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Schmerzmittel und die Wirkung auf die Blase

15 Apr 2021 10:36 - 15 Apr 2021 10:39 #1 von Ciajaeg
Hallo an alle,

eigentlich wollte ich vorerst kein neues Thema aufmachen, aber eine Frage brennt mir seit heute Morgen unter den Fingern.

Letzte Nacht habe durchgeschlafen. Das kommt praktisch nie vor.

Gestern Abend tat mir mein Knie weh (Sportverletzung), also habe ich eine Ibu400 genommen.

Ich nehme seit Jahren nur noch sehr selten Schmerzmittel.

Die letzten zwei durchgeschlafen Nächte in vier Monaten hatte ich ebenfalls abends eine Ibuprofen400 eingenommen.

Hat da jemand eine Erklärung, warum mich in diesen Nächten meine Blase nicht 2 bis 4 mal weckt wie sonst?

Morgens habe ich es dann kaum zum Klo geschafft und meine Blase hat noch eine Stunde "nachgedröhnt".

Dennoch war es sehr erholsam, aber ich kann ja nicht jeden Abend Schmerzmittel nehmen. Der Zusammenhang würde mich aber wirklich interessieren.

Weiß da jemand mehr zu?

Vielen Dank

Ciajaeg

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20 Apr 2021 09:55 #2 von Frankfurter
Hallo Ciajaeg,

Ibuprofen...meine Meinung und das Gehörte: Bitte keinen Dauergebrauch.

Ich muss(te) auch nachts 4 Mal und plus nachts raus. Dann habe ich mich zur Betterdry durchgerungen :whistle: und kann durchschlafen. Beides Ibu oder nachts raus ohne Betterdry ??? Ich finde dass das kleiner "Übel" gesundheitlich auf längere Zeit das kleinere Übel ist ?!

Leider ist damit Deine Frage nicht beantwortet nach dem Zusammenhang. Ibu verhindert die Weitergabe von "Schmerzen" an das Gehirn. Somit auch den Blasendruck.

Gruss

Frankfurter

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20 Apr 2021 11:01 - 20 Apr 2021 11:16 #3 von Ciajaeg
Hallo Frankfurter,

keine Sorge, ich habe in meinem Leben schon mehr als genug Schmerzmittel genommen und verzichte grundsätzlich darauf.

Wegen meinem Knie nehme ich im Monat vielleicht drei oder vier Ibu400.

Falls der Blasendruck als "Schmerz" interpretiert wird, macht das ja zumindest absolut Sinn. Ich habe darüber hinaus insgesamt ein gestörtes Schmerzempfinden.

Mein Neurologe nannte mich "masochistisch veranlagt", weil ich stets gelacht habe, wenn er mir Schmerzen zufügte. Ich persönlich finde das einen ganz guten Umgang damit, es macht macht mir aber in dem Sinne keinen Spaß, Schmerzen zu haben.

Aktuell habe ich meine Flüssigkeitsaufnahme noch einmal um 750ml am Tag reduziert, allerdings nur mit bedingtem Erfolg, mal sehen, wie das im Monats-mittel später aussieht.

Aus irgendeinem Grund passiert nachts bei mir keine Panne, auch nicht, wenn ich durchschlafe und morgens sehr starken Drang habe. Wenn ich liege kann ich dem Druck standhalten, nach dem Aufstehen muss es dann aber sehr schnell gehen. Auch hier ist mir der Zusammenhang nicht ganz klar.

Bis denn

Ciajaeg

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20 Apr 2021 11:39 - 20 Apr 2021 11:44 #4 von Ciajaeg
Huhu, eine Sache noch, der Satz:

Frankfurter schrieb:
Ich muss(te) auch nachts 4 Mal und plus nachts raus. Dann habe ich mich zur Betterdry durchgerungen :whistle: und kann durchschlafen.


hört sich so an, als hättest du die Wahl. Wie machst du das denn bitte, oder verstehe ich das falsch?

In den ersten zwei Wochen nach meiner ersten Panne bin ich auch mit Schutz ins Bett gegangen, das machte aber keinen Unterschied, dadurch habe ich auch nicht besser geschlafen, leider, und als dann klar war, dass ich das Problem nur tagsüber (und unterwegs) habe, ließ ich das auch wieder sein.

Wenn ich mir das aussuchen könnte, wüsste ich nicht, was ich machen würde, denn ich schlafe schon seit Jahren miserabel.

Bis denn

Ciajaeg

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20 Apr 2021 12:33 #5 von matti
Hallo Ciajaeg,

ich möchte dir folgenden Artikel ans Herz legen:

smarter-trinken.de/richtig-trinken-bei-inkontinenz/

Es ist ein Irrglaube - und völlig kontraproduktiv -, die Reduktion der Trinkmenge hätte einen positiven Effekt auf die Inkontinenz. Das Gegenteil ist oftmals der Fall.

Gruß
Matti
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20 Apr 2021 15:20 - 20 Apr 2021 15:32 #6 von Ciajaeg
Hallo Matti,

guter Artikel, vor allem steht da wieder "mindestens 30ml je KG", das wären bei mir also 3500ml, recht genau die Menge, mit der ich gut zurecht gekommen bin.

Der Urologe war da aber leider anderer Ansicht und meinte, dass ich viel zu viel trinke und es kein Wunder wäre, wenn ich daher oft aufs Klo renne.

Aktuell bin ich auf 2750ml runter und habe immer mal wieder Kopfschmerzen, kann natürlich auch Zufall sein.

Was mich eigentlich gewundert hat:

4500ml = 20TG = 225ml je TG
3500ml = 16TG = 220ml je TG
2750ml = 15TG = 185ml je TG

Die Reduzierung unter die 3 Liter hat jetzt nicht wirklich was gebracht. Der Drang setzt jetzt einfach früher ein. :dry:

Mein Gewicht geht langsam runter, ich warte jetzt mal ab. Davon abgesehen hast du also völlig recht, die Frage ist nur, wie vermittle ich das dem Urologen.

Montag bin ich in der Klinik für die vorbereitende OP, danach wollte ich noch einmal zu meiner Hausärztin und einen Bluttest für meinen Verdacht auf autonome Polyneuropathie machen lassen (Antikörper auf Acetylcholin-Rezeptoren) und das mal mit ihr generell besprechen, da es bis Juli ja noch lang ist.

Bei meiner bereits diagnostizierten sensomotorischen Polyneuropathie ist vielleicht eine Virusinfektion, die ich 2005 aus China mitgebracht habe, ursächlich, damals haben mich teilweise die Ärzte für meinen Verdacht ausgelacht, der Neurologe übrigens nicht.

Heute sieht die Sache vermutlich generell etwas anders aus, der Neurologe hat die Virusinfektion in die Diagnose mit aufgenommen, aber nicht als Ursache benannt, sondern "unklar" aufgeschrieben. Vermutlich, weil sich dafür kein Nachweis erbringen lässt.


Ein neues Rezept brauche ich eh noch.

Ich weiß, ich bin ungeduldig.

Alles Gute

Ciajaeg

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20 Apr 2021 15:33 #7 von matti
Hallo Ciajaeg,

führe bis zu deinem Termin doch einmal ein Miktionstagebuch. Kannst du kostenfrei von unserer Hoempage runterladen.

www.inkontinenz-selbsthilfe.com/images/p...-druckqualitaet1.pdf

Dies gibt dir und deinen Ärzten Mal einen Überblick deine Trink- und Miktionsgewohnheiten.

Du schreibst:

Davon abgesehen hast du also völlig recht, die Frage ist nur, wie vermittle ich das dem Urologen.


Generell muss man einem Arzt nichts vermitteln. Du handelst nicht, um deinen Ärzten zu gefallen. Ein Arzt/ Patientenverhältnis ist im besten Fall ein Partnerschaftliches.

Gruß
Matti

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20 Apr 2021 15:40 #8 von Ciajaeg
Hi Matti,

mit meiner Hausärztin habe ich ein gutes Arzt-Patientenverhältnis, zumindest empfinde ich das so.

Bei den Urologen bisher sieht das leider ja ganz anders aus. Die Urologin aus der Klinik hat einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht, aber ich habe keine Ahnung, ob sie auch für die Kontinenz-Abteilung arbeitet, ich werde Montag mal fragen.

Ein Miktion-Tagebuch führe ich seit Dezember durchgehend, aber die Vorlage vom Verein finde ich auch gut.

Der Arzt hat mich ja sozusagen angewiesen, weniger zu trinken.

Davon abgesehen muss ich mich sonst immer rechtfertigen, für mein hohes Gewicht, für meine hohe Trinkmenge, wenn ich weniger wiege und weniger trinke können die sich nicht einfach "darauf ausruhen."

Es ist wie ein Totschlage-Argument vom Arzt.

Bis denn

Ciajaeg

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20 Apr 2021 21:55 - 20 Apr 2021 21:57 #9 von stephanw
Ich merke, wenn ich an einem Tag mal viel zu wenig trinke eine starke Verschlimmerung meines Dranggefühls. Das ist sehr störend und kann mich richtig in den Wahnsinn treiben. Auf irgendwas kompliziertes zu konzentrieren geht an so einem Tag gar nicht. Es fühlt sich dann sehr kurz nach der Miktion bereits so an, als ob ich keine Miktion gehabt hätte. Ich habe also mehr oder weniger den ganzen Tag lang ein Harndranggefühl und beim Harnverlust kommt dann ziemlich wenig Urin. Mit meinem üblichen Trinkvolumen von ca. 3-3,5l am Tag komme ich zwar auf knapp 20 ungewollte Urinabgänge, dafür hab ich zwischendrin ein bisschen Ruhe vom Harndrang bis ich wieder vom Harndrang "überfallen" werde. Das ist mir deutlich lieber so, weil ich es dann wenigstens schaffe meiner Arbeit nachzugehen.

Viele Grüße
Stephan

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21 Apr 2021 09:52 - 21 Apr 2021 09:52 #10 von Ciajaeg
Hallo Stephan,

immerhin einer trinkt hier so viel wie ich. ;)

Ich habe einen ähnlichen Effekt festgestellt, je weniger ich trinke, desto eher setzt der Harndrang ein. Auch ich habe nun wieder praktisch konstant Harndrang, ist nicht gerade eine Verbesserung zu Vorher.

Eine Weile sehe ich mir das nun noch an, zumindest bis Ende April, dann habe ich einen Monat lang unter 3000ml getrunken. Aber ich kann jetzt schon sehen, dass es kaum einen Unterschied macht.

Ganz ehrlich, ob ich nun 15 oder 16 Toilettengänge am Tag habe, ist echt egal.

Nachts bin ich auf 2 bis 3 runter, aber das liegt wohl am meisten daran, dass ich nach 18:00 Uhr nur noch 250ml zu mir nehme und nach 20:00Uhr nichts mehr.

Bis denn

Ciajaeg

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