworten sind. In nicht wenigen Fällen (Gesundheitsfragen u.a.) habe ich mich an oberste Bundesbehörden gewandt, und siehe da, es kamen zufriedenstellende Antworten mit denen man etwas anfangen konnte. So habe ich beispielsweise bei der Bundespatientenbeauftragten mich beschwert, dass mir bestimmte lebenserhaltende Medikamente ärztlicherseits (auf Anweisung der kassenärztlichen Vereinigung) nicht mehr auf Rezept verordnet werden dürften. Die Antwort kam relativ schnell (relativ! So etwa nach sechs Wochen!) und war für mich positiv. Seither bekomme ich wieder meine Medikamente auf Kassenrezept.

Wichtig, wichtig: man muss sich gegen Willkür zur Wehr setzen!

Beste Grüße!
webbi

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20 Sep 2007 19:35 #3 von Fernet
... dann müßte man sich bei der Bundespatientenbeauftragten mal erkundigen, warum bei Allergie gegen diverse Zahnmetalle doch nur der Regelzuschuß wie für "Schrottmetalle" (NEM = Nichtedelmetall) geleistet wird und nicht dem Metall (Edelmetall, Goldlegierungen, Titan usw.) Rechnung getragen wird, was tatsächlich "verbaut" werden muß. Selbst dann nicht, wenn man mit Allergiepass und Attest kommt.

Es gab eine Zeit, da konnte man die Bürger einer bestimmten Insel an ihren Zähnen erkennen. Seit dort eine bessere Gesundheitsreform und ein allgemeiner Aufschwung stattgefunden hat, hat sich dieser Zustand geändert. (Dies hatte maßgeblich Frau Thatcher bewirkt aufgrund ihrer Politik)

Heute und in Zukunft wird man uns, die Bürger aus diesen "blühenden Landschaften" daran erkennen.

Übrigens ganz viele Menschen leiden aufgrund unverträglicher Zahn-Metalle im Mund an massiven psychischen Störungen, sowie auch an Immunschwächen und vielerlei mehr körperlichen, unerklärlichen "Gebrechen".

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