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Uro-Vaxom

14 Feb 2021 17:18 #1 von martinK
Hallo zusammen

Nachdem ich zum wiederholten Mal meinen Harntrakt beim ISK irritiert habe (werde es nun mit anderen Kathetern versuchen) und mir dadurch jedesmal einen Harnweginfekt eingehandelt habe, hat mir meine Ärztin eine Uro-Vaxom-Therapie verschrieben. Ich soll die Tabletten 3 Monate lang einnehmen und so eine bessere Resistenz gegen Escherichia coli Bakterien erreichen.

Hat jemand Erfahrung mit einer solchen Therapie? Wenn das klappt, wäre es super, denn ich merke, dass mir das ISK guttut, aber die Entzündungen sind ein „No-go“.

Herzliche Grüsse
Martin

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16 Feb 2021 14:45 #2 von Jens Schriever
Hallo Martin

Ich kenne das Medikament nicht denke aber dass es sich dabei um ein Antibiotikum handelt was zur Langzeittherapie geeignet ist.
Auch ich hatte lange Zeit mit immer wiederkehrenden Harninfektionen zu kämpfen. Nach einer Antibiose hatte ich gleich wieder einen HWI trotz einer angelegten Urinkultur und dem richtigen Antibiotikum. Dann hat mir mein Urologe zu einer Langzeitantibiose geraten. Seit dem hatte ich bis Heute kein HWI mehr gehabt. Ich nahm jeden Abend über ein halbes Jahr eine Tablette ein.
Ich würde es mal ausprobieren und hoffe dass es bei dir hilft.

Gruß Jens
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16 Feb 2021 15:12 #3 von herirein
Hallo Martin,
Uro-Vaxom ist ja ein Mittel welches das Immunsystem des Harntraktes anregen soll. Es ist aber durchaus möglich, dass sich auch weiterhin HWI einstellen, die auch weiterhin mit Antibiotika behandelt werden sollten. Mit der Einnahme von Uro-Vaxom sollten sich die Intervalle der Infektionen verlängern. Also, ein Wundermittel ist das auch nicht.
Gruß Heribert

Menschen sind wie Engel mit nur einem Flügel,
um fliegen zu können müssen wir uns umarmen
(Luciano de Crescenzo)
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17 Feb 2021 07:50 #4 von martinK
Hallo Jens und Heribert

Vielen Dank für Eure Antworten.

Ich kenne das Medikament nicht denke aber dass es sich dabei um ein Antibiotikum handelt was zur Langzeittherapie geeignet ist.

Uro-Vaxom ist ja ein Mittel welches das Immunsystem des Harntraktes anregen soll.


Dem Compendium entnehme ich, dass das Medikament in erster Linie aus Escherichia coli Bakterien besteht; d.h. das Immunsystem soll ähnlich einem Impfstoff auf diese Bakterien "trainiert" werden (es ist also kein Antibiotikum).

Nach einer Antibiose hatte ich gleich wieder einen HWI trotz einer angelegten Urinkultur und dem richtigen Antibiotikum. Dann hat mir mein Urologe zu einer Langzeitantibiose geraten. Seit dem hatte ich bis Heute kein HWI mehr gehabt. Ich nahm jeden Abend über ein halbes Jahr eine Tablette ein.
Ich würde es mal ausprobieren und hoffe dass es bei dir hilft.


Jens, vielen Dank für den Hinweis; das wäre eine Möglichkeit, wenn es mit dem Uro-Vaxom nicht klappt. Ich habe etwas Respekt vor einer Antibiotikaresistenz, d.h. die Langzeiteinnahme von Uro-Vaxom birgt eigentlich keine Risiken (ist aber gemäss den Statistiken, welche ich gesehen hab, auch nicht so effektiv wie eine Langzeitantibiose). Ich werde auf alle Fälle dran bleiben, es hätte mich nur gefreut von jemandem zu hören, dass es gewirkt hat :-).

Zudem möchte ich andere Katheter ausprobieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Irritationen, welche ich mir zufüge, auf die Dauer harmlos sind, unabhängig von der Gefahr des HWI. Das blöde bei mir ist, dass ich nicht merke, wenn ich den Harnweg irritiere, und meine Vermutung ist, dass das Gefühlsempfinden im Bereich Blasenschliessmuskel und Prostata bei mir nicht intakt ist.

Herzliche Grüsse
Martin

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21 Feb 2021 13:59 #5 von Sanctus
Hallo Martin, ich möchte mich jetzt nur wenig in die UroVaxom-Diskussion reinhängen, hier ist das wesentliche schon gesagt: es ist KEIN Antibiotikum, sondern eher der Versuch, das Immunsystem durch "harmlose" Coli-Bakterien gegen die lästigen Formen, die HWI´s machen, zu trainieren. Also entfernt die Idee der ehemaligen Pockenimpfung: Jennings war aufgefallen, dass Leute nach den harmloseren Kuhpocken gegen die "echten" Pocken immun waren... Die statistischen Ergebnisse waren mager, kannst du (frei zugänglich) im Arzneitelegramm nachlesen, einer industrieunabhängigen Pharmazeitschrift. Aber was soll´s: auch wenn die Statistik keine überragenden Ergebnisse gebracht hat: in manchen (!!) Fällen funktioniert Urovaxom verdammt gut. Mach einen Versuch: schaden kannst du dir eher nicht. Und wenn du Glück hast, hilft es grade bei dir sehr gut.
Ich will auf was anderes hinaus: auch für mich waren die Infekte ein übles Thema, mit dem ich mich intensiv beschäftigt habe. Mein Hauptfehler lag aber im vorherigen Desinfizieren vor dem ISK. Der Anlerner hatte mir gesagt, die Harnröhre sei nur ganz vorne bakteriell kontaminiert. Weil ich anfangs das Gefühl hatte, das Octenisept führt zu einer brennenden Missempfindung in der Harnröhre, wenn ich es beim Reinschieben mit in die Harnröhre verschleppe, bin ich dazu übergegangen, nur schräg, sozusagen tangential den Eingang zu besprühen. Das ist aber eindeutig falsch - und hat mir üble Infektfolgen eingebracht. Jetzt mache ich das Desinfizieren wieder anders: Penis nach oben halten, Eingang spreizen und tüchtig von oben Octenisept reinsprühen. Ich versuche sogar, das Octenisept einige Millimeter weiter eindringen zu lassen, kurz warten, erst dann durch das Octenisept hindurch den Katheter schieben. Seitdem habe ich keinen Infekt mehr gehabt. Kann sein, das alles nur Glück war, aber ich ordne es meiner veränderten Desinfektionstechnik zu.
Alle Therapien wie Antibiose oder eine Art Immunstimulation greifen einen Schritt zu spät: der Keim ist schon drin - und du musst dich irgendwie dagegen wehren. Mein Vorschlag setzt früher an: lass den Keim möglichst erst gar nicht eindringen...
Ahoi.

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23 Feb 2021 17:02 #6 von martinK
Hallo Sanctus

Danke für den wertvollen Beitrag. Ich bringe das Octenisept auf eine sterile Gaze auf und reinige damit den Eingang. Allerdings habe ich mich auch schon gefragt, ob es nicht besser wäre, das Mittel direkt aufzubringen (vermutlich würde ich dann auch sparsamer mit dem Octenisept umgehen).

Ich glaube zwar immer noch, dass mein Infekt von der Irritation kommt (ich habe danach auch eine sehr hohe Leukozytenkonzentration im Urin), aber die Hygiene verbessern ist immer gut!

Herzliche Grüsse
Martin

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27 Feb 2021 11:05 #7 von Sanctus
Hallo Martin!

Ich befürchte, die Gaze-Methode ist suboptimal. Mein "Anlerner" im Inko-Zentrum hatte eine Schema-Zeichnung des Katheter-Weges vor mir auf dem Tisch liegen und hat mir beigebracht, dass nur der vorderste Teil der Harnröhre bakteriell kontaminiert ist. Keineswegs nur die äußere Haut, sondern auch die ersten Millimeter der Harnröhre.

Stell dir eine Burg vor mit einem Eingang, der innen in einer dicken Burgmauer liegt. Hinter dem Eingang wohnt keiner mehr, dort ist die Burg "steril". Aber vor dem Eingang lungern eine Menge Ganoven rum. Die Wisch-Methode entfernt nur die Gangster draußen vor der Burg, aber alle, die sich genau im Eingangsbereich befinden, werden nicht entfernt. Und die nimmst du mit rein, wenn du das Tor passierst. Unweigerlich! Du musst die Komplizen erwischen, die sich innen im Torbogen befinden. Und dafür musst du in den Eingangsbereich reinsprühen, wischen erreicht diesen Part nicht.

Mein Anlerner wollte folgendes: Penis nach oben, Eingang etwas mit zwei Fingern aufspreizen, zwei bis drei Sprühstöße von oben, kurz warten, dann ISK...

Die Gaze müsstest du ganz intensiv tränken, damit das Octenisept sozusagen abtropft und in die entscheidenden ersten Millimeter (das Innere vom Torbogen) eindringt. Gezieltes Reinsprühen in den geöffneten Torbogen geht viel leichter...

Ahoi.

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