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Probleme bei Blasenentleerung nach Spondylodese

05 Okt 2017 17:47 #1 von emilio
Hallo,

ich lese schon eine ganze Weile "nur mit" und habe mittlerweile eine Vielzahl guter Informationen bekommen - danke.

Konkret ist mein Problem, dass ich vor einigen Jahren wegen Skoliose und Bandscheibenprolaps von L5 bis L3 mittels Fixateur versteift worden bin.
Unmittelbar danach hatte ich dauerhaften Harnverhalt und habe über die ersten 2 - 3 Monate transurethrale Katheter tragen müssen. Mit einigen Medikamenten (weiß leider die Namen nicht mehr) und Reha (Physio + Massagen) konnte ich nach und nach wieder Wasser lassen. Natürlich ging das seitdem "nur tröpfchenweise" - aber es ging. Aktuell geht es ziemlich schlecht, mit häufigem Harndrang und dann eben nur wenige Tropfen stoßweise. Der Urologe will es sich noch einige Zeit ansehen. Zusätzlich kommt es seit 2 - 3 Wochen ab und zu zum Blasenüberlauf, d.h. ohne erkennbaren Grund tröpfelt es unmerklich in die Hose, ich habe mir jetzt Vorlagen gekauft.

Kennt jemand einen ähnlichen Verlauf, wenn ja wie geht sowas weiter ? - Ach übrigens kann der Fixateur wegen der Skoliose nicht wieder entfernt werden.

Danke im voraus

Gruß Emilio

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06 Okt 2017 13:06 #2 von Jens Schriever
Hallo Emilio


Was du da beschreibst nennt man neurologische Blasenentleerungsstöhrung. Ein Harnröhren-Dauerkatheter ist die schlechteste aller Möglichkeiten hier ist der ISK (intermittierenden Selbstkatheterismus ) die 1. Wahl. Der ISK ist kinderleicht zu erlernen und ist schmerzlos. Auf unserer HP ist das wichtigste zum ISK aufgeführt. Schau Hier und hier ist ein Video wie der ISK angewandt wird. Schau Hier
Wurde schon einmal dein Restharn ermittelt? So wie das von Dir beschrieben wird ist deine Blase ständig gefüllt was auf Dauer gefährlich ist und zu einer Balkenblase führen kann.Wurden deine Blasendrücke ermittelt? Auch können durch die ständig gefüllte Blase gefährlich hohe Blasendrücke bestehen was zu Nierenprobleme führen kann. Du solltest mal mit deinen Urologen auf ISK ansprechen. Der kann dir die Katheter verschreiben was auch die KK übernimt.
Auch deine Vorlagen sind Verschreibungsfähig so dass du sie nicht selber kaufen muss.

Gruß Jens
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09 Okt 2017 17:11 #3 von emilio
Hallo Jens,

danke für die Antwort und die Hinweise und Erfahrungswerte. Wahrscheinlich ist es so, dass ich auf Dauer nicht um den ISK herum kommen werde. Mein Restharn war bei mehreren Messungen (Ultraschall) meist zwischen 120 und 170 ml, natürlich nach jedes mal aufwendigen Toilettengängen (incl. drücken und klopfen von außen) in der Praxis des Urologen. Einmal wurden 550 ml. gemessen weil ich zu spät kam und nur noch "normal" entleeren konnte. Blasendruck wurde bisher nicht geprüft. Die Ursache meiner Entleerungsstörung ist wie gesagt der Fixateur an der LWS, insbesondere wenn ich damit Probleme (also Rückenschmerzen etc.) habe kommt es zu den Störungen. Natürlich bin nicht besonders erfreut zukünftig auf ISK angewiesen zu sein, gibt es eigentlich Erfahrungen, ob man nach gewisser Zeit wieder davon "weg kommen" kann. Ich meine wenn die Ursache (Wurzelreizung, Ischialgie etc.) abgeklungen sind könnte man dann auch ISK verzichten? - Mein Urologe meint, dass dies mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht möglich sein wird, also kurz - wenn ich jetzt mit ISK beginne und irgendwann meine Rückenprobleme behoben sind, werde ich trotzdem dauerhaft ISK nutzen müssen weil sich die Blase (Muskel) einfach "daran gewöhnt" haben. - Ist das so ?

Gruß von Emilio

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10 Okt 2017 08:53 #4 von Jens Schriever
Hallo Emilio

Ob du vom ISK wieder weg kommst kann ich dir nicht sagen. Gerade bei Nervenreizungen und Verletzungen wird es schwierig.
Aber der ISK behindert einen in keinster Weise und kann überall gemacht werden. Auch sind die Katheter heute handlich und fallen im Alltag nicht mehr auf.
Schau mal Hiere oder auch Hiere
Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit wird der ISK wie eine Brille selbstverständlich sein.
Ich wünsche Dir weiter hin alles Gute und hoffe dass du dich schnell an den ISK gewöhnt hast.


Gruß Jens

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13 Okt 2017 23:29 #5 von emilio
Hallo Jens ,

danke für Deine Antworten und auch für die links. Es sieht schon gut aus, was die Firmen für den ISK entwickelt haben, sicher werde ich mich auch daran gewöhnen. Aber aktuell sind meine Blasenprobleme nur sekundär eingestuft. Meine LWS- Probleme sind z.Zt.: wirklich sehr belastend, so dass ich ab sofort wieder ein Plastikkorsett tragen und ab nächste Woche ins Krhs. muß . Durch den Druck auf das Rückenmark habe ich Lähmungserscheinungen in beiden Beinen. Man geht davon aus, dass dadurch auch die Blasenprobleme ausgelöst werden. Aus diesem Grund wurde mir heute ein TK mit Beinbeutel gelegt , ich kenne zwar die spezifischen Probleme aber es ist wirklich extrem entlastend den ständigen Harndrang mit all den Komplikationen "los zu haben". Ich spüre den TK fast gar nicht und bin sehr froh ihn zu haben. Mal sehen was die nächste Woche bringt.
Gruß + schönes WE Emilio

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14 Okt 2017 09:49 #6 von Johannes1956
Lieber Emilio,

In deiner Situation ist erst einmal die vordegründige Frage, welche Lösung für eine Blasenentleerung die momentan beste für dich ist. Nach meiner Erfahrung ist dies eindeutig ISK. Ich hatte eine Balsenlähmung durch Neuroborreliose, akut einen transurethralen Katheter, der dann recht bald auf einen suprapubischen Katheter umgestellt wurde. Mit dem kam ich nur sehr schlecht zurecht und konnte dann auf ISK umstellen.

Nach erfolgreicher Behandlung der Neuroborreliose erholten sich meine Nerven, sodass ich wieder spontan urinieren kann und nur noch dreimal täglich den Restharn von 100-200 ml entleeren muss. In dieser Kombination ist es für mich optimal, selbst wenn ich mal vergesse, Katheter auf einer Tagesreise mitzunehmen, ist es nicht dramatisch und im Alltag, auch in der Arbeit ist es Routine geworden. Minimum ist für mich morgens und abends vor dem Schlafengehen meine Blase vollständig zu entleeren und es gehört wie Zähneputzen zur Morgen- und Abendtoilette und dauert kürzer als das Zähneputzen!

Und das Erfreuliche für mich: seit ich selbst katheterisiere, habe ich keinen Harnwegsinfekt mehr gehabt, was beim suprapubischen Katheter nicht so war.

Später kannst du auch darüber nachdenken, ob ein Blasenschrittmacher eine Alternative sein könnte oder einfach schauen, wie sich die spontane Entleerung und der Restharn verbessern. Wenn man einmal ISK erlernt hat und es gut funktioniert, nimmt das viel Stress aus dem Leben. ISK hat mir ermöglicht, wieder ein ganz normales Leben zu führen.

Alles Gute,

Johannes
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14 Okt 2017 23:13 #7 von emilio
Hallo Johannes,

danke für Deine Erfahrungsberichte, schön, dass es sich für Dich so positiv entwickelt, das macht Hoffnung.

Ich bin aktuell schon sehr zufrieden mit meinem TK , diese Entlastung wirkt sich sogar auf meine LWS -Probleme erleichternd aus. Aus heutiger sicht würde ich den TK so lange wie nur möglich tragen, wenn es nicht anders geht danach eben einen SPBK. über Blasenschrittmacher weiß ich zu wenig um eine Meinung dazu zu haben. Was ich aber wirklich nicht wieder haben will ist das Entleerungsproblem mit allen Dauerschmerzen und Komplikationen. Vielleicht kann da auch der ISK helfen, oder Schrittmacher + ISK.

Danke nochmal + Gruß
von Emilio

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15 Okt 2017 08:13 #8 von Johannes1956
Lieber Emilio,

einen transurethralen Katheter so lange wie möglich zu tragen, halte ich für keine so gute Idee. Er hat viele Nachteile. Einmal die Entzündungsgefahr.. Früher oder später bekommst du Probleme mit Keimen, und nach mehreren Antibiotikagaben entwickeln sich Resistenzen, die du so schnell nicht mehr los wirst.

Dann ist auch die Dauerableitung für die Blase nicht optimal. Sie schrumpft und auch das führt langfristig zu Problemen, dann ist selbst bei einer Heilung der Nerven ein anderes Problem angezüchtet, nämlich, dass die Blase ein zu kleines Haltevolumen hat.

Da ist der suprapubische Bauchkatheter die bessere Option, den kannst du mit einem Ventil verschließen und bei Bedarf oder nach Zeit leeren. In der Nacht kannst du ihn an ein Säckchen hängen.

ISK ist bei Entleerungsstörungen das Mittel der Wahl mit den geringsten Komplikationen.

Alles Gute

Johannes
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20 Okt 2017 23:31 #9 von emilio
Hallo Johannes,

danke für Deine Hinweise, eigentlich weiß ich das ja auch aber nach den Wochen mit großen Problemen bei der Blasenentleerung mit ewigem pressen klopfen usw.(und den verbundenen Schmerzen) ist der transurethale Katheder wie eine Befreiung. Aber aktuell ist das sowieso erledigt. Wie ich schon geschrieben habe bin ich jetzt wegen der Wirbelsäulenprobleme in der Klinik. Der TK ist raus und ich werde täglich 6 - 7 x katheterisiert, spontanes Wasser lassen geht gar nicht mehr. Da ich in der Orthopädie und nicht in der Urologie bin gab es auf meine Frage nach einer Prognose für meine Blase keine konkrete Antwort. Da aber die Lähmungserscheinungen in den Beinen bisher in keiner Weise verbessert werden können macht man mir auch keine Hoffnung bezüglich der Blase. Das ist für die Ärzte hier nur ein kleines Randproblem, als ich dazu doch nochmal nachgefragt habe bekam ich zur Antwort dass das selbst im Rollstuhl unproblematisch zu lösen wäre. Na prima , das ist doch eine nette Ansage für einen nervige Patienten.

Beste Grüße
Emilio

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