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Das Kondom-Urinal

01 Mai 2013 15:29 - 01 Mai 2013 15:33 #51 von eckhard11
Hmm,

manchmal habe ich die Befürchtung, dass ich mich immer öfters missverständlich ausdrücke :
Ich schreibe von einem Bettbeutel, da ich ausschliesslich Bettbeutel - und diese nächtens - verwende.

Natürlich kann man bei einem Beinbeutel keinen Schlitz reinschneiden.
Das heisst, man kann schon, aber es wäre irgendwie falsch, hi, hi.

Aber der Schlitz im Bettbeutel hat noch andere Vorteile.

Beispiel :
Heute nacht - obschon ich trotz des BVB keinen Schluck Alloholl zu mir genommen hatte - habe ich weit über 2.500 cm³ ausgepieselt. ( Meine Nierchen arbeiten hervorragend. Und vergesst nicht, meine Neoblase fasst über 2.750 cm³...... )
Der Bettbeutel, ( Aufnahme ca. 2.000 cm³ ), welcher sehr weit oben geschlitzt ist, nimmt etwa 1.800 cm³ auf, bevor er überläuft.
Gut 800 cm³ befanden sich in dem Sicherheitsbehälter, welchen ich unter den Bettbeutel stelle.
Dieser Behälter, ( die Hälfte einer Frischhaltebox für Stullen ), nimmt ebenfalls ca. 2.000 cm³ auf und war etwas unter halbvoll.
Wäre im Bettbeutel kein Schlitz, könnte der Bettbeutel nicht überlaufen.
Und wenn er - bei gut 2.600 cm³ Harn - nicht überlaufen kann, hätten sich die überfälligen ca. 800 cm³ vor dem Lümmel gestaut, da der Beutel komplett gefüllt gewesen wäre.
800 cm³ im Kondom-Urinal ?
Pffffscht hätte es gemacht und die Suppe wäre im Laken bzw in der Unterlage gelandet.

Da ich nächtens häufig über 2.000 cm³ ausstrulle, bewahrt mich der Schlitz vor derartigen Unannehmlichkeiten.
Oder ich muss einen noch größeren Bettbeutel nehmen, aber dann bezweifle ich, dass die Ösen des Bettbeutels lange halten. ( Da wo auf den Bildern der Beutel in die grüne Halterung eingehängt ist ).
Mir ist schon zweimal eine dieser beiden Öse von der Halterung gerissen, wenn der Beutel richtig voll war. Der Kunststoff wird nämlich mürbe....
Gott sei Dank hat sich der Beutel dann "hingestellt" und ist wegen des darunterstehenden Behälters nicht umgekippt.
( War nämlich beide Male in einem Hotelzimmer, :woohoo: )

Nee, nee, so wie es ist, ist es schon in Ordnung......

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02 Mai 2013 05:59 #52 von Horsty
Hallo,

nee, nee, Eckhard ich hab dich nicht falsch verstanden, eher habe ich mich missverständlich ausgedrückt.
Wollte nur klar machen, dass Deine Variante keine Option für Mobile ist. Deshalb auch die Fortsetzung der Tests mit anderen Alternativen.

Übrigens mit Deiner nächtlichen Ausscheidungsmenge wärst du sicherlich ein Kandidat für das Guinnessbuch, allerdings sind nicht nur Deine Nierchen, sondern auch Dein stabiles Herz daran beteiligt.

Deinen Schreibstil finde ich jedenfalls unmissverständlich.

Mit besten Grüßen Horsty

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11 Mai 2013 19:39 - 11 Mai 2013 19:42 #53 von mike123
Hallo Horsty,
ich habe heute dieses Forum entdeckt und bin begeistert.

Mein Problem hat gewisse Ähnlichkeit zu dem hier beschriebenen Druckverhältnissen

Aufgrund von Blasenschwäche und kaum zu kontrollierendem Harndrang hat man mir in der Reha Kondomurinale empfohlen. Nach einigem hin und her habe ich auch die geeigneten Größen + Beinbeutel samt Befestigung am Unterschenkel gefunden.
Mein Problem ist nun Folgendes, das mich von einer regelmäßigen Verwendung für mögliche längere aushäusige Aktivitäten abhält.
Zwar läuft der Urin in den Beinbeutel, doch steht das Kondomurinal voller Urin. Das macht das Abnehmen zu einer riesen Sauerei und weckt bei mir Befürchtungen, dass es bei mehrstündigem Tragen etwa zu Harnwegsinfektionen kommen kann.
Ich habe schon viele Hinweise zum Anlegen des Kondomurinals gelesen und konnte nicht feststellen, dass uns hierbei Fehler unterlaufen. Ist das also normal und auch ungefährlich?
Wie kann man beim Abnehmen das Problem mit dem Urin im Kondomurinal in den Griff bekommen?

Ich sollte noch dazu sagen, dass ich im Rolli sitze.
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11 Mai 2013 20:02 #54 von matti
Hallo Mike,

ich bin zwar nicht Horsty, möchte meine Erfahrungen aber auch gerne einbringen.

"Normal" ist es nicht, dass sich Urin im Kondomurinal staut. Man könnte annehmen das der Urin nicht richtig abläuft.

Hierfür kann es verschiedene Ursachen geben.

- Was verwendest du für einen Urinbeutel? Hat er gar eine Tropfkammer?
- Ist sichergestellt das sich der Urinbeutel unterhalb des Blasenniveaus befindet, beispielsweise am Unterschenkel?
- Ist der Schlauch evtl. geknickt, oder sitzt du evtl. darauf?
- Trägst du den Beutel auf der Innen- oder Aussenseite des Beins?

Matti
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11 Mai 2013 22:37 #55 von mike123
Hallo Matti,
ich hatte Horsty angesprochen, weil ich auf seinen Beitrag mit dem Vakuum geantwortet habe, bin aber natürlich für jeden Rat dankbar.

Nun zu deinen Fragen:
- ich verwende einen Beinbeutel von Qufora, Kammersystem, unsterli, 750 ml
- den Beutel befestige ich am Unterschenkel. Ob der Einlauf in den Beutel damit (deutlich) unter Blasenniveau ist, bin ich mir nicht sicher. Der Beutel befindet sich damit zumindest zu 98% unter Blasenniveau
- ich versuche den Schlauch möglichst kurz zu halten, um einen direkten Abfluss ohne unnötige Strecke zu erreichen. Als Rollifahrer brauche ich ja auch keinen Bewegungsspielraum
- den Beutel trage ich auf der Beininnenseite

Viele Grüße
Mike

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12 Mai 2013 05:52 #56 von Horsty
Hallo Mike,
nach meiner Meinung muss bei einem absolut dichten System (das sollte es ja sein) stets ein Vakuum entstehen. Anfänglich kann sich die im Schlauch befindliche Luft zusammendrücken, sodass der Urin abfließt. Läuft weiterhin Urin nach, verbleibt er im Schlauch bis an der Verbindung zum Kodomurinal und wird nur durch den Blasendruck und der Fallhöhe in den Urinbeutel gedrückt. Kann Luft nachströmen, entleert sich auch der Schlauch und kann problemlos abgekoppelt werden ohne „Sauerei“.
Bisher konnte ich das Vakuum nur mit eigener Bastelei verhindern. Eine optimale Lösung ist es nicht. Deshalb habe ich noch einen weiteren Hersteller eingebunden, um eine besseres Resultat zu erzielen. Werde nach Erhalt und Erprobung der Produkte berichten.

Es grüßt Horsty

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12 Mai 2013 08:52 #57 von mike123
Hallo Horsty,
ich kann deine Erklärung nachvollziehen, frage mich aber gerade wegen dieser physikalischen Regeln, warum ich nirgendwo von diesem Problem lese.
Ich habe irgendwie den Verdacht, dass ich etwas falsch machen, wenn sonst das beschriebene Problem nirgendwo angesprochen wird.
Andererseits würde ich das Produkt mit diesem Manko auch nicht als marktreif beschreiben.
Von Hollister gibt es Beinbeutel "Rapid", die wohl eine Art Ausgleichventil haben - ist es das, was du ansprichst?

Viele Grüße
Mike
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12 Mai 2013 23:31 #58 von Horsty
Hallo Mike,
mir ist es auch schleierhaft, dass das Problem zwar bekannt ist, aber nicht so ernst genommen wird. Bei den mir bekannten vergleichbaren Systemen für rein technische Zwecke erfolgt stets eine Zwangsbelüftung. Es ist durchaus denkbar, dass aus Kostengründen die Hersteller von ableitenden Systemen eine sichere Belüftung nicht vorsehen. Von den mir bekannten Urologen wird dieses System nicht gerade empfohlen. Vielleicht ist es möglich, dass die Urologen auch von einem gehinderten Abfluss, verursacht durch das Vakuum, ausgehen.

Nur Hollister bietet ein Anti- Vakuum-Ventil am Adapter und ein Ausgleichsventil am Urinbeutel an. Nach meinen wenigen Tests wurde festgestellt, dass das Anti-Vakuum-Ventil nicht immer zuverlässig ist. Sicherlich wurde aus Kostengründen eine sehr simple Ausführung gewählt. Das Ausgleichsventil am Urinbeutel sorgt dafür, dass die Luft aus dem Zuleitungsschlauch entweichen kann. Da es nur ein paar Milliliter sind, ist der Effekt nicht unbedingt nötig. Vom entscheidenden Nachteil ist das Abknicken des Beutels am Einlauf, sodass bei intensiver Bewegung des Trägers der Ablauf behindert wird.
Die anderen Urinbeutel (Coloplast, M.Sauer) gewährleiste nach meinen Erfahrungen einen sicheren Zulauf.

Je größer der Höhenunterschied zwischen Beutel und Kondomurinal ist, je stärker ist auch das Vakuum. Der Versuch den Beutel am Oberschenkel anzubringen und so die Höhe zu verringern scheiterte leider, weil eine sichere Befestigung nicht möglich ist und ein Abknicken der Zuleitung nicht verhindert werden kann. Deshalb wurde der Urinbeutel trotz des entstehenden Vakuums am Unterschenkel fixiert. Um den ungehinderten Abfluss zu gewährleisten, ist es erforderlich in kürzeren Abständen die Verbindung von Kondom und Schlauch zu lösen. Weil das sehr umständlich aber auch nicht immer möglich ist, wurde über eine dünne Kanüle an das Verbindungstück ein Ventil montiert. Dadurch wurde das Vakuum verhindert. Dieses Provisorium war sehr aufwendig herzustellen und umständlich bei der Benutzung.
Deutliche Verbesserungen könnten sich ergeben, wenn stattdessen eine Schlauchkupplung in Y-Form verwendet wird. Dort kann das Ventil direkt angeschlossen werden.

Wie schon angekündigt, werde ich nach der Erprobung berichten.

Es grüßt Horsty

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15 Jun 2013 13:48 - 30 Dez 2014 18:19 #59 von eckhard11
Hallo und guten Tag, Leute,

ich bin euch ja noch das Bild meiner - veränderten - Vorlage schuldig, welche ich unter 16784 beschreibe und nach welchem Tom in 16795 fragt.
Wochenlang lag das Ding in meiner Büro-Schublade.....

Wie man erkennt, habe ich die Vorlage gekürzt und den abgeschnittenen Teil für eine der beiden "Ohren verwendet.
( Ich schneide die Vorlagen immer etwas kürzer, damit diese nicht bis in die Hinterbacken reichen. Da ich den ganzen Tag sitze, habe ich sonst des abends immer so juckende Druckstellen am Hintern. )
Das andere "Ohr" habe ich von einer anderen Vorlage abgeschnitten
Die Ohren habe ich an- und den Schnitt oben an der Vorlage zugetackert, kann man ganz gut erkennen.
Wo diese Ohren angetackert werden sollten, muss jeder selbst herausfinden.

Jedenfalls leistet mir dieser Umbau große Dienste in bestimmten Situationen.

Ich laufe ja aus, sobald ich etwas eindusele, ich muss dann nicht einmal einschlafen.
Bedingt durch die Entfernung von 25 Lymphknoten während der Blasenkrebs-OP habe ich ein Lymphödem im linken Fuss, welches wöchendlich mittels Lymphdrainage behandelt wird.
Ihr kennt keine Lymphdrainage ?
Da wird der Körper, beginnend am Hals, ganz sanft massiert, na ja, mehr gestreichelt.
Hals, Achselhöhle, seitlich die Leisten runter, der Bauch, die Ober-und Unterschenkel, die Füsse.
Dauert etwa 45 Minuten.

Äusserst angenehm, aber nicht ganz ungefährlich :
Ich falle während dieser Massage gern in so eine Art Halbschlaf.
Wummm, öfnet sich meine Harnröhre, ( welche ich im Wachzustand völlig unter Kontrolle habe, im Halbschlaf aber eben nicht. )
Ergebnis ist eine nasse Unterhose und ggfls. auch eine nasse Unterlage auf dem Massagetisch.
Nicht unbedingt peinlich, ( die Masseurin weiss um dieses Problem und versucht - manchmal vergeblich, hi, hi - mich wachzuhalten ), aber auch nicht sonderlich erfreulich.
Und genau durch diese Situation hatte ich mir überlegt, wie ich dies verhindern kann.
Ergebnis ist halt dieser Umbau.

Ich hatte wirklich alles "für den Mann" durchprobiert, keine einzige Vorlage war tatsächlich hilfreich.
Mit diesem Teil habe ich während der Massage keine Probleme mehr gehabt.
Dies gilt natürlich nicht bei einer Schwallentleerung.

Gruß
Ec :sleep: ke

Nachtrag :
Entschuldigung, eigentlich wollte ich diesen Beitrag in den richtigen Fred : "Inkontinenzeinlagen" einfügen.
Habe mich vertan.
Füge ihn dort aber auch ein, hi, hi.....

Hi, Matti, Hilfe !!
Ich wollte obigen Beitrag in das Forum "Inkontinenzeinlagen" verschieben, aber jetzt ist - dank meiner ungeheuren Fähigkeiten am Rechner - dieses Forum "weg".
Kannst Du das reparieren ?
Anhang:

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18 Aug 2013 06:14 - 18 Aug 2013 06:39 #60 von Horsty
"Bewältige eine Schwierigkeit, und du hältst hundert von dir fern." (Konfuzius)

Hallo ihr Lieben,

habe, wie von Chris vorgeschlagen, probiert, probiert und nochmals…

Nun, nach über 100 Tagen ununterbrochenen erfolgreicher Erprobung wird es endlich Zeit einen Zwischenbericht zu geben. Die vergangenen Monate waren für mich sehr chaotisch und leider nicht immer amüsant... Ausgang ungewiss – also hoffnungsvoll.

Hätte es nicht für möglich gehalten, dass es so aufwendig werden würde. Alle Hersteller haben eine Reihe mannigfaltigen Artikel im Angebot, deshalb fiel die Auswahl nicht leicht.
Besonders wertvolle Unterstützung hatte ich durch die Hersteller Coloplast, Hollister und Manfred Sauer. Alle Hersteller sandten zahlreiche Muster zum Testen zu und gehen sehr fair und respektvoll miteinander um. Das sollte unbedingt vermerkt werden, weil es allgemein in der Wirtschaft selten so üblich ist. Zusätzlich gab es vom fachkundigen Außendienst der Fa. M. Sauer sehr wichtige praktische Hinweise zur Anwendung der Erzeugnisse.
Nach ausgiebiger Eignungsprüfung hinsichtlich unterschiedlicher Belastungen (z.B. längerer Strecken zu Fuß und mit dem Fahrrad, erschöpfenden Gartenarbeiten als Selbstversorger, herumtollen mit Enkelkindern, Schwimmen, Arbeiten im Haushalt) habe ich mich für eine Kombination aus verschiedenen Produkten entschieden.
Für die zukünftige Dauer-Lieferung habe ich mich für die bereits von Pam vorgeschlagene Fa. SIEWA www.siewa-homcare.de entschlossen. Egal wann man SIEWA anruft, man erhält stets kompetente Hilfe. Es werden „herstellerübergreifend“ alle Produkte angeboten.
Hier nun meine aktuellen erfolgreichen Ergebnisse zur Testung von Kondom-Urinalen für mobile Träger.
Doch zuvor möchte ich nochmals dringend bekräftigen, dass es unumgänglich ist, nicht auf das Kontinenztraining/Beckenbodentraining zu verzichten. Es beginnt bereits noch vor dem Aufstehen noch im Liegen, bei jeder Gelegenheit tagsüber und endet vor dem Einschlafen wieder im Liegen. So bin ich zumindest nachts und auch beim Anlegen des Kondom-Urinals trocken.
Zur Vorbereitung wurden zunächst die Regionen, die mit dem Kondom-Urinal verklebt werden sollen mit einem Elektrorasierer rasiert. Nach einigen Tagen hat sich die Haut an die Prozedur gewöhnt. Diese Rasur ist zwar nicht so gründlich wie eine Klingenrasur, ist jedoch völlig ausreichend.
Die gründliche Reinigung erfolgt mit einer neutralen reinen Kernseife; auf eine nachträgliche exakte Trocknung ist zu achten.
Zur Verbesserung der Haftung einschließlich Hautpflege und -reinigung wird auf die zu verklebende Hautfläche „Preventox“ von M. Sauer (liefert auch Siewa) aufgetragen. Angeboten werden Einmaltücher, Flaschen mit Sprühkopf und Flaschen mit Spatel. Flaschen mit Roller werden leider nicht mehr angeboten. Deshalb habe ich am Verschluss der Flasche statt des Spatels einen passenden Pinsel angebracht. Damit geht es viel praktischer und exakter. Es sollte aber nur ein dünner Film aufgetragen werden. Preventox bildet einen elastischen, atmungsaktiven und haftverbesserten Film auf der Haut. Der in Preventox enthaltene Alkohol muss völlig verdunsten, damit die Eigenschaft des Haftklebers nicht beeinträchtigt wird.
Für meine anatomischen Verhältnisse (zeitweise retrahierter Penis) eignet sich der Artikel „Wide-Band“ am besten, außerdem haftet es sehr gut. Dieses selbstklebende Urinal-Kondom ist aus Silikon mit synthetischem Kleber ohne Pufferzone. Der festere Trichter (Schlauchansatz) ermöglicht es die Vorhaut weit nach vorn zu legen. Dadurch wird vermieden, dass das Urinal-Kondom vorn an der Spitze zusammenklebt und den Abfluss behindert. Folglich bläht sich das Kondom auf und die Klebverbindung wird gänzlich gelöst. Nach dem faltenfreien Abrollen des Kondoms (dabei Lufteinschlüsse vermeiden) wird es durch mehrmaliges andrücken fixiert. Der überstehende klebstofffreie Rand wird mit der Schere, die eine abgerundete Spitze besitzt, abgetrennt. So wird vermieden, dass durch Walkbewegungen das Kondom ungewollt abgerollt wird. Nach dem Verschnitt des Randes sollte nochmals das Kondom ringsherum angedrückt werden.

Als Beinbeutel verwende ich den Artikel Conveen Mehrkammerbeutel Art. 5177 (800 ml) den ich am Unterschenkel mit den bereits vorgestellten „Beinling“ aus Baumwoll-Jersey mit Klettband fixiere. Diese Befestigung hat sehr gut bewährt. Auch bei gefüllten Beutel und extremen Bewegungen bleibt der der Beutel an seiner Position ohne Abschnürungen. Außerdem bleibt alles absolut diskret.
Von den 65 cm langen Ableitungschlauch wird so viel abgeschnitten, dass genügend Spielraum zwischen Beutel und Kondom – Anschluss besteht. An einem Ende des abgeschnittenen Teils des Schlauchs wird das Y-Teil angeschlossen. Dabei sollte mindestens das Schlauchende über die erste Stufe reichen. Am oberen Ende wird das Ventil zur Belüftung eingeschoben. Darüber wird der jedem Beutel beiliegende Adapter bis mindestens erster Stufe aufgeschoben. Am Bund des Adapters wird eine Kerbe angebracht (entspr. Abbildung), durch die die Luft nachströmen kann.



























Damit das Ventil nicht verstaubt, wird die beiliegende Kappe aufgesetzt. Diese Konstellation hat sich in jeder Situation auch nach über 3 Monaten bestens bewährt. Es ist stets ein ungehinderter Abfluss gewährleistet. Die Kondomspitze wird nicht durch das sonst entstehende Vakuum zusammengedrückt. In der Folge entsteht sonst ein Stau, der das Kondom durch den nachströmenden Urin aufbläht und so die Klebverbindung auflöst.
Außerdem fließt der Urin immer aus den Schlauch in den Beutel, sodass ein trockenes sauberes Wechseln ohne Probleme in allen Situationen möglich ist.

Es ist für mich ein sicheres System und gerechtfertigt den Aufwand von jeweils 2mal ca. 10 Minuten.

Es grüßt Horsty
Folgende Benutzer bedankten sich: Pamwhy

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