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Urinalkondom, besser als Vorlagen oder Windeln ?

09 Mai 2005 22:10 #1 von eckhard11
Hallo Leute,

ich verliere des Nachts immer so um 1.000 ml

Da ich Seitenschläfer bin, habe ich bisher kein Hilfsmittel gefunden, welches ein Einnässen an der Hüfte und dadurch auch der Betteinlage
zuverlässig verhindert.
Mehrmals wöchentlich ist die Unterlage nass.

Daher bin ich mittlerweile bereit, einmal ein Urinalkondom für die Nacht zu verwenden.

Was muß ich dabei speziell beachten ?
Wer hat Erfahrungen damit und würde mir diese zukommen lassen ?

Ich leg mich - ohne Kondom - wieder hin :schlafen12:
und harre eurer Hilfestellung
Eckhard
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10 Mai 2005 00:26 #2 von matti
Hallo Eckhard,

wichtige Punkte bei der Auswahl eines Kondomurinals sind:

- die Sicherheit
- Zuverlässigkeit
- Handhabung

Urinalkondome gibt es in unterschiedlichen Größen, deshalb ist eine
individuelle Anpassung nötig. In vielen Apotheken und Sanitätsfachgeschäften gibt es speziele Schablonen um die Größe zu ermitteln.

Wichtig ist ein ausreichender Puffer zwischen Eichel und Kondom, um eine hohe Menge Spontanurin auffangen zu können.
Kondomurinale gibt es Selbstklebend oder sie werden mit Klebestreifen oder Hautkleber befestigt. Ich würde die Selbstklebenden vorziehen, weil sie einfach in der Handhabung sind und einen zuverlässigen Verbleib zwischen Kondom und Haut gewährleisten.

Kondomurinale gibt es auch Latexfrei ( Allergien ).

Für die Nachtversorgung ist die Wahl des Urinbeutels nicht so Relevant, allerdings solltest Du immer darauf achten das der Beutel niemals höher als Blasenniveau hängt und auch der Schlauch keinen "Berg" überwinden muss, weil es sonst zum Rückfluss kommen kann.

Hoffe Dir ein wenig geholfen zu haben.

Gruß

Matti

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24 Aug 2005 15:35 - 23 Mär 2008 21:59 #3 von eckhard11
Hallo Leute,

hier mal ein kurzer Erfahrungsbericht :

Ich verwende jetzt seit ca. zwei Monaten Kondomurinale.

Zuerst hatte ich welche mit dieser "Pufferzone", welche für einen Spontanurin gedacht ist.
Aber aufgrund der recht unflexiblen Schläuche an den Bettbeuteln, ( die verdrehen sich, wenn sie noch kalt sind ), verdrehte diese aus sehr dünnem Gummi bestehende Pufferzone ebenfalls und der Urin staute sich direkt vor meiner Eichel.
Der Urin trat durch die Klebestelle aus.
Da ich keinen Spontanurin habe ( ich laufe immer langsam und gleichmässig aus , hi, hi ), bin ich auf Kondomurinale ohne diese Pufferzone umgestiegen.

Ich muss sagen : Ich bin begeistert !!

Keine riesigen Windeln oder Vorlagen mehr, ich liege nicht mehr die ganze Nacht in meinem eigenen Saft, kein stinkendes Badezimmer mehr beim morgendlichen Auspellen aus der Windel, die Entsorgung ist ruck-zuck: Kondom runter, Klappe auf, Kondom rein, Klappe zu.....

Den Bettbeutel verwende ich mehrmals, indem ich ihn mit heissem Wasser gründlich auswasche.
Um dies zu erreichen, schneide ich oben neben einer Ecke mit einer Schere einen Schlitz von ca. 3 cm Länge, den ich mit etwas Klebeband verstärke.
Ich benutze 2,00 l - Beutel, soviel pinkel ich in der Nacht nicht, dass da oben was rauslaufen würde.
Aber durch diesen Schlitz kann ich sehr schnell erhebliche Mengen heisses Wasser in den Beutel hinein - und wieder hinauslaufen lassen.
So bin ich sicher, dass der Beutel auch sauber ist.

Den Schlauch spüle ich, indem ich das Kondom dranlasse, dieses über den Wasserspeiher ziehe und langsam heisses Wasser durchlaufen lasse.

Danach entferne ich das Kondom, blase ein-zweimal kräftig durch den Schlauch, hänge den Bettbeutel auf und damit hat es sich.

Allse zusammen dauert so ca. 1 bis 2 Minuten.

Ich werde - hoffentlich - nie wieder eine Windel verwenden.


Jetzt leg ich mich wieder hin :sleep:
Eckhard
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30 Okt 2005 20:44 #4 von Dietmar
Hallo Eckhard,

auch ich verliere Nachts größere Mengen Urin (vollständige Blasenentleerung). Seit vielen Jahren benutze ich daher Vlieswindeln und Plastikhosen (komme eigentlich sehr gut damit zurecht).
Da ich oft sehr unruhig schlafe und mich öfter im Schlaf umdrehe gehe ich davon aus, daß bei der Verwendung von Urinalen der Schlauch dabei sehr leicht abreißen kann. Irre ich damit?

Gruß

Dietmar

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30 Okt 2005 21:31 - 21 Mär 2008 23:07 #5 von eckhard11
Guten Abend, Dietmar,

in den vier Monaten, in welchen ich die Kondome jetzt verwende, ist es mir zweimal passiert, dass sich der Schlauch vom Kondom gelöst hat.

Allerdings nehme ich an, dass ich ihn ganz einfach nicht fest genug auf den Adapter am Kondom geschoben habe.
Wenn er fest genug da draufsteckt, muss man schon richtig Kraft aufwenden, um ihn abzuziehen.

Ausserdem gibt es im Sanitärhandel ( nicht : Sanitätshaus !! ) so kleine, selbstspannende Schlauchklemmen, mit welcher man den Schlauch auf dem Adapter zusätzlich fixieren kann.
Aber eigentlich ist die Verbindung schon völlig ausreichend.

Ich schlafe wohl nicht unruhig, drehe mich aber schon während des Schlafes mal auf die andere Seite.
Es kann natürlich sein, dass ich dabei den Schlauch abgezogen habe.

Na ja, auf jeden Fall hatte ich vorher, als ich noch Vorlagen und Suprima verwendete, viel, viel häufiger ein nasses Bett.

Ich werde jedenfalls, solange es mir möglich ist, Kondome verwenden.

Kauf Dir einfach einmal ein paar Kondome und einen Bettbeutel ( bekommst Du eventuell - als Muster - auch im Sanihaus oder bei Sauer, www.manfred-sauer.de ) und probier es einmal aus.

Und melde Dich nach dem Versuch.


Ich leg mich jetzt wieder hin :sleep:
Eckhard
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16 Nov 2005 23:15 #6 von eckhard11
Hallo Dietmar,

hat sich bei Dir hinsichtlich der Hilfsmittel etwas ergeben ??


Ich leg mich bis zu Deiner Antwort wieder hin :sleep:
Eckhard

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27 Nov 2005 11:31 #7 von Dietmar
Hallo Eckhard, vielen Dank für Deine Tips. Habe mir das System angesehen. Da ich aber nachts doch sehr unruhig schlafe (wechsle ständig zwischen Bauch- Rücken- und Seitenlage) habe ich dann doch von den Urinalen abgesehen. Werde wohl bei Suprima und Einlage bleiben.


Gruß

Dietmar

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21 Mär 2008 20:09 #8 von U2
Hallo Eckhard(11), Hallo Matti,

ich bin neu in diesem Forum und möchte Euch um eine abschließende, hoffentlich eindeutige Meinung zu dem o.a. Titel bitten. Ihr hattet Eure Meinung ja bereits 2005 geäußert - vielleicht gibt's neue Erkenntnisse.

Hintergrund ist das Problem meines durch Down-Syndrom behinderten Bruders Jörg, der neuerdings Nachts seinen Urindrang nicht mehr kontrollieren kann - es passiert einfach im Schlaf.

Das ganze schwallartig (Spontanurin), sodaß ich eigentlich auf die "Puffer"-Variante setzen möchte. Allerdings machen mir da die Ausführungen von Eckhard (Stau im Reservoir wegen Verdrehung) wenig Hoffnung.

Natürlich bitte ich auch alle Anderen, die sich angesprochen fühlen, um Eure Meinung.

Danke & Grüsse
Uwe (U2)

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21 Mär 2008 23:34 #9 von eckhard11
Guten Abend, Uwe,

ich verwende natürlich noch immer Kondomurinale.
Etwas Besseres, selbst für mich als "unruhiger Schläfer", der sich im Bett rumwirft, gibt es nicht.

Nun, die Schläuche an den Bettbeuteln sind "weicher" geworden, was mir aber keinerlei Probleme bereitet.
Ich hänge den Bettbeutel rechts seitlich ans Bett und stelle eine Plastikschale drunter.
( Man glaubt ja nicht, wie oft man vergisst, das Schiebeventil unten am Beutel zu schließen, hi, hi ).
Den Schlauch führe ich zwischen meine Beine hindurch, liege ergo mit einem meiner Beine darauf.
Das macht aber nichts aus, denn ich habe immer - so als Vorsichtsmaßnahme - eine dicke Saugmatte, ( geklaut aus dem Krankenhaus ), unter meiner Bettdecke.
Aufgrund der Dicke dieser Saugmatte wird der Schlauch durch das Gewicht meines Beines, ( und das ist schon ein Gewicht !! ) nicht plattgedrückt, sondern drückt sich in die Matte hinein und stört daher auch nicht.
Es gibt auch Bettbeutel mit einem Dehnschlauch, ( der ist so riffelig ).
Dieser Schlauch verdreht sich nicht, ist aber dicker und es lässt sich nicht so angenehm drauf liegen.
Die Spülung des Beutels habe ich in einem vorigen Beitrag beschrieben.

Uwe,
sowohl Kondomurinale als auch Bettbeutel gibt es in den verschiedensten Ausführungen.
Für permanenten Harnfluss oder für Schwallentleerung.
Mit glattem Schlauch oder mit geriffeltem Schlauch.
Mit Schiebeventil oder Klemmventil.
Setz Dich mit Coloplast, ( siehe unten ), oder mit Sauer, ( Mailadresse in einem Vorbeitrag ), in Verbindung.
Mein Bericht ist aus dem Jahre 2005, auf diesem Markt hat sich mächtig was getan !!
Lass Dich beraten und lass Dir Muster schicken.
Primär aber ist die Beratung.
Eines der Systeme wird ganz sicher geeignet sein.
Und Dein Bruder wird es ebenso sicher lernen, damit umzugehen.

Gruß
Eckhard
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22 Mär 2008 08:00 #10 von Fernet
ist so gut verständlich, das selbst ich, die hiervon nun gar nichts weiß, alles verstanden habe und aus dem Bauch heraus den Gedanken hatte, alles ist irgendwie zu regeln, man muß nur wissen wie.

Danke das Du immer wieder so viel "intimes" preisgibst - mit dem Bestreben anderen zu helfen.

Das fällt nicht jedem leicht, aber man kann auch das lernen. Und wenn nur eine Antwort kommt, welche bekundet, das ein Stück Lebensqualität dadurch verbessert wurde, dann ist man für seine Offenheit reichlich belohnt worden.

LG Ilona

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