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Ständig Problem mit dem Urinalkondom richtig anlegen.

13 Sep 2017 13:03 #1 von berty45
Urinalkondom richtig anlegen.

Dies ist für mich mehr ein Tabuthema und nicht einfach als betroffener darüber zu schreiben.
Lebe im Pflegeheim, bin Rollstuhlfahrer und verwende tagsüber ein Urinalkondom und nachts die U-Flasche.
Da ich auch eine starke Hemiparese habe, ca. 70% impotent bin, laufen und stehen kann, muss das Kondom vom Pflegepersonal jeden Morgen angelegt werden.
Das ist allerdings problematisch, da von den 6 Altenplegerinnen nur 2 dabei sind, die damit zurechtkommen.
Das Problem liegt an der Klebe - Eigenschaft des Kondoms und des schlaffen, weichen Penis.

Es mögen jetzt einige schmunzeln, aber für mich ist es eine ernsthafte med. Angelegenheit.
Im total schlaffen und weichen Zustand geht überhaupt nichts.
Auch ist es ein Problem mit dem Gummihandschuh und ankleben an das Kondom, es läßt sich nicht richtig abrollen.
Im leicht erregten, etwas festeren Zustand ist dies kein Problem.
Auch für die 2 Altenplegerinnen ist dies kein Problem, sie stimulieren etwas bis die Festigkeit erreicht ist und streifen das Kondom über.
Die anderen Pflegerinnen lehnen dies ab, (sexuelle med. Stimulation) gehört nicht zu ihrem Berufsbild und ist anstößig
Mich würde interessieren wie andere darüber denken und welche alternativen noch sinnvoll wären.
bei diesem video kann man sehen wie es funktionieren kann.

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13 Sep 2017 17:20 #2 von Frankfurter
Es kommt m.E. immer darauf an, was beide Seiten- Patient -Pflege/Arzt bei der Berührung des Körpers ( Genitalbereich )dabei DENKEN ! Bei der Prostata Untersuchung führt der Arzt ja auch einen Finger in den Anus. Es gibt Männer die das gerne haben, und sicherlich als XXXX finden. ( Ich bin froh wenn s vorüber ist ). Was sonst noch für sexuelle Phantasien bei anderen Untersuchungen stimuliert werden ist schon beachtlich.

Wenn das Berufsbild die med. Stimulation durch Pflegekräfte nicht zulässt, dann kann man das doch ändern ? Wir sind doch heute so offen geworden, das die Änderung zum Wohl des Patienten nicht das gesamte Weltbild umwerfen muss.

Ich war einmal mit einer Krankenschwester befreundet und war überrascht, welchen ganz natürlichen Umgang sie mit dem körperlichen Bereich zwischen Nabel und Knie hatte. Das eine war Arbeit, die musste getan werden. Das andere war körperliches Zusammensein mit ihrem Partner.

Was auch hilfreich sein kann, ist ein offenes Gespräch. So versteht man die Probleme besser, und kann evtl. Lösungen finden.

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13 Sep 2017 18:10 #3 von berty45
danke für diese Aussage
ich hoffe, dass das Video kein Anstoß genommen hat, hatte zuerst nur den link eingegeben und sah dieses bild

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13 Sep 2017 21:30 #4 von Karlchen
Hallo Berti45,

was ich nicht ganz verstehe, ist, dass Du nachts die Urinflasche benutzen kannst, aber nicht selber ein Kondomurinal anlegen kannst. Aber das nur mal am Rande...

Meine Frage: Welche Kondomurinale werden denn benutzt?

Bei den Conveen Ultima, wie im Video dargestellt, ist das eigentlich ganz einfach. Auf die Penisspitze ansetzen, evtl. Den Penis dort im Kondom festhalten, dann an dem Streifen ziehen und das Kondom rollt sich von ganz allein auf den Penis. Einfacher geht es nicht mehr. Danach, wie dargestellt, das Kondom am ganzen Penis fest andrücken, damit es rundum gut klebt. Dafür ist weder ein (halb)fester Penis erforderlich noch andere Techniken.

Bei anderen Kondomurinalen die kein Bändchen zum Ziehen haben sieht das Ganze natürlich anders aus.

Gruß vom Karlchen

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14 Sep 2017 13:46 #5 von berty45
Hallo Karlchen
Meine Kondomurinale haben keine Bändchen zum Ziehen.
Beim Aufsatz des Hütchen auf die Penisspitze und abrollern gibt es die Probleme.
Die Klebeseite des Kondoms bleiben beim abrollen am Gummihandschuh kleben.
ich sehe ich muß ein anderes Fabrikat nehmen

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19 Sep 2017 23:00 #6 von Zaungast
Hallo Berti45,
als langjährig Betroffener (über 2 Jahrzehnte), aber nicht Leidender, versucht ein Urgroßvater, der zwischen den beiden großen Zehen gleich zwei Baustellen hat, praktikable Alternativen vorzustellen. Er will hier nicht als neunmalkluger Oberlehrer auftreten, der nichts anderes zu tun hat, als andere dazu zu nötigen, was er selbst vorleben sollte. Schließlich tritt er sich selbst jeden Morgen mit dem noch funktionstüchtigen fersendornbestückten linken Bein gehörig in den A…, ääh, Allerwertesten, damit er sich nicht auf die faule Bank legt.

Aufgrund der nicht übersehbaren Lese- und Rechtschreibschwächen und vor allem den absolut fehlenden Grundkenntnissen im Umgang mit dem Peh-Zeh (Einfingerschreibsystem) könnte manches missverstanden werden. Erbittet dann eine sachliche und zivilisierte Kritik; es findet sich für vieles eine differenzierte Erklärung.

Was Karlchen nur am Rande bemerkte, sollte näher betrachtet werden.
Zuvor zum besseren Verständnis: Berti hat eine „starke Hemiparese“. Eine Hemiparese ist eine unvollständige Halbseitenlähmung, also keine vollständige Lähmung einer Körperhälfte (das wäre dann eine Hemiplegie). Hemiparesen sind in der Regel oft behandlungsfähig. Wesentlich komplizierter ist es bei einer Paralyse oder Plegie …!!!
Berti ist Rollstuhlfahrer, aber auch sicherlich dankbar, dass er, wie er auch selbst schreibt, laufen und stehen kann. Na, das klingt doch nicht so schlecht.
Es liegt aber in der Natur des Menschen, dass er sich daran orientiert, was er nicht kann. Bei näherer reeller Betrachtung wundert man sich über die nicht endende Liste über die Dinge, die man noch machen kann.
Als weiteren Grund nennt Berti, dass das Kondomurinal nur vom Pflegepersonal angelegt werden muss, dass er zu ca. 70% impotent ist. Bedeutet das, dass es bei 10 Versuchen nur sieben Mal geht? Oder äußerst es sich so, dass sich der Penis im steifen Zustand nicht wie in der Jugend auf etwa 20 Grad zur Horizontale aufrichtet, sonder nur auf 70 Grad?

So, jetzt mal ganz persönlich, lieber Berti, Hand auf Herz, bist du wirklich nicht in der Lage selbst zu Masturbieren? Es könnte der Verdacht entstehen, dass es dir angenehmer wäre den Vorschlag der Abgeordneten Frau Scharfenberger zu folgen und eine Sexualassistentin über die Allgemeinheit zu finanzieren. Gänzlich überspitz könnte mancher (nicht du selbst) auf den Gedanken kommen, Oralsex zumindest für die Privatversicherten sich über Rezept verschreiben zu lassen.

Es ist bekannt, dass eine Hand die andere wäscht und zwei Hände das Gesicht. In der hier bestehenden Konstellation kann die noch intakte Hand des Betroffenen die „Vorarbeit“ erledigen. Gemeinsam mit der Pflegekraft, die sicherlich nicht unterbelastet ist, werden die drei Hände in der Lage sein, das Kondumurinal nun exakt anzulegen.

Hier ein paar Vorschläge zur sexuellen Stimulation bzw. Anwendung geeigneter Hilfsmittel :
A) Vakuumpumpe als Erektionshilfe, die sogar Hilfsmittelnummer besitzen und auch auf Antrag von den Krankenkassen bezahlt werden könnten. Der Preis ist jedoch utopisch. Äußerst unverständlich, dass für das überteuerte Produkt die Hilfsmittelnummer vergeben wird!
Nur für einen Bruchteil (unter 10%, also unter 25,-€) erhält man ein komplettes Set auf dem freien Markt, u.a. mit genauen Manometer, Schnellbelüftungsventil und falls gewünscht zur Luststeigerung weiches Kissen als weibliche Vulva.

B) Eine probate Möglichkeit wäre auch die Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT).
Dabei wird zunächst unter ärztlicher Kontrolle ein körpereigener Botenstoff dosiert injiziert, sodass Blut in die Schwellkörper zur Erzeugung einer künstlichen Erektion fließen kann.

C) Eine etwas kurzeitig schmerzliche Möglichkeit wäre ein Piercing in die Vorhaut als Schlinge, die zum Fixieren der Vorhaut beim Ansetzen des Kondomurinals dienen könnte.

D) Für unter 3,-€ bekommt man eine Klistierspritze, diese einfache Variante hat sich mehrfach bestens bewährt und eignet sich auch für einen retrahierten Penis und sollte deshalb favorisiert werden.

Im Video von Coloplast ist doch nichts anstößig, es wäre eher widerlich, wenn man die Pflegkräfte dazu drängt Stimulierungen am Pflegenden auszuüben.
Ergänzend zum gelungenen hilfreichen Video ist jedoch zu bemerken, dass zwar darauf hingewiesen wird, die Vorhaut nach vorn über die Eichel zu schieben und später sollte diese Position beim Abrollen des Urinalkondoms gehalten werden. Dies erscheint jedoch bei nicht erigierten Penis selten zu gelingen.
Es wird dann die Vorhaut von der Eichel in Richtung Körper geschoben, sodass die Vorhaut mit dem Haftkleber verbunden wird und nur ein Teil mit der Haut des Penisschaftes. Weil die Vorhaut um ein Vielfaches elastischer ist, erfolgt durch die unabwendbare Faltenbildung keine oder nur eine temporäre Verbindung.
Mit angesetzter und gedrückter Klistierspritze kann man einen Unterdruck erzeugen, der die Vorhaut in die Spitze des Kondomurinals zieht. So ist es möglich die Vorhaut im Kondom mit einer Hand leicht anzuspannen oder noch besser das Gewicht der angesaugten Klistierspitze als konstante Spannung zu nutzen. So ist es möglich mit nur einer Hand das Kondomurinal exakt auf die Haut des Penisschaftes zu positionieren. So gelingt es auch ohne die von Coloplast gängigen Bändchen. Sogar wenn man jemand anderen das Kondomurinal anlegen will, hat sich diese Version bewährt (bereits selbst bei Parkinson Erkrankten erfolgreich praktiziert). Bekanntermaßen ist es deutlich einfacher sich selbst das Kondomurinal anzulegen.

Wäre nur noch zum Abschluss ein Zitat von Erich Kästner zu nennen:
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Beste Grüße von Siegi

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23 Sep 2017 11:46 - 27 Sep 2017 16:56 #7 von berty45
Hallo Siegi
leider habe ich auch mit dem schreiben auch probleme.
schon allein die Einleitung und umfangreiche Beschreibung der Sachlage hat mich zum Umdenken veranlasst.
Da ich mich intensiver mit der ganzen Problematik beschäftigt habe, fand ich diesen Link
Video urheberechtlich geschützt.
Ich bewundere Bernd Thill der hier zeigt wie man mit einer Tetraspastik sein Schicksal meistern kann.
Persönlich würde ich lieber Tod sein und so die Krankheit hinter mich lassen.
Ich danke dir vielmals für den tollen Beitrag und denke er wird auch vielen betroffenen eine Hilfe sein.
lieben Gruß aus dem pflegeheim
Berty

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23 Sep 2017 14:05 - 23 Sep 2017 14:08 #8 von matti
Hallo,

interessante Diskussion. Berty beschreibt in einem seiner Postings doch vor allem ein Problem: Unfähiges Personal, welches sich aus was für Gründen auch immer, weigert einen Bewohner zu pflegen, bzw. Techniken anzuwenden welche eine Versorgung zulassen.

Es wird ja geradezu so getan, als wenn minutenlange Stimulation von Seiten des Personal notwendig wäre, um eine "Supererrektion" zu erreichen und nur diese ein Anlegen eines Kondomurinals ermögliche. Dies ist doch völliger Quatsch.

Ein kurzer Druck (umschließen) der Eichel sollte soviel (ausreichend) Blut stauen, dass der Penis eine leichte Festigkeit (Vergrößerung) erreicht. Der eigentlich gewollte Effekt ist ja nicht die Errektion, sondern die Vergrößerung der Hautfläche. Grundsätzlich ist dies aber gar nicht notwendig, weil das Kondom ja nicht am Schwellkörper, sondern an der Haut befestigt wird. Diese ist immer vorhanden, egal ob errigiert oder nicht. Sie muss im Zweifel dann eben zum Anlegen in die Länge gezogen werden.

Eine Pflegekraft die keinen Penis berühren kann, sollte sich Gedanken über ihren Job machen. Dies hat mit Sexualität nichts, aber auch gar nichts zu tun.
Wenn ich morgens von meiner Windel befreit werde, richtet sich der "kleine Mann" mitunter auch schon einmal Richtung Sonne. Das ist Physiologie und hat mit Geilheit doch nichts zu tun. Wenn einer Frau die Brüste gewaschen werden, ist eine Verhärtung der Brustwarzen doch auch nicht mit sexueller Stimulation zu verwechseln. Kann man von der Schambehaftung ja im privaten Bereich drüber diskutieren aber doch bitte nicht als Bewohner eines Pflegeheimes, von Seiten der Pflegekräfte. Fahrt einmal U-Bahn. Klimatisiert, da siehste Nippel blitzen. Was für eine gehemmte Gesellschaft.

Einer weiblichen Patientin müssen bei der Intimpflege oder beim Kathetern auch die Schamlippen gespreizt werden, es müssen Tampons eingeführt und gewechselt werden usw. Wer dies nicht kann, benötigt einen anderen Beruf.

Ich habe mir das Video angeschaut und hoffe nicht einmal selbst den Satz hören zu müssen "Kannst du den Schmerz noch aushalten"?

Welcher Schmerz soll den entstehen, wenn man das Kondomurinal vernünftig entfernt? Ein wenig warmes Wasser, mit ein wenig Seife und schon flutscht dies ab. Im Notfall hilft auch etwas Creme. Rollen, nicht reißen ist zudem der Schlüssel zum Erfolg. Natürlich muss danach Seife oder Creme rückstandslos wieder entfernt werden. Ich setze aber vorraus, dass bei einem Wechsel vor dem Anlegen eines neuen Kondoms eine intensive und gründliche Intimpflege vorausgeht. Hier besteht aber wahrscheinlich dann, gerade im stationären Bereich, ein (das) Problem. Runter und wieder dran.

Das diese unsägliche Darstellung der Aussagen von Frau Scharfenberg immer noch im Netz rumgeistern und immer noch völlig falsch interpretiert werden, empfinde ich erschreckend:

Im Januar 2017 wurde Scharfenberg von einer Journalistin der Welt am Sonntag zu ihrer Einstellung zur in einigen niederländischen Gemeinden bezuschussten Sexualassistenz befragt. Diese wird dort Personen, die nachweislich nicht selbst Hand an sich legen können und finanziell bedürftig sind, auf Antrag gewährt. Scharfenberg antwortete hierzu: „Eine Finanzierung für Sexualassistenz ist für mich vorstellbar, die Kommune könnte über entsprechende Angebote vor Ort beraten und Zuschüsse gewähren“.

Daraus gemacht wurde: Grüne fordern Nutten auf Rezept

Was für ein erbärmlicher Unsinn. Sexualität ist ein Grundbedürfnis, auch für einen Menschen mit Behinderung. Unterdrückte Sexualität zieht nachaltige und mitunter schwerwiegende Folgen nach sich.

Das Problem ist doch eher die Fantasie der Kritiker. Die glauben tatsächlich ein Schwerstbehinderter, der selbst keinerlei Möglichkeiten der eigenen sexuellen Stimulanz hat, würde dann Rammeln wie ein Kanickel, eben auf Kosten der Allgemeinheit. Mein Gott, es geht um Nähe, Körpergefühl, Körperwahrnehmung und mitunter auch um Befriedigung. Das Sexualität gerade für einen jungen Menschen ein wichtiger Schritt seiner Entwicklung ist, wird durch "dämlichste" Aussagen ins lächerliche gezogen. Es ght doch nicht darum jeden Rentern eine Nutte auf Rezept zur Verfügung zu stellen.

Was ist die Alternative? Schwerstbehinderten wird Sexualität abgesprochen, dass A-Sexuelle Wesen ist geboren. Eigentlich sollten wir gesellschaftlich weiter sein.

Ich habe mich jetzt jahrelang im Vorstand einer Einrichtung der Eingliederungshilfe für junge Körperbehinderte engagiert. Menschen die mitten aus dem Leben, durch Krankeit oder Unfall gerissen wurden. Fast alle körperlich Schwerstbehindert, manche auch geistig. Die Klienten bleiben meist einige Monate, viele aber auch 2 oder 3 Jahre. Sexuelle Bedürfnisse sollen in dieser Zeit unterdrückt werden? Wer soll dies den machen, wenn sie selbst nicht in der Lage sind? Pflegekräfte? Ganz sicher nicht, den dies gehört ganz, ganz sicher nicht zum Berufsbild. Ein Pflegeplatz kostet im Schnitt über 6000 Euro. Logisch dass 100% der Bewohner auf ergänzende Sozialhilfe angewiesen sind. Bei uns wohnen im Übrigen nicht nur ungelernte Kräfte, sonder sehr viele Akademiker, ja bis zum Chefarzt der Neurologie, welcher duch eine Operation nun selbst Schwerstbehindert ist. Allen gemeinsam ist, dass sie noch ein Taschengeld von etwas über 100 Euro vom Kostenträger erhalten.

Entweder versagen wir diesen Menschen Sexualität, oder wir hören auf uns in blödesten Fantasien reinzusteigern und vor allem als Nichtbetroffene unseren Senf dazu abzugeben.

Gruß

Matti

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25 Sep 2017 10:47 - 25 Sep 2017 11:37 #9 von berty45
Ergänzung über Pflegepersonal und Handhabung des Kondomurinal

In dem Pflegeheim wo ich wohne leben ca. 290 Heimbewohner
ca. 85 davon sind Männer und von diesen haben 3 einen Blasenkatheter mit fachmännischer Versorgung.
Ich bin der einzige der mit dem Kondomurinal versorgt wird.
Von dem Pflegepersonal sind alles Frauen, zum Teil auch ausgebildete Krankenschwestern.
Von diesen haben nur 3 ausreichend Kenntnisse mit dem Kondomurinal und sind nicht immer anwesend.
Leider brachten mir meine Beanstandung und Kritik nur Ärger mit dem Pflegepersonal und werde mich deshalb etwas zurückhalten.

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25 Sep 2017 12:31 #10 von matti
Nun Berty,

du solltest dich nicht zurückhalten, sondern mit der Faust auf dem Tisch hauen.

Es wird bei dieser Hausgröße eine Pflegedienstleitung geben. Diese wäre mein und sollte dein erster Ansprechpartner sein.

Gruß

Matti

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