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mein fast 6jähriger sohn hat Enkopresis- weiß nicht weiter

16 Okt 2014 13:23 #1 von jessic
Hallo,

ich bin neu hier und bruache euren Rat.

Es ist schwer einen Anfang zu finden. Mein Sohn (wird im Januar 6) fing im Juni/juli 2012 an trocken zu werden, der Stuhl ging mal in die Hose mal auf das Töpfchen. als er ende aug 12 in den Kiga kam war er trocken. Wie das da mit dem Stuhl war, kann ich mit gewissheit nicht mehr sagen. Nur das es weiter hin mal in die hose und mal ins töpfchen ging. Ich habe das einfach darauf geschoben das er noch zeit braucht oder es ein Rückschritt ist, den viele kinder haben wenn sie in den Kiga kommen. im aug 12 waren wir beim Kinderarzt, dem habe ich erzählt das mein sohn sehr lange das pipi machen einhält(einmal von abends 19uhr bis nächsten morgen 11uhr). den einzigen rat den wir bekommen haben war, das wir ihn öfter auf die toilette schicken sollen, auch die erzieherinnen im Kiga. ob sie das gemacht haben, kann ich nicht mit gewissheit sagen. irgendwann ging der stuhl zu 100% in die Hose. immer größere mengen. Windeln hat er keine mehr getragen, auch nachts nicht weil die morgens immer trocken waren.
im märz 13 bin ich dann zu kinderarzt und habe ihm geschildert das mein sohn sich in die hose macht. es wurde fest gestellt das er eine verstopfung hat. er hat dann in der praxis direkt einen einlauf bekommen und ich sollte noch 2 weiter zu hause machen. zusätzlich sollte er movicol nehmen. mit den worten "das wird schon wieder, warten sie mal ab und kommen in 4wochen wieder" sind wir nach hause.
mit dem movicol (egal wieviel er bekommen hat, teilweise nur eine messerspitze) war der stuhl flüssig wie wasser, also habe ich es abgesetzt und es dem kinderarzt erzählt. der hat aber darauf bestanden weiter Movicol zu geben, ich solle einfach weniger geben. nun ja, habe ich nicht. habe versucht mit obst, vorallem mit apfelmus und apfelsaft(davon war sein stuhl immer weich) und ausgewogener ernährung den stuhl zu regulieren.
Da die einläufe + Movicol keine besserung gebracht haben,wurden wir zum kinderpsychologen überwiesen. da hatten wir unseren 1. termin mitte mai 13. an 4 weiteren terminen wurde eine diagnostik gemacht. Der letzte termin war am 13.8.2013. erst auf drängen meinerseits habe ich einen termin zur auswertung anfang okt 13 bekommen. da wurde mir mitgeteilt das es ein "hausgemachtes problem" ist und da ansetzen müssen. kurz um: wenn es in die hose geht muss sohnemann alleine den popo sauber machen inkl seines schlüpers. ich soll ihn komplett ignorieren das fand ich bei einem 4,5jährigen schon fragwürdig. da dachte ich noch "ok, die kjp hat studiert, die weiß wovon sie spricht". diese vorgehensweise hat uns alle sehr gestresst und keiner von uns ist zur ruhe gekommen. hier wurde ständig geschriehen getobt gewütet. vorallem mein kleiner weil er den sinn nicht verstanden hat. der große(damals 7) konnte sich nicht mehr auf seine hausaufgaben konzentrieren, wollte keine freunde einladen.
die belohnungen, wenn er doch auf die toilette(und wenn es nur versuche ohne erfolg waren) gegangen ist, haben nicht gefruchtet. er hat einfach auf stur geschaltet. hat das alles nicht verstanden. bei dem termin im mai hatte mein sohn das problem, bei dem terminen im okt und dez13 war ich, ihrer meinung nach das problem. ich müsse mehr positive zeit mit ihm verbringen. so gut es ging habe ich das versucht. nur bei 2 kindern ist das schwer, zu mal ich keine hilfe von freunden oder verwandten habe.mein mann ist auch nur an den wochenenden zu hause.
nach weihnachten saß mein sohn auf der toilette und war am weinen, machte eine sehr hilflose armbewegung weil er es nicht rechtzeitig zum wc geschafft hatte. es war wieder in der hose gelandet. wir haben dann da zusammen gesessen und haben gemeinsam über unsere hilflosigkeit geweint. darauf hin habe ich im januar14 einen Termin bei einem anderen Kinderarzt gemacht wegen einer 2. meinung. der arzt kam obwohl er meinen sohn nicht untersucht hat, zu dem gleichen schluss wie unser kinderarzt 1jahr vorher. allerdings fand er es komisch das es kein schmirstuhl( "bremsspuren" ) sondern größere mengen stuhl sind die er absetzt. deswegen wurden wir in die kinderklinik zu einen gastroentromonologe(schreibt man den so? ) überwiesen, da waren wir im märz14. es wurde da zum ersten mal ein ultraschall gemacht von seinem darm, dabei wurde festgestellt das er wieder verstopft war. 2tage später sollten wir wieder kommen, damit eine darmspiegelung, biopsie und eine darmausgangsweitung gemacht werden kann. das mussten wir verschieben weil mein sohn in der nacht vorher sich mehrfach übergeben hat. das wurde dann mitte april14 gemacht. die biopsie hat aber nichts ergeben. morbus hirschsprung wurde ausgeschlossen.
die ganze zeit über bin ich weiter zur KJP gegangen, mittlerweile war der große bruder das problem. die beiden würden sich zuviel streiten. sind streitereien unter geschwistern nicht normal?! na ja!!!! sie hielt weiter daran fest das ich ihn ignorieren soll und er alles alleine sauber machen muss. im okt 13 erzählte sie mir, das es in der praxis eine "vorschulgruppe" geben würde, die die sozialen kompetenzen von kindern 1-2jahre vor der einschulung stärken soll. (weil mein sohn ihrer meinung nach ein einzelgänger ist, schwer anschluss an gleichaltige findet) anfang juni14 war ich das letzte mal in der praxis, da war dann auf einmal mein nur an den wochenenden abwesende mann das problem. und ich soll mir über das jugendamt eine sozialpädagogische familienhilfe holen, die den part meines mannes einnehmen soll. so hat jedenfalls die KJP gesagt. zeitgleich sagte sie mir das mein sohn ab ende aug14 in der "vorschulgruppe" sei. mein großer sohn hat bei dem termin im wartezimme gewartet. als ich mir einen neuen termin geholt habe, hat unsere KJP mit meinem sohn geredet. der hat mir dann zu hause erzählt das die KJP gedacht hat er wäre sein kleiner bruder und ob er sich freuen würde, das er nächstes jahr in die schule kommt. :-x um die familienhilfe habe ich mich nicht bemüht weil ich keine hilfe brauche und mein mann es garnciht witzig da er von einer fremden person quasi ersetzt werden soll. das hat sehr an seinem ego gekratzt.
am 25.aug war das erste mal die "vorschulgruppe" mit insgesamt 4! kindern. in meinen augen keine richitge gruppe. 3jungs, ein mädchen. einer der jungs geht mit meinen sohn sogar zusammen in den kiga. nur am 25.aug waren alle kinder anwesend. sonst sind die kinder immer nur zu zweit(mein sohn + dem mädchen oder dem jungen aus dem Kiga) als wir wie gruppenleiterin darauf angesprochen haben, das das in unseren augen keine gruppe ist, ist sie sehr unfreundlich geworden und meinte sie könne nichts dafür wenn die kinder krank sind. mein sohn findet die gruppe nicht so tollweil er deswegen nicht zum fussball training kann. da das fast zeitgleich statt findet.

das ist unsere geschichte der letzten 2jahre. wenn ich mir das so durchlese eine ganze menge. ich weiß einfach nicht mehr weiter. haben wir wirklich alle möglichkeiten aus geschöpft? was kann ich noch tun? ich fühle mich so hilflos. sicher, muss es bei ihm klick machen, aber er ist so ein sturer esel. selbst zum pipi machen muss man ihn immer noch schicken weil er es sonst zu lange anhält. hängt das villeicht beides mit einander zusammen? machen wir unbewusst zu viel druck indem wir ihn immer wieder auf die toilette schicken? ach ja, aif anraten eines arztes im krankenhaus, bekommt mein sohn 1mal am tag einen gehäuften teelöffel Milchzucker, dmait er micht wieder verstopft. wobei ich die vermutung habe,das er im moment wieder verstopft ist. er hat einen ganz schön dicken bauch und teilweise hat er 4-7tage keinen stuhlgang. in unregelmäßigen abständen.
ich war schon am überlegen mal zum heilpraktiker zu gehen. hatte mal irgendwo gelesen das das einigen bei enkopresis geholfen hat. stimmt das? wie sind eure erfahrungen? was würden für kosten da auf uns zu kommen, unsere krankenkasse übernimmt "nur" 100€ jährlich.

ein fussball freund von meinem mann ist lehrer an einer waldorfschule und sagte neulich, das ich mir keinen so großen kopf um die sache machen soll. er hat teilweise 7/8jährige in seiner klasse die noch den stuhl in die hose machen. weiß nicht ob ich das so entspannt sehen kann. oder sollte ich das so sehen? wir "doktoren" ja jetzt an ih herum seitdem er 4war. sollte ich nicht eher auf mein bauchgefühl hören? da ansetzten wo man bei 2jährigen mit der sauberkeitserziehung anfängt? vorsichtig, mitbedacht, ruhe und ganz ganz viel liebe.

ich hoffe ihr könnt mir helfen. wenn doch noch fragen nach meinem ellenlangen text offen sind, immer raus damit.
heute haben ich wieder einen termin bei der KJP, mal gespannt.


mir fällt gerade ein, das alle ärtze im krankenhaus gesagt haben das mein sohn nicht in psychologischer betreuung ist weil ICH immer zu den terminen gehen. die KJP will immer nur mich bzw meinen mann(er war aber noch nie da, das ist auch ein problem für die KJP) sehen. meinen sohn hat sie nur im mai13 gesehen, die diagnostik hat jemand anderes gemacht. nach dem 13.aug13 war er erst wieder am 25.aug14 wider in der praxis. muss ich das verstehen oder ist das gängige praxis?

und noch eine frage die mich beschäftigt. anfang nov muss ich ihn an einer grundschule anmelden und im jan15 denke ich wird die schuluntersuchung sein. ist er überhaupt schulfähig? oder ist er dann ein integrativ kind mit integrationskraft neben sich?

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16 Okt 2014 14:32 - 16 Okt 2014 21:26 #2 von matti
Hallo Jessic,

erst einmal herzlich Willkommen in unserem Forum. Das Thema Enkopresis scheint zur Zeit hier im Forum sehr aktuell zu sein. Du bist die Zweite in kurzer Zeit mit ähnlicher Problemvorstellung.

Denn anderen Thread findest du zur Info hier: www.inkontinenz-selbsthilfe.com/forum/5-...st-11-jaehrigem.html

Nun, was du beschreibst, beschreiben fast alle Eltern, wenn sie über die Problematik ihrer Kinder berichten. Dies bezieht sich sowohl auf die Situation beim Einstuhlen, wie auch auf die ärztlichen Szenarien.

Eines vorweg, weil dies in dem anderen Beitrag noch viel deutlicher herausgestellt wird, es ist niemand Schuld an dieser Situation. Du (ihr) macht sehr wahrscheinlich in der Erziehung nichts gravierendes Falsch und dein Sohn ist mit größter Wahrscheinlichkeit auch nicht an der Situation bewusst schuld.

Schauen wir doch einmal, was Enkopresis eigentlich ist, wo die Ursachen liegen und wie sich die Situation eines an Enkopreis erkranketen Kindes darstellt:

Definition:

80–95 % der Fälle von Enkopresis sind durch Verstopfung und Stuhlretention (Stuhlverhaltung) verursacht, also durch eine körperliche Funktionsstörung.

Ursachen:

Bei einer Enkopresis handelt es sich um eine einfache Funktionsstörung, die sich als Teufelskreis selbst unterhält.

Eine langdauernde Verstopfung (chronische Obstipation), die bei Kindern häufig auftreten kann, ist der Ausgangspunkt des Teufelskreises.
Dabei bilden sich große und harte Stuhlmassen im Mastdarm und unteren Dickdarm. Das Entleeren dieser harten Stuhlmassen durch den After (Anus) ist schmerzhaft.

Der Schmerz wird noch erheblich verstärkt, wenn durch den harten Stuhl Risse im After (Analfissuren) entstanden sind. Auch Infektionen am After, z. B. Pilz- (Candida) oder Streptokokken können Schmerzen beim Stuhlgang verursachen.

Aus Angst vor den Schmerzen beim Stuhlgang halten die Kinder den Kot zurück (Stuhlverhaltung). Dies verschlimmert wiederum die Obstipation.

Eine weitere Ursache für Stuhlverhaltung kann auch in Ekel oder irrationalen Ängsten des Kindes vor der Toilette begründet liegen (z. B. Monster, Abgrund).
Wenn Kinder mit Mühe den Stuhl zurückhalten, nehmen sie manchmal Stellungen ein, die dies erleichtern (z. B. in die Hocke gehen oder längere Zeit still stehen). Um dafür ein Alibi zu haben, tun sie dann so, als ob sie etwas auf dem Boden suchen oder ihre Schuhe binden würden (Stuhlrückhaltungs-Verhalten).

Mit der Ausdehnung und Erschlaffung der Darmwand geht auch ein Sensibilitätsverlust einher. Dies bedeutet, dass die Kinder das Gefühl dafür verlieren, ob der Darm voll ist und entleert werden muss. Sie merken auch nicht mehr, wenn sich durch den aufgestauten Druck der Stuhl von alleine nach außen schiebt.
Der noch nicht eingedickte weiche Stuhl im obereren Teil des Dickdarms kann sich durch den hohen Druck an den harten Stuhlmassen unbemerkt vorbeischieben (Darmüberlauf). Die Kinder bemerken dies erst, wenn sie den warmen Kot in der Hose fühlen.

Folgen:

Abgesehen von den praktischen Umständen, die es im Alltag bereitet, bedeutet das Einkoten eine enorme seelische Belastung sowohl für die betroffenen Kinder wie auch für die Eltern. Das Ausmaß dieser Belastung wird von anderen, aber auch von Ärzten, oft unterschätzt. Zudem kommt es dann oft zur einer Verwechslung von Auslöser und Folge. Jahrzehntelang ist man beim Bettnässen davon ausgegangen das psychiosche Faktoren primär auslösend sind. Heut weiß man, dass dies häufig Folge des Bettnässen sist und nicht der eigentliche Auslöser.

Bei den Kindern verursacht es Scham, Minderwertigkeitsgefühle und Angst vor Strafe oder Spott. Es kann zu Versagensängsten führen, soziale Kontakte unterbinden und psychische Störungen auslösen. Der Versuch, es zu verheimlichen, kann zu Aktionen führen, die von den Eltern fälschlich als Absicht interpretiert werden können, z. B. Verstecken der beschmutzten Kleidung an „unmöglichen“ Stellen.

Eine Spirale beginnt, die kaum zu durchbrechen ist.

Meine ganz persönliche Meinung:

Diese Ratschläge in Bezug auf Ignoranz des Kindes, wenn ein Malheur passiert ist, halte ich für verächtlich. Kinder sollten immer eine liebevolle Erziehung und Umgebung genießen und nicht für ihre Schwächen und Fehler Strafen empfangen. Welcher Ansatz mag nur hinter diesen Empfehlungen liegen. Niemand würde für etwas bestraft, für das er nicht verantwortlich ist. Bei einer Enkopresis ist davon auszugehen, dass die Ursachen zwar im Verhalten des Kindes liegen, es dafür aber nicht bewußt verantwortlich ist.

Es gilt doch eigentlich "nur" den Teufelskreis zu durchbrechen. Dazu muss erst einmal der Darm von Verstopfungen befreit werden. Analfissuren oder sonstiges Verletzungen des Afters müssen behandelt werden und Zeit zum Abklingen haben.
Dann ist ein vernünftiges Darmmanagement nötig.
Dieses umfasst beispielsweise schon einmal eine Ernährungsanpassung evtl. auch durch Inanspruchnahme einer Ernährungsberatung.
Kurzfrsitig kann man durch Laxanien (Abführmittel) einen geregelten Stuhlgang (einmal pro Tag) hinbekommen. Dauerhaft ist dies aber nichts.
Stellt sich die Problematik weiterhin ein, sollte mit dem Arzt die Irrigation besprochen werden. Diese ist auch bei Kindern durchführbar. Dadurch wird eine tägliche Entleerung des Darm sichergestellt. Normalerweise dürften sich die Probleme dann nach kurzer Zeit von selbst erledigen.

Generell sollte man vielleicht noch etwas beachten:

Das Badezimmer sollte ein Wohlfühlort sein. Für ausreichend Licht sorgen, evtl. etwas kindgerechtes bereitstellen (Musik, Spielzeug) und sowohl das Große wie auch das kleine Geschäft in der Familie nicht zum großen Geheimnis machen. So macht man dies auch in der Sauberkeitserziehung bei kleineren Kindern. Man nimmt sie schon mal mit aufs Klo, wenn man selbst muss. Vergesst eure eigene Scham, es geht ausschließlich darum, dass eurer Kind einen Toilettengang als das normalste der Welt empfindet.

Muss jetzt leider kurz weg, antworte aber gerne heute Abend weiter.

Matti
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16 Okt 2014 21:06 - 16 Okt 2014 21:24 #3 von Ano
Matti, das hast Du hervorragend formuliert und das trifft den Nagel auf den Kopf !!!

@ Jessic
Sei herzlich willkommen hier.
Ich finde es toll, dass Du den Weg zu uns gefunden hast und Dir die Zeit genommen hast, diesen langen Bericht zu schreiben.

Dem Posting von Matti ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
Unterstützen möchte ich vor allem folgendes:

Zitat Matti:
Diese Ratschläge in Bezug auf Ignoranz des Kindes, wenn ein Malheur passiert ist, halte ich für verächtlich. Kinder sollten immer eine liebevolle Erziehung und Umgebung genießen und nicht für ihre Schwächen und Fehler Strafen empfangen.


Der Versuch der Irrigation ist ein prima Ansatzpunkt.
Lies Dir das mal in Ruhe durch.
Das Irrigationsgerät kann vom Hausarzt verschrieben werden.
Eine Einweisung zu Hause in privater Umgebung durch eine geschulte Fachkraft ist möglich.
Anfangs solltest Du das dann gemeinsam mit Deinem Sohn machen bzw. üben - später kann er das dann auch alleine.

Wenn Du weitere Fragen - auch zur Irrigation - hast, dann nur raus damit.

Herzliche Grüße,
Ano
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16 Nov 2014 18:56 #4 von Johanna78
Hallo Jessic.
Als ich dein Problem gelesen habe, kam mir vieles davon sehr bekannt vor. Nur meine Tochter ist mittlerweile 12 Jahre alt und wir machen dieses Theater schon seit der zweiten Klasse durch. Fünf Jahre lang schon Hölle und alle möglichen Versuche. Keiner konnte helfen und es wurde nur nach Schema F behandelt mit Movicol und Nifuretten gegen die Harnwegsinfektionen die eine Folge des Einkotens waren. Du hast zum Schluss von Naturheilverfahren gesprochen und das war auch das, was dann endlich zu einer deutlichen Verbesserung geführt hat. Wir waren bei einem Osteopathen. Dort haben wir rausgefunden, dass es höchstwahrscheinlich an einem eingeklemmten Nerv (Nervus Vagus) lag. Diese Blockade kam von einer nicht so schönen Geburt. Wenn du mehr erfahren willst, gebe ich gerne Auskunft.

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17 Nov 2014 11:47 - 17 Nov 2014 11:50 #5 von Ano
Moin Johanna!

Herzlich willkommen in unserem Forum.
Es wäre schön, wenn Du Dich im entsprechenden Thread kurz vorstellen könntest.

Wie Du siehst, gibt es viele Fragen ... ein Beitrag bzw. eventuell eine Schilderung von Dir,
welchen Leidensweg Du mit Deiner Tochter gehen musstest, bis eine zufriedenstellende Lösung
für alle gefunden wurde, würde es anderen Menschen mit ähnllicher Problematik erheblich leichter machen.

Du hast hier den erstklassigen Vorschlag gemacht, einen guten Osteopathen hinzuzuziehen.

Dazu kann ich nur sagen: Ja, warum bin ich da nicht gleich drauf gekommen ???

Folgendes Beispiel meinerseits dazu:
Ich kenne ein Baby (inzwischen 3 Monate alt) - es schreit und schreit, selbst im Schlaf wacht es immer wieder schreiend auf.
Keiner hat etwas gefunden, auch der Kinderarzt nicht. Es gibt hier in der Klinik eine sogenannte "Schrei-Ambulanz" - auch dort mehr oder weniger Ratlosigkeit. Die Mutter ist am Ende ihrer Kräfte.
Durch Zufall erhielt sie den Ratschlag, eventuell mal zu einem Osteopathen zu gehen - aber zu einem guten und vor allem zu einem, der auf Säuglinge spezialisiert ist.
Die Kasse würde das nicht zahlen, aber vielleicht könne der helfen.
Gesagt, getan.

Dieser Osteopath diagnostizierte eine Blockade im Atlas (das ist der 1. Halswirbel)
sowie das sogenannte KISS-Syndrom.
Die Diagnose wurde durch eine entsprechende Röntgen-Aufnahme im naheliegenden Krankenhaus bestätigt.

Diese Dysfunktion ist auch für die Eltern oftmals hochbelastend, da das Atlassyndrom häufig mit viel Schreien und Schmerzen für das Kind verbunden ist. Auβerdem zeigen diese Kinder sehr häufig Schlafstörungen und haben Probleme mit Blähungen.

Zwei Mal war die Mutter mit ihrem Säugling jetzt beim Osteopathen zur Behandlung und es geht dem Baby schon erheblich besser. Nun wurde von ihm noch zusätzlich Krankengymnastik verordnet, um die inzwischen eingenommene Schon- und Schmerzhaltung des Kindes zu lösen und die Muskulatur auf der vormals blockierten Seite aufzubauen.

KEIN ARZT HAT VORHER ETWAS GEFUNDEN !
Es hieß immer nur: Na, das ist halt ein Schreikind - das legt sich in 3-4 Monaten, spätestens aber, wenn das Baby anfängt, zu krabbeln oder zu laufen.

Traurig finde ich vor allem auch, dass die Behandlung beim Osteopathen nicht von der Kasse bezahlt wird.
Die Röntgenaufnahme sowie die von ihm verschriebene Krankengymnastik aber sehr wohl.


Also Jessic - such Dir einen guten Osteopathen und gehe mit Deinem Sohn dort hin.
Es wäre durchaus möglich, dass eine Ursache gefunden wird, die bisher von allen übersehen wurde.

Herzliche Grüße,
Ano
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18 Nov 2014 18:34 #6 von Johanna78
Hallo Ano.

Da ich völlig neu bin im Thema Beiträge im Internet schreiben, was bitte ist euer Thread?
Sitze nicht sehr oft vor dem Computer. ;-)

Vielen Dank.

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18 Nov 2014 20:13 - 18 Nov 2014 20:14 #7 von Pamwhy
Hallo Johanna,

auch von mir ein ganz
-liches Willkommen hier bei uns im Forum.

Vor ca. 2,5 Jahren ging es mir ähnlich... ;)

Das Wort Thread, ist aus dem Englischen und heißt Strang oder Faden. In Foren wird der Begriff als Diskussionsstrang verstanden. Ano meinte, dass du einen neuen eigenen Beitragstrang , mit der Kategorie "Neu hier - Vorstellungsrunde" startest, um ein bisschen mehr über euch zu erfahren....

Ähnliches wie Ano habe ich mit unserer Jüngsten übrigens auch gehabt. Allerdings hat unser Kinderarzt die Schieflage sofort diagnostiziert und die Osteopathie mit einem Kombirezept, über Manuelle Therapie und noch irgendwas anderes kostenmäßig abgedeckt. Bei Säuglingen ging das vor 11 Jahren anscheinend noch oder er hatte einen speziellen Handel mit dem Osteopathen ausgemacht.

Genaueres weiß ich leider nicht mehr, da ich auch nicht geahnt habe, dass ich hier mal in unserem Forum lande und es eventuell von Nutzen sein könnte. Den Arzt kann ich leider nicht mehr fragen, der ist vor einiger Zeit verstorben. Aber drei Termine haben bei ihr damals ausgereicht. Je älter man wird, um so länger dauert so eine Behandlung unter Umständen.....

Freue mich auf weitere Beiträge, die Idee mit dem Osteopathen finde ich jedenfalls schon mal sehr inspirierend... :)

Bis demnächst und ganz....
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18 Nov 2014 20:53 - 18 Nov 2014 20:54 #8 von Ano
Moin Johanna !

Pam hat das mit dem Thread ja schon ganz toll erklärt.
Ich fände es wirklich klasse, wenn Du uns hier berichten könntest, wie es Dir mit Deinem Kind damals ergangen ist und was letztendlich geholfen hat.

Es schauen immer wieder mal Eltern mit ähnlichen Problemen hier rein und für sie könnte das eine große Hilfe sein. Schon allein das Wissen, dass sie nicht allein mit ihren Problemen sind, ist ungeheuer wichtig.

Liebe Grüße,
Ano
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18 Nov 2014 21:23 #9 von Johanna78
Hallo Ano und Jessic.

Nun möchte ich versuchen den Weg unserer Tochter für alle hoffentlich verständlich zu schildern. Es ist mir ein großes Anliegen evlt. für einige Kinder einen Ausweg aus diesem Teufelskreis zu finden.
Also wie ich nun nach der Osteopathie heraus fand, lag die Ursache des Problems wohl schon bei der Geburt. Da ich nicht sehr groß bin und auch kein geburtsfreudiges Becken habe UND meine Tochter sich die Nabelschnur dreimal um den Hals gewickelt hatte, war es ihr aus eigenen Kräften nicht möglich auf die Welt zukommen. Nach 9,5 Std. und unter Einsatz der Saugglocke und starken Pressen auf meine Bauchdecke kam sie auf die Welt. Die Werte waren aber normal und es gab auch sonst keine Auffälligkeiten. Später beim Kinderarzt stellte man jedoch fest, dass sie einen leichten Schiefhals hatte. Das wurde mit Babyschwimmen (1/2 Jahr lang) behandelt. Sie entwickelte sich normal weiter, außer dass sie sehr oft hinfiel. Wir liesen nochmal mit ca. zwei Jahren einen anderen Arzt drüberschauen und er meinte sie hätte eine Muskelschwäche. Ja zugegeben sie ist und war schon immer sehr schlank aber auch sehr aktiv und eine Muskelschwäche fand ich albern. Trotzdem gab es Physiotherapie was aber keine Veränderung brachte. In der Zeit wurde sie auch sauber und sie entwickelte sich zu einer fröhliche, wissbegierigen Schnattertasche. Als sie vier wurde, kam ihre kleine Schwester auf die Welt. Übrigends es war eine gute Geburt und nicht so eine traumatische Erfahrung wie die erste.
Meine Tochte kam in die Schule und alles war normal bis zur zweiten Klasse. Da fing es zu einer Geburtstagsfeier an, dass sie einnässte und es nicht mitbekam. Gäste sprachen mich an, dass sie eingepullert hat. ich glaube diesen Abend haben wir viermal die Sachen gewechselt.
Nach diesem Abend sind wir zum Kinderarzt gegangen und sie stellte eine Harnwegsinfektion fest. Da bekam sie das erste Mal Antibiotika. Als die Infektion abgeklungen war, dauerte es leider nicht lange und es kam wieder zum einnässen. Also wurde die Blase untersucht und festgestellt sie ist nicht altersgemäß entwickelt ist, sondern zu klein. Nun bekam sie Mictonetten, die das Wachstum anregen sollten. Das taten sie wohl auch, was die Ärzte im Krankenhaus bei Ultraschalluntersuchungen feststellten. Jetzt kam aber immer häufiger das einkoten dazu und wir konnten uns nicht erklären warum. Also wurde die nächste Untersuchung im Krankenhaus durchgeführt und zwar ob es vom Darm Abnormalitäten gab. Leider gingen sie bei der Untersuchung nicht gerade zimperlich mit ihr um und sie fanden auch kein Grund für das einkoten. Muskellatur am After war normal und Taschen am Enddarm gab es auch nicht. Also weiter suchen. Natürlich führte uns der Weg auch zum Psychologen und wir fingen zuerst eine Familientherapie an, weil meine Familiengeschichte auch nicht gerade die einfachste ist. Aber auch das brachte nix. Und so gingen die Monate und Jahre ins Land und wir nahmen Movicol gg. die Verstopfungen und Nifuretten gg. die aufsteigenden Harnwegsinfektionen. Meine Ehe und meine Nerven wurden in der Zwischenzeit stark belastet und so führte alles zusammen 2010 zu einem Burnout meinerseits. Wir bekamen 2011 dann eine Mutter-Kind-Kur und auch dort sprach ich das Thema an. Wir veränderten die Ernährung und stellten einiges auf Vollkorn um aber auch das brachte keine bemerkenswerte Veränderung. Als die Kur, Familienthearpie, Einzelgespräche mit der Kinderpsychologin, verschiedene Erziehungsmethoden (von viel Loben über Druck machen und völliges Ignorieren und das auswaschen der eigenen schmutzigen Wäsche) nichts brachte war ich echt am verzweifeln. Ich drohte ihr sogar sie nochmal ins Krankenhaus stationär für drei Wochen (dazu hatte uns die Ärztin geraten) zu bringen. Aber außer dass das Kind für mich immer nur auf stur schaltete und sich nicht dazu äußerte oder in anderen Momenten wieder völlig verzweifelt war kam es zu keiner Veränderung.
Ich werde die Situation auch nie vergessen als ich sie mal wieder deswegen anschrie:" sowas muss man doch merken wenn einem schon wieder die ... am Hintern klebt" und sie weinte und verzweifelt sagte: sie merkt es einfach nicht... Dieser Moment war so schlimm. Ich war mittlerweile hin und her gerissen zwischen Ohnmacht über die Situation und Selbstzweifel an mir als Mutter. Es gab Zeiten, da hätte ich sie am liebsten weg gegeben, weil ich wusste ich tue ihr nicht gut so wie es läuft. Auch meine Familie war mir keine große Hilfe in der Zeit. Sie meinten nur ich soll doch mal strenger sein und vielleicht ihr Lieblingshobby wegnehmen. Doch das war zu der Zeit noch das einzige wo sie fröhlich war.
Trotzdem gab ich sie über die Ferien für drei Wochen in die Kinderklinik die auf solche Fälle spezialisiert sein sollte. Wir besuchten sie regelmäßig, aber es gab immer Tränen beim Abschied und als ich mal alleine zu Besuch war, flehte sie mich an: Mami lass mich nicht alleine, lass mich nicht hier. Es war so schwer zu gehen, denn ich sollte ja vernünftig sein und den Ärzten vertrauen obwohl mein Herz was anderes sagte.
Oh Mann mir kommen beim Schreiben sogar schon wieder die Tränen, wenn ich wieder daran denke.
Egal schauen wir weiter...
So meine Tochter kam in die fünfte Klasse und ich musste die Situation der neuen Schule erklären. Das war auch sehr peinlich für mich aber wir konnten im Sekretariat Wechselsachen für sie hinterlegen, falls es doch mal schief ging. Komischerweise kam es dort nur einmal vor, aber sie schafte es dann zu Hause nicht mehr rechtzeitig.
Auch bekam ich noch vor dem Schulwechsel neue Arbeit und es ging mir auch langsam wieder besser und ich lernte eine neue Arbeitskollegin kennen die nun mein ganzes Leben verändert hat. Wir waren eine kleine Gruppe von Muttis wo fast die Hälte der Kinder irgentwelche Handicaps hatten und so war ich doch dankbar nicht diese Probleme zu haben. Trotzdem unterhielten wir uns acuh einmal über meine Tochter und sie merkte wie verzweifelt ich war. Auch sie hat ein Ärztemarathon durch und keiner konnte ihr sagen was das Kind hat, geschweige denn wie man helfen könnte. Auch sie kam völlig verzweifelt zu dem Osteopathen und ich glaube so muss es auch sein, denn sonst wäre man vielleicht nicht bereit, einfach mal nicht medizinisch belegte Wege zu gehen und ein Haufen Geld dafür auszugeben. Aber das war es mir wert (60 € p.Std.) und ich würde es auch immer wiedr so machen. Was erstaunlich war, dass ich vorher immer so orientierungslos in Bezug auf die weitere Vorgehensweise mit meiner Tochter war, aber als ich schon nur die Entscheidung getroffen hatte dort hin zu gehen, fühlte ich es ist richtig und ich wurde nicht enttäuscht. Der Tag der ersten Behandlung kam und danach war ich einfach nur sprachlos. Er erklärte uns erstmal die Wirkungsweise von Osteopathie und das es bei ihm nix spirtuelles ist sondern reine Physik. Ich hörte der Einführung kurz zu und dann schaute ich der Behandlung nur staunend zu. Ich war die ganze Zeit mit im Raum, was extra so gewünscht war von ihm. Auch dachte ich, dass meine Tochter vielleicht nicht mitmachen würde, da sie gegenüber Therapeuten und Ärzten ein verständliches Misstrauen hegte.
Aber die Behandlung war ja kommplett schmerzfrei und nur wie eine ganz sanfte, ruhige Massage. Sie vertraute ihm auch sofort und als wir dann ins Auto stiegen um nach Hause zu fahren, blickte mich ein völlig geschafftes aber sehr seeliges Kind an. Auch diesen Augenblick werde ich nie vergessen. Die Behandlungen zogen sich über einen Zeitraum von 1,5 Jahren mit insgesamt acht Sitzungen hin und auch hier überkam mich Zwischenzeitlich Zweifel, denn mein Mann hielt und hält das für Hokuspokus. Aber das dass nicht so ist, bekam ich Januar 2014 am eigenen Leib zu spüren. Aber das ist eine andere Geschichte.
Jedenfalls tat sich dieses Jahr September was ganz außergewöhnliches, denn ihr Körper in Bezug auf ihr Skellet fing an sich zu verändern und sie klagte an einem Morgen über starke Schmerzen am Hals. Sie wollte aber unbedingt noch in die Schule, was aber keine gute Idee war, denn als sie dort ankam konnte sie ihren Hals kaum noch bewegen. Also wurde ich von Arbeit zur Schule gerufen und beschloss nicht den weiten Weg zum Osteopathen zu fahren, sondern für die Erstversorgung zu einer nahegelegen, befreundeten Physiotherapeutin.
Die stellte dann fest, dass sie zwei Blockaden in der Halswirbelsäule und eine in der Lenden Wirbelsäule hatte. Auch eine Beckenschiefstand war auf der Liste. Als die Muskeln gelockert und die Blockaden gelöst waren, ging es ihr schon besser und glücklicherweise hatten wir auch planmäßig zeitnah wieder einen Termin beim Osteopathen. Dieser war sehr erfreut, denn er sagte er komme jetzt viel besser durch als die letzen Male. Er sagte mir dann auch, dass es an einem eingeklemmten Nerv (Nervus Vagus) liegen kann, was durch ein zu starkes zusammenpressen der einzelnen Schädelplatten bei der Geburt passiert sein kann. Ab diesem Moment ging es auch mit der Enkopresis deutlich besser.
Sie hatte ja öfter zu mir gesagt sie merkt es nicht, wenn sie auf Toilette muss, obwohl ihr Körper es durch zappeln schon lange gezeigt hat, aber seit neuestem ging sie auf einmal von alleine auf Toilette. Ich wunderte mich auch wo sie auf einmal hin will, denn ich hatte nix bemerkt das sie musste. Auch ging seit der Zeit immer weniger schief und das hatten wir ja auch schriftlich, denn wir mussten ja die ganze Zeit ein Stuhlprotokoll führen. Es gibt seit der Zeit immer mehr grüne Tage (grün= Sauber und trocken, orange= leichte Schmierspuren, rot= volle Ladung) und sie hat im Oktober ihren zweitbesten Wert seit der Aufzeichnung von 2012 hingelegt. Ich bin guter Hoffnung dass wir jetzt endlich auf dem richtigen Weg sind, denn auch mein Verhältnis zu meiner Tochter hat sich seit dem Beginn der Behandlung beim Osteopathen total gebessert. Denn er behandelt nicht nur einzelne Symtome sondern den ganzen Menschen. Ich bin rückblickend sehr traurig und wütend zu gleich auf die Ärzte, denn sie schauen nicht wirklich GENAU hin wo das Problem liegt. Sie behandeln oft nur nach Schema F. Wir waren zu jeder U-Untersuchung und trotzdem wurden die Blockaden nicht gefunden! Uns hätte soviel Leid erspart bleiben können.
Trotzdem scheint es wohl einen tieferen Sinn gehabt zu haben, denn seit dieser Geschichte hat sich mein Leben und meine Denkweise in Bezug auf Medizin deutlich geändert und es tut uns gut. Ich bin froh durch meine Tochter solche einmaligen, positiven und teils magischen Erlebnisse geschenkt bekommen zu haben und unendlich dankbar dass Ich sie endlich wieder lieb haben und mit ihr lachen und schmusen kann!
Ich hoffe es macht ein wenig Mut sich mal auf neue Wege ein zulassen, auch wenn man zur Zeit von vielen Ärzten noch belächelt wird. Es hat sich in unserem Fall gelohnt. :)
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18 Nov 2014 21:45 - 18 Nov 2014 21:46 #10 von Ano
Danke, Danke, Danke liebe Johanna, dass Du Dir so viel Mühe gemacht
und alles aufgeschrieben hast.


Diese unerträgliche Situation von Müttern und ihren Kindern ist leider heute gar nicht so selten, wie man glaubt.
Nur traut sich kaum jemand, darüber zu berichten.
Hier im Forum ist jeder anonym unterwegs und das ist wohl auch der Grund, warum sich die Eltern hier mit ihren Problemen an uns wenden. Obwohl sich ja niemand dessen schämen müsste!

Ich hoffe, dass viele Mütter (zumindest unsere, die hier z.Zt. gerade ihren Leidensweg geschildert haben) Deinen Bericht lesen und dadurch Mut fassen, neue Wege zu gehen.

Toll fand ich Deine Aussage über den Osteopathen:

Der Tag der ersten Behandlung kam und danach war ich einfach nur sprachlos. Er erklärte uns erstmal die Wirkungsweise von Osteopathie und das es bei ihm nix spirtuelles ist sondern reine Physik. Ich hörte der Einführung kurz zu und dann schaute ich der Behandlung nur staunend zu. Ich war die ganze Zeit mit im Raum, was extra so gewünscht war von ihm. Auch dachte ich, dass meine Tochter vielleicht nicht mitmachen würde, da sie gegenüber Therapeuten und Ärzten ein verständliches Misstrauen hegte.
Aber die Behandlung war ja kommplett schmerzfrei und nur wie eine ganz sanfte, ruhige Massage. Sie vertraute ihm auch sofort und als wir dann ins Auto stiegen um nach Hause zu fahren, blickte mich ein völlig geschafftes aber sehr seeliges Kind an. Auch diesen Augenblick werde ich nie vergessen.
...
Ich bin rückblickend sehr traurig und wütend zu gleich auf die Ärzte, denn sie schauen nicht wirklich GENAU hin wo das Problem liegt. Sie behandeln oft nur nach Schema F. Wir waren zu jeder U-Untersuchung und trotzdem wurden die Blockaden nicht gefunden! Uns hätte soviel Leid erspart bleiben können.


Den letzten Absatz kann auch ich Dir voll und ganz unterschreiben.
Dieses Baby, von dem ich berichtete - es war heute zur U4 beim Kinderarzt und die Mutter berichtete vom Besuch beim Osteopathen und was er diagnostiziert hätte (sogar belegt durch eine Rö.-Aufnahme). Den Kinderarzt hat das nicht wirklich interessiert und er scheint selbst auch nichts von Osteopathen allgemein zu halten. Er sagte nur, er hätte selber auch ein sogen. Schreikind gehabt. Das gäbe es halt und da müsse man eben durch. :woohoo:

Ansonsten ist es eigentlich ein superguter und sehr umsichtiger Kinderarzt - nur leider in diesem Punkt
so gar nicht kooperativ. Schade! Dem Baby geht es übrigens inzwischen schon sehr viel besser.

Vielen liebe Dank nochmal und herzliche Grüße,
Ano
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