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Erfahrungsaustausch Movicol bei Verstopfung - extremes Einkoten durch Movicol /

30 Okt 2019 15:27 #1 von saliju
Hallo,

gibt es hier noch Andere User, die Erfahrungen mit Movicol haben?
Meine Tochter bekommt es immer wieder verschrieben.
Nach einer Koposrasebhandlung über mehrere Wochen mit 12 Beuteln am Tag,
sollen wir nun 6 Beutel Movicol Junior geben.
Meine Tochter leidet unter Stuhlschmieren, was nach den Ärzten folge einer Versopfungsproblematik ist.
Das Problem ist das sie bei so hohen Dosen Movicol extrem viel einkotet, weil sie den fast flüssigen Stuhlgang
nicht merkt. Das war bisher immer so. Die Ärzte sagen, dass sie irgendwann auch den flüssigen Movicolstuhl
merken würde, aber ich frage mich täglich wie meine Tochter den fast durchfallartigen Stuhl bemerken soll.
Ich kenne das ja selber bei mir, wenn ich mal Durchfall habe, dass man schon bei einem Pups schnell in die Hose
geht. Das viele Movicol begründen die Ärzte damit, dass der Darm täglich mehrfach entlleeren soll und das
nur bei der hohen Dosierung so sei. Nach meiner eigenen Logik würde ich lieber den Stuhl einfach leicht
mit maximal einer Packung etwas weicher und geschmeidiger machen, dass es nicht wieder zu Verstopfung kommt,
aber ich bin natürlich nun mal kein Spezialist.

Nemmt ihr oder Eure Kinder Movicol. Und wenn ja könnt ihr den sehr weichen/flüssigen Stuhl halten bzw. bemerken
und geht er auch in die Hose/Windel.

Liebe Grüße und Danke schon mal

Saliju

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30 Okt 2019 20:58 - 30 Okt 2019 21:01 #2 von Greta
Hallo Saliju,

Erst mal herzlich willkommen im Forum. :)

Ich kann dir leider nichts zu Movicol und schon gar nicht bei Kindern raten, da ich das Präperat selber noch nicht genommen habe und Kinder habe ich auch keine.

Aber wenn ich lese 12 (!) Beutel täglich gruselt es mir schon bei der Menge ( so weit ich weiss, wird das Pulver in Flüssigkeit aufgelöst) die deine Kleine schlucken muss.

Wir haben hier mindestens einen User (mir fällt leider grad nicht der Name ein), der 1 (!) Beutel Movicol abends nimmt um seinen Darm auf die am Morgen darauffolgende Irrigation vorzubereiten.

So viel mal zu der Dosierung.

Mein Proktologe hat mir zur Festigung meines Stuhls Immodium empfohlen, könnte ich durchgängig nehmen, wäre kein Problem. Im Beipackzettel steht auf gar keinen Fall länger als 2 Tage nehmen...

Ich bin, was die Medikations-Empfehlung von Ärzten angeht, vorsichtig geworden. Ich schlucke nicht sofort alles, was mir verschrieben wird. Genauso verfahre ich mit Operationen, denn die haben zu meiner Inkontinenz geführt.

(Fast) flüssiger Stuhl ist nicht zu halten! Selbst mit einem intakten Schließmuskel nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, das deine Tochter das irgendwann so halten/merken kann dass kein "Unfall" passiert.

Irgendwo im Forum gibt es auch einen Beitrag einer Mutter, deren 7 jährige Tochter die Irrigation selbstständig, unter ihrer Aufsicht, durchführt. Ich bin schlecht im suchen, da musst du mal selber ran.

Ich bin zwar kein Mediziner aber ich kann mir vorstellen das die Irrigation deiner Tochter wirklich gut helfen könnte.

Der vorletzte Proktologe empfahl mir auch wieder eine OP wegen meiner Inkontinenz, die Irrigation wurde nicht mal angesprochen. Der letzte reagierte etwas verhalten, als ich ihn auf die Irrigation angesprochen habe ("...jaaah, können wir auch probieren...")

Ich weiss nicht, warum diese Methode bei Ärzten so unbeliebt ist...vielleicht kann man nicht viel damit verdienen oder die kennen sich damit nicht aus und möchten das nicht zugeben.

Ich hoffe deiner Tochter kann bald geholfen werden!

LG

Alles Gute!

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31 Okt 2019 10:51 #3 von saliju
Hallo Greta,
erstmal vielen Dank für deine Antwort.
Was mich so verunsichert ist halt, dass uns alle GGastroentologen immer wieder zu den hohen Movicoldosen
rieten... Also die 12 Beutel um die Verstopfung erstmal rauszubekommen (das war nur für eine begrenzte Zeit)
empfand ich noch logisch. Die letzten 2 Gastroentologen erklärten sich die tatsache, dass Movicol vorher
nie zum Erfolg führte damit, dass der durchs Movicol flüssig gemachte Stuhl immer nur an der bestehenden
Verstopfung vorbeigeflossen sei, diese aber nie löste. Daher schlugen sie vor mit einer hohen Dosis von Movicol erstmal
mit einer Kopostrasbehandlung die Verstopfung zu lösen. In der Packungsbeilage von Movivol junior steht
auch die gleiche Dosis zur Kopostrasebehandlung. Jetzt sollen wir weiter 6 Beutel geben nachdem warscheinlich
alles draußen ist. Das heisst der Stuhlgang ist immer noch recht flüssig und 6 Beutel sind das doppelte der normalen
Maximaldosis. Die Ärzten begründete die Dosis damit, dass man jetzt verhindern müsse, dass wieder erneut
eine Verstopfung entstehe. Dann wäre die Kopostrasbehanldung quasi umsonst gewesen und wir würden wieder
am gleichen Punkt wie zu Anfang stehen. Daher halte ich mich grade an die Empfehlung der Ärztin.
In einem Forum hat mal eine Mutter gepostet, dass sie die Information von Ärzten bekommen habe, dass Kinder
die unter einer chronischen Verstopfung leiden, erst nach mindestens 6 Monaten den weichen Movicolstuhl
halten könnten, da der Darm erstmal eine längere Zeit hat sich zurückzubilden und die Nerven und Sensibiliät
sich nach einer langen Zeit der Ausdehnung erst wieder sensibiliesieren müssten.
Ich werde mich jetzt weiter mit der Irrigation beschäftigen. Es ist auf jeden Fall gut einen Plan B zu haben,
falls die jetzige Therapie keinen Erfolg hat. Ich habe meiner Hausärztin von der Irrigation erzählt. Sie kannte
es nicht, sie gab nur zu Bedenken, dass die Irrigation nur bei Enddarmentleerung warscheinlich helfen könne,
sitze die Verstopfung tiefer, wäre es problematisch. Die Ärzte begründen, die Movicoleinnahmen auch grade mit
dem Argument, dass die Abführung von "Oben" kommen müsse, damit der Darm auch komplett behandelt werde
und nicht nur im Enddarm, wie es bei Einläufen etc. so sei.

lg saliju

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